Ich bin kein Serienkiller von Dan Wells (5/5)

 

 

 

Ein Thriller, der mich von den ersten Zeilen an irgendwie an den Film „Sieben“ erinnert hat, obwohl er eigentlich eine völlig andere Handlung erzählt.

John Wayne Cleaver ist 15 Jahre alt und lebt mit seiner Mutter zusammen über einem Leichenschauhaus, da seine Mutter und ihre Schwester dies als Bestatterinnen leiten.

John ist ein stiller, ruhiger Teenager, der eigentlich keine Freunde hat, da er keine Freundschaften entwickeln kann aber seinen älteren Nachbarn aufopferungsvoll in allen Tätigkeiten behilflich ist.

Seine ganze Leidenschaft sind Serienkiller, er weiss alles über jeden der Geschichte bis ins kleinste Detail und er ist überzeugt über kurz oder lang selber einer zu werden. Er hat alle klassischen Voraussetzungen, die er regelmässig mit seinem Therapeuten bespricht.

Seine zweite Leidenschaft ist die Arbeit im Leichenschauhaus. Dort ist er ganz er selbst, wenn er seiner Mutter und Tante hilft, die eingetroffenen Leichen einzubalsamieren und perfekt für die Beerdigungen herzurichten.

John weiss, dass in ihm ein Monster lebt und er hat sich selber strenge Regeln gesetzt um dieses Monster nicht herauszulassen. Er tut alles, damit es niemals die Überhand über sein Wesen gewinnt.

Dann beginnt eine unheimliche Mordserie in dem kleinen Ort in dem er lebt. John beginnt sich in den Serienkiller hineinzuversetzen – was ihm nicht schwerfällt, ist er ja überzeugt, selbst ein klassischer Fall zu sein – und erstellt ein perfektes Verbrecherprofil. Er will den Mörder stellen und die Mordserie beenden und dies kann er nur mit der Hilfe von Mr. Monster…..

 

Dan Wells Debutroman ist gelungen und sehr spannend und kurzweilig. Ein Pageturner, mit relativ kurzen Kapiteln – was gemein ist  😮  – die einen durch das Buch fliegen lassen. Der Inhaltsangabe nach hatte ich die Handlung anders vermutet, als sie sich entwickelte. Sie war besser als ich erwartet hatte. Ein klassischer Thriller, der teilweise recht brutal ist, wenn die Mordopfer beschrieben werden. Einen Hauch von Fantasyeinfluß hat dieser Roman auch, was man erst dann merkt, wenn klar wird, wer der Serienkiller ist. Dies ist aber nicht störend oder macht das Buch unglaubwürdiger, es gibt genügend Geschichten über Vampire, etc. (NEIN! Keine Vampire im Serienkiller!)

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben aber in der Vergangenheitsform. Die Wortwahl ist gut und Dan Wells hat dem Protagonisten durch seine Wortwahