Voodoo von Nick Stone

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Erschienen als Taschenbuch
im Goldmann Verlag
insgesamt 608 Seiten
Preis: 9,95  €
ISBN: 978-3-442-46336-7
Kategorie:  Thriller

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Max Mingus hat seinen Polizeijob bereits vor Jahren aufgegeben. Er hat danach als sehr erfolgreicher Privatermittler gearbeitet. Seine Erfolgsquote war phänomenal. Doch dann hat Max etwas getan, dass ihn für einige Jahre ins Gefängnis gebracht hat. Während er dort einsaß hat er das wichtigste in seinem Leben verloren. Seine Frau Sandra starb bei einem Autounfall, alle Pläne für nach seiner Entlassung waren dahin. Die Liebe seines Lebens … fort.

Bereits während der letzten Zeit im Gefängnis versucht ein haitianischer Milliardär namens Allain Carver Max für einen Auftrag zu gewinnen. Er schreibt regelmäßig Briefe ins Gefängnis, die Max ignoriert. Carver ruft ihn an, Max legt sofort auf. Doch der reiche Ausländer gibt nicht auf.

Als Max nach seiner Entlassung zunächst in ein Hotel geht, weil er es nicht ertragen kann, schon nach Hause zu gehen, wo nichts außer Erinnerungen auf ihn wartet, erhält er erneut einen Anruf von Allain Carver. Und diesesmal hört Max ihn an. Carver erzählt im, dass sein 2-jähriger Sohn Charlie vor zwei Jahren verschwand. Er bietet Max Mingus eine Unsumme an Dollars an, wenn er den Auftrag übernimmt, seinen Sohn aufzuspüren.

Nach einiger Bedenkzeit nimmt Max Mingus den Auftrag an. In erster Linie nicht wegen des Geldes, eher um eine Aufgabe zu haben. Die Sache hat jedoch einen Haken: bereits zwei Ermittler vor Max haben versucht, den Jungen zu finden. Der eine ist spurlos verschwunden, der andere lebt zwar noch, ist aber nicht mehr ganz er selbst. Trotzdem fliegt Max Mingus nach Haiti, einem Land, in dem es Voodoo und schwarze Magie gibt und wo die Legende des Ton Ton Clarinette umgeht: seit etwa 200 Jahren soll er Kinder stehlen.

Auf Haiti angekommen, lernt Max den Patriarchen des Carver Imperiums kennen. Gustav Carver, ein Mann mit einer sehr starken, dominanten Ausstrahlung, vor der selbst der Sohn Allain klein wirkt. Max bekommt das Gästehaus der Carvers für seinen Aufenthalt zur Verfügung gestellt und beginnt seine Suche nach dem verschwundenen kleinen Erben des Carver Imperiums. Dabei stößt Max auf viele dunkle, verzwickte Geheimnisse, begibt sich in Gefahrensituationen, lässt sich jedoch durch nichts abschrecken. Was hat er schon zu verlieren ….

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Der Roman wurde mich von einer Kollegin empfohlen, die selbst gerne Thriller liest. Sie sagte mir, dass ich das Buch unbedingt lesen soll, weil es mir garantiert gefalle.

Ich war mehr als positiv überrascht, auch wenn mich ihre Informationen zum Buch schon angesprochen haben und der Klappentext mich danach noch neugieriger gemacht hat. Dennoch hatte ich so eine gute, sehr geschickt ausgeklügelte Geschichte nicht erwartet.

Fange ich mit dem Protagonisten Max Mingus an: ein Ex-Bulle, total normal, traurig über den Verlust seiner Frau, kein Macho, kein Draufgänger, kein Witzereisser, kein arroganter und geschniegelter Kerl, sondern einfach nur ein stinknormaler Typ, der früher hervorragende Arbeit geleistet hat, bis er den letzten Fall etwas zu „emotional“ zu Ende gebracht hat. Er war mir von Anfang an sympathisch.

Die weiteren Figuren der Handlung sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet. Ich kann nicht auf einzelne Personen eingehen, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Jedoch sind die Entwicklungen der jeweiligen Charaktere gut umgesetzt und für den Leser sind einige Überraschungen vorhanden. Eine Szene, grausam und brutal geschrieben, ist so gut erklärt, dass sie für mich als Leserin absolut nachvollziehbar war. Hier hat der Autor dem Charakter wirklich gute Worte in den Mund gelegt.

Der Schreibstil ist nicht sonderlich gehoben, jedoch sehr bildhaft und die Sprache ist nicht zu umgangssprachlich. Der Autor schafft es innerhalb der gesamten Handlung eine besondere ruhige, angenehme Stimmung zu schaffen und diese auch zu halten. Die Spannung ist durchweg gegeben, es britzelt auch in dramatischen Momenten, jedoch wechselt die Handlung nie ins reißerische. Auch die krasseren Szenen, die innerhalb der Handlung sehr wohl vorkommen, lassen die ruhige Stimmung nicht schwinden.

Der Titel „Voodoo“ lässt vermuten, dass der Roman überwiegend von diesen Ritualen und schwarzer oder dunkler Magie handelt. Ich hatte an etwas wie den Film „Angel Heart“ gedacht. Dem ist aber überhaupt nicht so. Sicher werden diese Bereiche innerhalb der Handlung gestriffen jedoch sind sie eher nebensächlich und ergänzend für die Geschichte interessant. Es werden also weder ständig Hühner geköpft oder deren Klauen genutzt.

Auch das Ende des Romans hat mich überzeugt und mir gut gefallen, es gab sogar noch eine kleine Wendung, mit der ich nicht gerechnet hatte, die aber richtig gut war.

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Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für diesen spannenden, fesselnden, gut aufgebauten Thriller, der trotz der Dramatik und stellenweisen Heftigkeit durchgehend eine angenehme und ruhige Stimmung beibehält. Der Spannungsbogen ist gut durchdacht und hält sich die gesamte Geschichte hindurch; die Charaktere sind gut ausgearbeitet, glaubhaft und lebensecht dargestellt. Hier gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung.

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Und da ich so begeistert war, freue ich mich, dass es zwei weitere Romane von Nick Stone um Max Mingus gibt.

Der Totennmeister

Todesritual

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© Buchwelten 2013

Nacht aus Rauch und Nebel von Mechthild Gläser

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Erschienen als
gebundene Ausgabe
im LOEWE Verlag
400 Seiten
Preis: 17,95  €
ISBN 978-3-7855-7445-4
Kategorie: Fantasy/Jugendbuch/All Age

Erscheint am 17.06.2013

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Floras Lebens als normaler Teenager am Tag und Wandernde des Nachts hat sich einigermaßen eingependelt. Ihre beste Freundin Wiebke ist eingeweiht und Flora selbst hat sich mit ihrem Leben als Prinzessin von Eisenheim arrangiert.

Nur klappt das Miteinander mit Marian nicht so, wie Flora es sich wünschen würde. Gegen Ende des ersten Abenteuers musste sie etwas tun um Eisenheim zu retten. Damit war Marian allerdings nicht nur nicht einverstanden, er ist stinksauer darüber. Er spricht nicht mehr mit ihr. Weder tagsüber, noch nachts in Eisenheim.

Floras Vater, der Fürst von Eisenheim ist völlig überfordert als auf die Schattenstadt immer größere Probleme zukommen. Das Nichts breitet sich unaufhaltsam und in einer rasenden Geschwindigkeit aus. Es vernichtet immer mehr Teile Eisenheims. Niemand weiß, was er dagegen tun kann. Doch Flora ahnt, dass sie vielleicht etwas mit dem ganzen Desaster zu tun hat. Denn jedesmal wenn das Nichts sich rührt, bekommt sie dies mit unangenehm starken Schmerzen am eigenen Leib zu spüren. Und der Ascheregen, der dabei vom Himmel fällt verbrennt ihren Körper. Ist sie an dem Unheil schuld, dass Eisenheim bedroht? Liegt es am Weißen Löwen, den sie versteckt hat und von dem sie behauptet hat, dass sie die Erinnerung an das Versteck verloren hat?

Floras Entscheidung nimmt mit jedem Stadtteil, den das Nichts verschlingt, mehr Formen an. Sie muss dem Rätsel des Nichts auf die Spur kommen. Doch leider scheint es hierfür nötig zu sein, sich mit ihrem ärgsten Feind zu verbünden. Dem eisernen Kanzler …

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Mit “Nacht aus Rauch und Nebel” schließt Mechthild Gläser mit der Handlung nahtlos an den ersten Band „Stadt aus Trug und Schatten“ an“. Der Leser trifft auf alte Bekannte und ich habe mich sogleich wieder in die Handlung eingefunden, auch wenn es zu Beginn dieses zweiten Teils keine Zusammenfassung des ersten Romans gibt. 

Den sehr guten, gehobenen Schreibstil, der mich beim Debüt der Autorin so begeistert hat, behält sie in diesem Folgeroman weitestgehend bei. Ich persönlich kann aber eine kleine Abstufung feststellen. Viele Textstellen sind mir in diesem Band zu umgangssprachlich oder flapsig formuliert. Ich spreche nicht von wörtlichen Reden, denn hier reden Jugendliche untereinander nun einmal so und dann finde ich es auch völlig in Ordnung. Ich meine solche umgangssprachlichen Ausdrücke, wie sich z.B. auf etwas “plumpsen” lassen in den Passagen aus Sicht des Erzählers (ein klitzekleines Beispiel). 

Die Handlung ist nicht langatmig, sondern liest sich flott und rasant. Hier sind die Szenenwechsel zwischen Eisenheim und Essen wieder eine gute Variante der Kurzweiligkeit. Kleine Cliffhanger fördern natürlich die Spannung, wenn z.B. Flora aus einer hochdramatischen Situation in Eisenheim gerissen wird, weil sie in der realen Welt aufwacht.

Die Liebesgeschichte zwischen Marian und Flora ist ein leichtes Hin und Her, immer wieder steht den beiden hier der Misstrauen im Weg. Dies hat mich ab und an an Gwendolyn und Gideon der Edelstein-Trilogie erinnert, aber vielleicht sind Jungendlieben in Roman einfach so :) . Eine besondere Entwicklung der Geschichte hat mich gefreut und nicht annähernd überrascht, damit hatte ich bereits recht früh im ersten Teil gerechnet.

Das Ende und die Auflösung gefielen mir wiederum gut. Auch hier kann ich nur wiederholen: ich habe nichts nachgemachtes oder abgeschautes gefunden! Auch wenn der Leser nun bei dem Begriff „Nichts“ geneigt sein mag zu glauben, es habe etwas mit dem Nichts von Michael Endes Fantasien zu tun. Nein, dem ist nicht so. Hier hat die Autorin eigene Ideen zu Papier gebracht.

Der Verlag präsentiert auch diesen zweiten – und letzten – Teil als gebundene Ausgabe. Der erste Teil war komplett weiß, der Einband aus dickem, geprägtem Papier und mit pinker Schrift geziert. Diese Fortsetzung ist nun komplett schwarz, der Einband nun aber aus glattem Papier mit genau der gleichen pinkfarbenen Schrift. Diese Gegensätze gefallen mir. Leider hat der Verlag in dem neuen Buch am Leseband gespart, welches den ersten Band noch aufgewertet hat.

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Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für eine gute Fortsetzung, die den gehobenen und guten Schreibstil des ersten Romans weitestgehend hält, jedoch eine Spur mehr an Umgangssprache aufweist. Die Geschichte liest sich flott, macht Spaß und weist keine Längen auf. Dennoch hat mir persönlich der besondere Kick gefehlt, der mich dazu bewogen hätte, wieder die volle Punktzahl zu vergeben. 

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Ich danke dem LOEWE Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

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© Buchwelten 2013

Ligeia von John Everson

 

Erschienen als Taschenbuch
bei Festa-Verlag
insgesamt 407 Seiten
Preis: 13,95 €
ISBN: 978-3-86552-188-0
Kategorie: Horror, Thriller

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Abend für Abend spaziert Evan am Strand entlang und denkt darüber nach, wie sein weiteres Leben verlaufen wird, nachdem er seinen Sohn bei einem Unfall verloren hat. Evan und seine Frau Sarah durchleben eine schreckliche Zeit der Trauer, an der ihre Ehe zu zerbrechen droht. Sarah sucht Vergessen, in dem sie sich betrinkt, und Evan weint heimlich bei seinen Strandspaziergängen. Eines Tages trifft er auf eine geheimnisvolle, nackte Frau, die aus dem Meer steigt und ihn durch einen hypnotischen Gesang verzaubert.

Evan weiß nicht, wie ihm geschieht, als sich sein sexueller Trieb sozusagen verselbständigt und er mit der mysteriösen Unbekannten direkt am Strand schläft. Wie eine Droge ergreift die bildschöne Ligeia von seinen Gedanken Besitz und läßt ihn während der kommenden Tage, und vor allem Nächte, nicht mehr in Ruhe.
Zwanghaft sucht Evan jeden Abend die Stelle am Strand auf, um mit der Frau zu kopulieren, während sich Sarah wegen dem Verlust ihres Sohnes betrinkt.

Als Evan versucht, aus der Affäre auszubrechen, erkennt er erst, in welche Gefahr er sich begeben hat, als er sich auf Ligeia eingelassen hat.
Allem Anschein nach handelt es sich bei ihr nämlich um eine uralte Legende, eine Sirene, die schon vor über hundert Jahren ihr Unwesen auf dem Meer getrieben hat und einzig und allein darauf aus ist, ihre Opfer nach einer gewissen Zeit bei lebendigem Leib zu fressen.

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In unbestimmten Abständen gerät man an ein Buch, das einen vollkommen überrascht, indem es etwas anderes bietet, als man erwartet hat. „Ligeia“ von John Everson ist so ein Buch. Und, bis auf das leider etwas schwache Finale (dazu aber später), für mich im Bereich Horror eine der großen Neuentdeckungen für das Jahr 2013.

Everson schreibt flüssig und es macht ungeheuren Spaß, die Geschichte des Protagonisten zu verfolgen. Ich fühlte die Trauer wegen seines Sohnes, seine Schwäche und sein schlechtes Gewissen bezüglich der Affäre mit Ligeia, aber auch die unerschütterliche Liebe zu Sarah. Die Zerrissenheit zwischen trautem Eheleben, das Evan wieder auf die Reihe kriegen will, und dem Abenteuer eines Seitensprungs, der Begierde nach Ligeia, der er durch ihren hypnotischen Gesang einer Sirene nicht entgehen kann, ist so intensiv zwischen den Zeilen zu lesen, dass die Geschehnisse absolut glaubhaft wirken.

Leider driftet Everson am Ende in ein klischeehaftes Mainstream-Showdown-Ende, das die einfühlsame und dennoch sehr spannende Geschichte meines Erachtens überhaupt nicht gebraucht hätte. Aber vielleicht sind da die Geschmäcker zu verschieden und vielen ist das Buch zu langweilig, so dass sie die actionlastige Schlussszene willkommen heißen. Ich für meinen Teil hätte mir ein ruhiges, der ganzen Atmosphäre des restlichen Buches angepasstes Ende gewünscht.
Allerdings bügelt Everson mit dem Epilog wieder so einiges aus. Auch wenn dieser Anhang ganz am Schluss nicht allzu lang ist, führt er doch wieder zur Grundstimmung der Geschichte zurück.

Fazit: Einfühlsamer, atmosphärisch dichter Horror-Thriller, in dem am Ende leider die Stimmung ein wenig kippt. Insgesamt ein stimmiger, gekonnt geschriebener Roman, der mich teils an die Bücher von Greg F. Gifune denken ließ, aber auch an Genre-Klassiker des Horrorfilms wie z.B. „Tot & begraben“ oder „The Fog“ erinnnert. Ganz klare Empfehlung für Freunde von gehobenem, stimmungsvollem Horror. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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© Cryptanus für Buchwelten 2013

Neuzugänge im SUB …

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1. Die Scanner von Robert M. Sonntag – gebundene Ausgabe mit Leseband

Google war gestern – und was wird morgen sein?

Die Welt im Jahr 2035: Gedruckte Bücher, Zeitungen, Zeitschriften gibt es nicht mehr. Für Rob kein großes Problem. Er kennt es nicht anders. Er ist in einer vernetzten Welt aufgewachsen und arbeitet für einen Megakonzern, der jedes Druckerzeugnis, das er in die Finger bekommt, digitalisiert. So wird alles Wissen für alle zugänglich. Jederzeit! Und kostenlos! Ist doch prima, oder?
Aber dann gerät Rob in die Kreise einer geheimen Büchergilde. Einer verbotenen Organisation aus Pleite gegangenen Buchhändlern, arbeitslosen Autoren, Übersetzern, Journalisten und ausgemusterten Verlagsmitarbeitern. Und plötzlich sieht Rob sein Bild als Top-Terrorist in den Nachrichten auf allen TV-Kanälen. Im Kampf um Wissen, Monopolisierung und Macht ist er mit einem Mal der Staatsfeind Nummer eins. (Quelle: Fischer Verlage.de)

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Dies ist ein Tauschgeschenk einer Bloggerfreundin, ich danke Dir und bin sehr gespannt!

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2. Das Geschenk der Wölfe von Anne Rice

Interview mit einem Werwolf.

Der junge Journalist Reuben soll einen Artikel über ein altes Herrenhaus schreiben, das abgelegen auf den Klippen der nordkalifornischen Küste thront. Doch die Besichtigung endet blutig: Reuben wird von einem großen Raubtier attackiert. Seine Wunden heilen indes ungewöhnlich schnell. Bald verändert Reuben sich. Er wird zum Wolfsmann. 
Bei Tag der attraktive Jungreporter, der über die furchterregende fremde Kreatur berichtet, bei Nacht eine Bestie: Reuben wird gefürchtet und gejagt. Doch das wahre Böse lauert woanders. (Quelle: Rowolt.de)

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Als ich die Blogger News von Rowohl las, war ich mehr als erfreut. Ein Werwolf Roman, geschrieben von der Vampir- und Hexen-Queen herself. Ich habe die gesamte Reihe im Regal, plus zwei weitere unabhängige Bücher von ihr. Und … diese Frau kann schreiben! Ich bin sehr gespannt auf den Roman und kann es kaum erwarten!

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© Buchwelten 10.06.2013

Sterbensschön von Chelsea Cain

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Erschienen als Taschenbuch
bei blanvalet
insgesamt 416 Seiten
Preis: 9,99  €
ISBN: 978-3-442-38151-7
Kategorie: Thriller

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So langsam aber sicher beginnt Archie Sheridan wieder „normal“ zu leben, zumindest so gut es unter seinen Umständen möglich ist. Die seelischen Wunden, die die schöne Serienkillerin Gretchen Lowell ihm zugefügt hat, werden wahrscheinlich niemals so vernarben, wie die körperlichen Narben. Aber immerhin ist Archie von den Schmerzmitteln runter, er hat die Tablettensucht besiegt.

Dennoch ist er in Gedanken nach wie vor oft bei Gretchen, doch er wahrt den Abstand zu ihr. Archie ist in eine neue Wohnung gezogen, in ein geräumiges Loft, wo angenehmerweise gerade eine attraktive Nachbarin die Wohnung unter ihm bezieht. Sie gefällt ihm, vielleicht hat das ein klein wenig mit der optischen Ähnlichkeit zu Gretchen zu tun?

Jedoch kommt Archie beruflich nicht zur Ruhe. Das Hochwasser ist zwar überstanden, doch die Aufräumarbeiten in der Stadt laufen noch auf Hochtouren. Und dann wird eine Leiche entdeckt. Das Opfer wurde im Park erhängt, geknebelt und gehäutet. Der Mordfall zeigt nicht Gretchens Handschrift, was auch nicht möglich sein kann. Denn Gretchen sitzt sicher in der Psychiatrie und wird zu Archies Freude so sehr unter Medikamente gesetzt, dass die Beauty Killerin nicht einmal mehr ihre Schönheit als Waffe nutzen kann, denn die ist derzeit dahin.

Und trotzdem erreicht Archie aus der Klinik eine Nachricht von Gretchen. Die liefert sie nicht an ihn direkt, denn sie weiß, dass er nicht zu ihr kommt. Nein, sie lockt die Journalistin Susan Ward mit einem Interview. Gretchen behauptet Details zum aktuellen Mordfall zu kennen, sie nennt sogar einen Namen. Was führt diese Frau wieder im Schilde? Spielt sie wieder ihr geliebtes Katz und Maus Spiel mit Archie? Weiß sie wirklich etwas oder versucht sie erneut, ihn zu sich zu locken, weil sie genauso wenig von ihm lassen kann, wie er von ihr? Und die wichtigste Frage: Bleibt Archie stark …?

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Ich bin bekennender Fan der Gretchen Lowell Reihe, wobei ich seinerzeit an den ersten Teil mit gemischten Gefühlen heranging. Ich dachte, dass was ich letztendlich lese, erfüllt nicht die Erwartungen, die ich im Vorfeld hatte. Doch dem war nicht so. Furie (Teil 1), Grazie (Teil 2) und Gretchen (Teil 3) waren für mich alle drei 5 Sterne Thriller. Totenfluss zähle ich persönlich als Teil 4 der Archie Sheridan-Reihe, jedoch nicht konkret in die Gretchen Reihe, da sie in dem Roman eigentlich so gar keine (aktive) Rolle spielt. Totenfluss war auch gut und spannend, kam für mich aber nicht ganz an die Gretchen Romane heran.

Um so neugieriger war ich natürlich auf das neuste Werk der Autorin. Und auch dieser Teil hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Auch wenn dieser Roman 416 Seiten umfasst, hatte ich ihn in zwei Tagen durchgelesen. 

Alle bekannten Personen sind noch mit dabei: Archie Sheridan natürlich zu allererst, dann Henry Sobol, sein treuer Partner und guter Freund. Auch Susan Ward, die toughe, neugierige und mutige Journalistin mit ständig wechselnder Haarfarbe (diesmal in Orange). Sie und Archie verbinden eine Menge dramatischer Momente und mittlerweile pflegen die beiden so etwas wie eine gute Freundschaft.

Chelsea Cain schafft es erneut diese besondere Stimmung der Romane zu erschaffen und durchgehend zu halten. Die Morde sind krass und extrem und auch so beschrieben. Dies ist nichts für schwache Lesernerven. Aber es passt und gehört für mich in diese Handlung. Sie streut mehrere Fäden aus, die sich letztendlich alle miteinander verbinden, dies ist aber wieder geschickt aufgebaut und nicht leicht durchschaubar.

Was allerdings diese Romane von Anfang an ausmacht, ist diese krankhafte Beziehung/Abhängigkeit zwischen Archie und Gretchen. Jedesmal schafft es Chelsea Cain aufs neue, mich als Leserin mit diesen Protagonisten zu packen und nicht loszulassen, bis ich die letzte Seite zu Ende gelesen habe.

Die Cover der zwei letzten Romane gefallen mir optisch nicht mehr so gut, wie die der ersten Bände. “Totenfluss” zierte ein Seestern, was für mich noch irgendwie zu einem Hochwasser passt, findet sich auf dem neusten Cover ein Insekt, was mich an das “Viecher-Design” der Dean Koontz Romane erinnert. Es sieht nicht schlecht aus, passt für mich allerdings nicht zur Handlung.

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Mein Fazit: Erneute 5 von 5 Sternen für den neusten Teil um die Beauty-Killerin Gretchen Lowell. Die Autorin fesselt mit Handlung und den von ihr erschaffenen Charakteren von der ersten bis zur letzten Seite. Cain schreibt heftig, blutig, spannend, aber auch ruhig und gefühlvoll. Und sie beschreibt absolut überzeugend diese kranke zwischenmenschliche Beziehung. Das Niveau und die Qualität ihres Schreibens lässt auch in diesem 4. oder 5. Teil (wie man es nun sieht) kein bisschen nach.

 . Ich danke blanvalet für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

MEHR  ZU  CHELSEA  CAIN  AUF  BUCHWELTEN

Rezension zu Furie

Rezension zu Grazie

Rezension zu Gretchen

Rezension zu Totenfluss 

Deutsche Homepage von Chelsea Cain

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© Buchwelten 2013

Buchland von Markus Walther

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Erschienen als Taschenbuch
im Acabus Verlag
insgesamt 224 Seiten
Preis: 12,90 €
ISBN: 978-3-86282-186-0
Kategorie: Belletristik

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Beatrice Liber ist eine Buchhändlerin, die auf Grund der Schließung ihres eigenen Buchladens eine neue Arbeitsstelle benötigt. Diese hofft sie nun im Antiquariat des Herrn Plana zu bekommen. Doch schon das Vorstellungsgespräch ist nicht wirklich so, wie man sich das vorstellt. Der Inhaber des Geschäfts wirft nicht einen Blick in ihre Bewerbungsunterlagen, sondern bittet sie, ihm etwas vorzulesen. Beatrice ist verwirrt und etwas überrumpelt. Doch Herr Plana erklärt ihr: „Sie müssen die Seele der Bücher erkennen, um hier Bücher zu verkaufen“.

Nun, Bea liest ihm vor und es scheint ihm zu gefallen, denn er stellt sie ein. Langsam aber sicher macht sich Bea mit dem Antiquariat, dass nicht wie „normale“ andere Läden zu sein scheint, vertraut. Sie dekoriert zunächst das Schaufenster um. Eine gute Mischung aus alten, klassischen Büchern und Neuerscheinungen. Sie ist schon etwas verwundert, dass sie sämtliche Bücher im Keller unter dem Antiquariat findet. Bücher vom Großhändler oder Verlag bestellen ist nicht nötig.

Nach und nach geschehen mehrere wunderliche Dinge. Im Geschäft erscheinen Gäste namens Edgar und Wolfgang und diese Herren scheinen nicht unserer Zeit entsprungen zu sein. Wer sind diese Männer? Kann es denn sein, dass … ? Und auch Herr Plana ist in Beas Augen etwas seltsam. Zwar versteht sie sich gut mit ihm und sie führen lange, ausgiebige Gespräche, dennoch: seine Beziehung zu Büchern scheint etwas anders zu sein. Und was es mit der ständigen Vorleserei auf sich? Herr Plana scheint sich in den Momenten, in denen Bea ihm vorliest, körperlich zu regenerieren.

Natürlich versucht Bea den Geheimnissen des Antiquariats, dem Keller darunter und dem netten, aber dennoch eigenartigen Herrn Plana auf die Spur zu kommen. Doch dann gibt es plötzlich drastische Probleme mit ihrem Ehemann Ingo. Sein Leben steht mit einem Mal extrem auf der Kippe und sie versucht alles in ihrer Macht stehende, um ihm zu helfen, ihn zu retten. Und dazu braucht sie Hilfe: Die Hilfe von Herrn Plana und vom Buchland selber. Ein aufregendes, dramatisches und nicht ungefährliches Abenteuer erwartet sie ….

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Da ich von Markus Walther bislang “nur” seine Kürzestgeschichten gelesen habe, hat mich die Neugier gepackt, als ich auf Buchland stieß. Der Autor, den es sonst so sehr reizt, eine Geschichte auf eine Buchseite zu bringen, hat einen Roman geschrieben. Ich wollte unbedingt wissen, wie Markus Walther „lang“ schreibt.

Und ich gestehe: ich war sehr positiv überrascht. Inhaltsangabe klang sicherlich schon interessant, doch unterm Strich muss das nicht unbedingt was bedeuten.

Der Autor erzählt eine ausgefallene und tiefgründige Geschichte, die sich um die Welt und Seelen der Bücher dreht. Nein, nicht nur um die Bücher Auch um deren Schöpfer und außerdem um die Menschen, die die Bücher brauchen, um zu leben: die Leser natürlich.

In einem angenehm lesbaren, sehr bildhaften und kurzweiligen Schreibstil entführt Markus Walther den Leser in eine Welt, die er sehr bildhaft darstellt. Wir treffen auf verrückte Gerätschaften, ausgefallene Konstruktionen, Dinge, die Geschichten entspringen und sehr hilfreich sein können. Außerdem bekommen geflügelte Worte eine besondere Bedeutung.

Immer wieder gibt es Hinweise auf bekannte Literatur, egal ob klassisch oder aktuell, national oder international. All diese kleinen Einwürfe haben mir sehr gut gefallen, denn der Leser erkennt diese Dinge natürlich. Man merkt, dass der Autor selbst gerne, viel und auch genreübergreifend liest. All dies hat er in seine Geschichte einfließen lassen und es las sich für mich nicht recherchiert. Die Anspielungen und auch Zitate von bekannten Schriftstellern oder Hinweise auf diese Werke haben mir großen Spaß gemacht.

Aber auch viel kritisches liest sich in Buchland. Die Flut an Büchern, die den Markt im digitalen Zeitalter überschwemmen, der heutige Lebensstil, in dem alles schnell und billig sein muss. Hier habe ich selbst sehr viel gelesen, was auch mir nicht gefällt und dem ich gerne zustimme. Auch das Thema einer gefährlichen Sucht findet in Buchland seinen Platz.

Innerhalb des Textes hat Markus Walther die Fachbegriffe, die er verwendet hat, durch eine andere Schrift kenntlich gemacht und diese dann im Anhang ausführlich und nicht ohne Humor erklärt.

Das Cover ist dem alten, staubigen Antiquariat angepasst und auf „alt“ gemacht. Es gefällt mir gut, denn es passt zur Geschichte. Ich kann in diesem Falle nicht einmal über zu eng beschriebenen Seiten „schimpfen“. Auch wenn die Schrift relativ klein ist, die Buchseiten sind aufgelockert bedruckt, wirken diesmal nicht gequetscht.

Unterm Strich kann ich sagen: Markus Walther kann sehr wohl auch „lang“, mir selbst gefällt es sogar besser, als seine Kürzestgeschichten. Zunächst einmal, weil ich eigentlich kein Kurzgeschichten-Fan bin, sondern mich lieber in längere Geschichten fallen lasse. Ich mag es, die Protagonisten kennenzulernen und sie ein Stück weit begleiten, ja, sie durch mein Lesen zum Leben zu erwecken :-) .

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Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für die Reise ins Buchland. Die Geschichte ist sowohl fesselnd, spannend, abenteuerlich, humorvoll und tiefgründig; sie liefert dem Leser schönes Kopfkino und beinhaltet gute Ideen. Außerdem steckt sehr viel Wahrheit, Wichtiges und auch Kritisches darin. Sehr gelungen und ich empfehle es gerne!

Ich danke dem Acabus Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Weiteres zu Markus Walther auf Buchwelten:

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© Buchwelten 2013

Zwei meiner Neuzugänge ..

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auf die ich mich jeweils sehr freue:

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Nacht aus Rauch und Nebel von Mechthild Gläser

Er ist mit einer kleinen Verzögerung veröffentlicht worden, nun ist er da: der zweite Roman um die Protagonistin Flora, die nachts ein etwas anderes Leben führt, als normale Teenager. Nach dem gelungenen ersten Teil “Stadt aus Trug und Schatten” freue ich mich sehr auf die Fortsetzung.

Der Loewe Verlag präsentiert den Roman wieder als Hardcover (schön!), nun in schwarz anstatt weiss. Leider hat der Verlag diesesmal am Lesebändchen gespart (schade :) )

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Sterbensschön von Chelsea Cain

Der vierte Teil um die schöne Serienkillerin Gretchen ist endlich da. Der letzte Roman “Totenfluss” gehörte nicht in die “Gretchen-Riege”, auch wenn Archie Sheridan und andere bekannte Figuren dabei waren. Der Roman war auch sehr gut, gehört aber eben nicht in die Reihe.

Nun gibt es wieder einen “echten” Gretchen-Thriller und ich freue mich sehr auf die Lesestunden. Diese Romane macht die absolut kranke Beziehung zwischen dem Ermittler/Opfer Archie Sheridan und der Killerin Gretchen Lowell aus. Sie hat den Mann einfach in ihren schönen Händen, ob sie nun im Gefängnis sitzt oder nicht …

Wer Lust hat meine Rezensionen zu den ersten Teilen zu lesen und sich dann vielleicht auch einmal in die Gretchen-Reihe zu stürzen:

Furie (Teil I Gretchen-Reihe)

Grazie (Teil II Gretchen-Reihe)

Gretchen (Teil III Gretchen-Reihe)

Totenfluss (Teil IV Archie Sheridan-Reihe)

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Liebe Grüsse
Marion :)

Grappa und die Toten vom See von Gabriella Wollenhaupt

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Erschienen als Taschenbuch
im Grafit Verlag
insgesamt 222 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-89425-418-6
Kategorie: Kriminalroman

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Die Familie Mahler aus Bierstädt wird ermordet am Lago Maggiore aufgefunden, ebenso ein israelischer Journalist sowie ein Radfahrer. Der Tatort lässt eine regelrechte Hinrichtung erahnen. Die Neugier der Journalistin Maria Grappa ist sogleich geweckt.

Da sie gewisse Beziehungen zur ermittelnden Polizei pflegt, bekommt sie ausreichend Informationen, mit denen Sie ihrem Vorgesetzen gegenüber eine Dienstreise an den Lago Maggiore rechtfertigen kann Gemeinsam mit ihrem Kollegen, dem Fotografen Wayne Pöppelbaum macht sich Grappa somit auf im Golf Cabriolet auf den Weg nach Italien. 

Die ersten Hinweise führen in die Neonaziszene Bierstädts. Es scheint hier Verbindungen nach Italien zu geben, die es aufzuspüren gilt. Grappas Lieblingsbäckerin bekommt auch Probleme mit den „Rechten“, weil sie sich einer Initiative gegen Rechts angeschlossen hat, hierbei wird leider nicht nur deren Haus verschmutzt. Nun kocht in Grappa erst Recht die Wut. Mit viel Einsatz, Mut und verwirrten Gefühlen macht sie sich daran, die Täter aufzuspüren und dem Geheimnis der Toten am Lago Maggiore auf die Spur zu kommen …

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Im Vorwort des Buches habe ich gelesen, dass dies bereits der 23. (!) Teil der Grappa-Reihe ist. Nun, für mich war es der erste Roman um diese Figur. Ich habe bislang den Roman „Blutiger Sommer“ gelesen, den Gabriella Wollenhaupt gemeinsam mit Ihrem Ehemann Friedemann Grenz geschrieben hat. Da mir dieser sehr gut gefiel, hatte mich die Inhaltsangabe zu dem Grappa Roman neugierig gemacht.

Es tat meinem Verständnis absolut keinen Abbruch, dass ich die vorherigen Romane um die Journalistin Grappa nicht kannte. Ich konnte prima folgen und hatte keine Verständnisprobleme im Zusammenhang mit den Akteuren der Handlung.

Die Journalistin Maria Grappa ist eine sehr angenehme, sympathische Figur: gesegnet sowohl mit Witz, Humor, Biss,  jedoch auch Ernsthaftigkeit und Tiefgründigkeit. Ihr lebensnaher Umgang mit den Kollegen und der lieben Bäckerin machen wirklich Spaß. Der Schreibstil ist angenehm, locker flockig und ließ mich nur so durch die Geschichte fliegen. Ich hatte den Roman sehr schnell durchgelesen, da er einfach absolut kurzweilig war.

Der Schreibstil ist einfach und schlicht, aber nicht flach, sondern voll von Witz, Schlagfertigkeit und dennoch vielen tiefgründigen Gedanken. Diese dunkle Seite der deutschen Vergangenheit und – leider ja – auch Gegenwart wurde von der Autorin gut umgesetzt.

Die Handlung an sich ist nicht hochkompliziert, lädt sicherlich zum Miträtseln ein, bleibt jedoch immer überschaubar. Die Fäden fügen sich am Schluss gut und schlüssig zusammen.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für einen angenehm lesbaren, flotten und rasanten Krimi, der sich schnell und einfach lesen lässt. Angenehme Lesestunden, die dennoch auch nachdenklich stimmen, sind garantiert. 

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Ich danke dem Grafit-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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© Buchwelten 2013

Das Buch des Hüters von Andreas Dresen

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Erschienen als Taschenbuch
im Acabus Verlag
insgesamt 224 Seiten
Preis: 12,90 €
ISBN: 9783862820535
Kategorie: Urban Fantasy

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Vor mehr als 100 Jahren verändern die Ökofaschisten die Welt. Sie befreien die Welt von der Herrschaft der Computer und des Stroms. Alles kommt zum Erliegen: Atomkraftwerke explodieren und brennen, die Menschen werden verstrahlt und viele Neugeborene kommen „mutiert“ auf die Welt. Die Tiere werden bösartig, greifen die Menschen an und die Natur erobert sich das Land zurück.

Das Land Panäa ist nunmehr zweigeteilt. Im Norden stehen Fabriken und in dieser grauen oberen Hälfte des Landes gibt es zumindest noch ein wenig fortschrittliches Leben.

Der Süden hingegen ist in den Zustand des Mittelalters zurückverfallen. Strom ist verboten, restliche Güter der alten Welt werden unter Gefahren unter der Hand verkauft (Batterien z.B.).

Der junge, etwas naive und unbeholfene Pejo wird aus seiner Heimat im Norden, genannt Flusshaven, auf eine Expedition in den Süden geschickt Dort überschlagen sich die Ereignisse und Pejo bekommt von einem sehr mutigen, jungen Mädchen kurz vor ihrem Tod ein Buch überreicht: Das Buch des Hüters. Sie macht sehr deutlich, dass Pejo dieses Buch unbedingt schützen muss, denn es darf auf keinen Fall in die falschen Hände gelangen.

Auf seiner Reise trifft Pejo auf die unterschiedlichsten Menschen. Das immer optimistische und positive Mädel Huya, den Jäger Walther, den genau wie Pejo ein besonderes Geheimnis umgibt, einen Doktor, der sich der Rettung von Mutanten verschrieben hat, weil er weiß, dass diese Menschen zwar körperliche Abweichungen haben, aber dennoch viele besondere Eigenschaften.

Auch wenn diese Reise für Pejo voller Gefahren ist, so merkt er auch, dass er sich verändert, selbstsicherer wird und vor allem zufriedener mit sich selbst …

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Andreas Dresen hat mit seinem „Buch des Hüters“ eine interessante postapokalyptische Welt erschaffen. In einem angenehm lesbaren Schreibstil hat er es geschafft, mich mit seiner Geschichte zu fesseln.
Er hat mich entführt in eine stromlose Welt, in der aber immer noch viele Relikte der alten Zeit bestehen oder zu finden sind.

Oftmals fühlte mich ich erinnert an eine Geschichte von Stephen King, in der die alte Zeit auch eine große Rolle spielt. Hier hat Andreas Dresen auch eine schöne kleine Anspielung verbaut, die mir natürlich sofort ins Auge sprang. Wobei ich darauf hinweisen möchte, dass „Das Buch des Hüters“ keine Nachmache des Dunklen Turm ist, sondern eine eigenständige Geschichte mit einem guten Hintergrund: Was macht die super Technologie aus uns Menschen? Sind wir lediglich noch computerabhängige Wesen?

Die Wichtigkeit von Zusammenhalt der verschiedensten, durch Zufall zusammengekommen Gefährten gefiel mir. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und Pejos Entwicklung, von einem ängstlichen, dicklichen Jüngling, zu einem Mann mit eigenem Willen, Mut und Tapferkeit kam gut rüber.

Sehr klasse fand ich auch die Stelle, an der die Arbeiter einer Müllhalde “ein Internet” suchen, mehr verrate ich nicht. Innerhalb der Handlung gibt es viele nette und ausgefallene Elemente. 

Die Auflösung der Story gegen Ende war für mich relativ absehbar, ich empfand dies aber nicht als negativ. Für mich war der Schluss stimmig und passend.

Das Cover ist schlicht und stellt eine Mischung aus dem Norden und Süden Panäas dar, der Klappentext ist (leider typisch Acabus-Verlag) in einer Miniaturschrift verfasst, für den der Leser eine Lupe gut gebrauchen könnte :) .

Ich habe von Andreas Dresen bereits die beiden STADT-Romane gelesen, dieses Buch hat er zwischen genau diesen verfasst. Das Buch des Hüters ist von der Handlung etwas komplett anderes und ich finde es immer gut, wenn Autoren in verschiedenen Genres unterwegs sind.

Mein Fazit: 4,5 von 5 Sternen für diesen Roman. Eine gelungene Mischung aus Fantasy und Dystopie, die Spaß macht, fesselt und sich flott liest. Den halben Punkt Abzug kann ich mir nicht verkneifen und ist ein Stupser in Richtung Verlag: Eine größere Schrift und nicht so vollgequetschte Seiten würden auch diesen Roman aufwerten und die Augen der Leser weniger anstrengen.

Ich danke dem Acabus-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars..

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Weitere Rezensionen zu Werken von Andreas Dresen auf Buchwelten:

Rezension zu AVA und die STADT des schwarzen Engels

Rezension zu SAMSON und die STADT des bleichen Teufels

sowie ein Interview mit dem Autor:

Buchwelten im Gespräch mit Andreas Dresen

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© Buchwelten 2013

Department 19 von Will Hill

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Erschienen als gebundene Ausgabe
bei Lübbe
insgesamt 493 Seiten
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-7857-6080-2
Kategorie: Jugendbuch

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Für Jamie Carpenter ändert sich das Leben in nur einer Nacht schlagartig. Er muss mit ansehen, wie sein Vater vor seinen Augen erschossen wird. Der Junge zieht sich zurück, wird immer verschlossener und macht seine Mutter für den Tod des Vaters verantwortlich.

Als er einige Monate später von der Schule nach Hause kommt, ist seine Mutter verschwunden und im Haus trifft er auf ein Monster, dass sich nicht nur Frankenstein nennt, sondern auch genauso aussieht. Er nimmt Jamie mit in eine geheime Basis, genannt Department 19. Jamie erfährt dort, dass diese Organisation Vampire jagt und sie vor mehr als 100 Jahren von niemand geringerem als dem bekannten Professor van Helsing gegründet wurde. Auch sein Vater hatte für Department 19 gearbeitet, jedoch nie auch nur ein Wort darüber verloren/verlieren dürfen.

Zunächst einmal glaubt Jamie kein Wort. Sicherlich kennt er Namen wie van Helsing, Dracula und auch Frankenstein. Denn er ist ja schließlich ein belesener Junge. Aber dass es all diese Menschen und Kreaturen jedoch in der Realität geben soll, kann er nicht fassen. Für ihn sind diese Geschichten Romanstories und erfundene Figuren.
Doch Viktor Frankenstein schafft es, den Jungen zu überzeugen und er verspricht ihm, alles dafür zu tun, seine Mutter zu finden, denn das Monster hat bereits Jamies Ururgroßvater seine ewige Treue geschworen.
So macht sich Jamie Carpenter auf die Suche nach seiner Mutter. Schon bald beginnt 
nach einer schnellen Grundausbildung die Jagd. Gemeinsam mit Frankenstein und einem schönen und sehr gefährlichen Vampirmädchen sucht Jamie einen der ältesten Vampire der Welt. Ein Untoter, der genauso alt wie brutal ist. Dieser wurde von niemand geringerem als Dracula selbst verwandelt ….

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Dieser Roman ist ein Jugendbuch und wenn ihn zart besaitete Leser lesen möchten, sollten sie gewarnt sein. Das Limit der Brutalität ist im Laufe der Handlung sehr hoch geschraubt und gerade im letzten Teil des Buches sind die zwei häufigsten Worte: Blut und Gewebebrocken.

Aber … es paßt sehr gut in die Handlung, denn hier wird von alten, „echten“ Vampiren erzählt und die sind nun einmal extrem brutal. Mich hat es nicht abgestoßen, der Roman hat mich gefesselt und der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut.

Der Autor vermischt hier die alte Geschichte um die Vampire und die Schöpfung des Frankenstein sehr geschickt mit der Realität. Er schafft es, diese Organisation Department 19 sehr glaubhaft darzustellen und diese mit den technischen Standards der heutigen Zeit auszurüsten. Hier werden Vampire nicht mehr mit einfachen Holzpflocks gepfählt. Es gibt hochentwickelte Pfahlgeschosse, UV-Schocker und -Zellenbarrieren sowie eine Cmputersimulation, in der die Nachwuchsjäger den Kampf gegen die Untoten lebensecht proben müssen. 

Der Schreibstil des Autors ist gut und angenehm lesbar. Die Figuren sind gut ausgearbeitet. Der Protagonist Jamie war mir von Anfang an sehr sympathisch aber auch Frankenstein ist ein sehr netter und angenehmer Charakter. Will Hill verarbeitet alle Figuren aus Bram Stokers Dracula, sogar er selbst ist Teil der Geschichte. Wie er die Nachfahren der Urgründer in die heutige Zeit bringt, ist überzeugend beschrieben und liest sich logisch und schlüssig.
Immer wieder springt der Autor zurück in die Vergangenheit, die Zeit von van Helsing um 1900 und diese Teile der Handlung sind auch optisch sehr schön herausgehoben. Denn sie sind auf altem, vergilbten Papier gedruckt, was das Buch optisch noch einmal aufwertet.

Die gebundene Ausgabe zeigt auf dem Cover vorne die Shilouette eines Vampirjägers der alten Zeit in Anzug und Zylinder und auf der Rückseite ein (fast) identisches Bild, nur, dass der gleiche Jäger hier einen Sweatshirtjacke und Kopfhörer trägt. Ich finde es sehr gut gemacht, die Mischung als alt und neu, damals und heute gibt einen guten Hinweis auf die Erzählung zwischen den Buchdeckeln. 

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Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für eine sehr gut gelungene „Neuauflage“ der Geschichte um den alten Vampir Dracula und seine Anhänger, van Helsing, Frankenstein und viele andere bekannte Figuren. Sie kommt sicherlich sehr heftig und blutig daher aber vielleicht wirkt sie genau deshalb so wirklich und real. Leser die Blut „sehen“ können, werden ihre Freude an diesem Werk haben! Es wird eine Fortsetzung der Geschichte geben …. 

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Ich danke Karfie von Literatur und mehr für die Weitergabe des Buches :) !

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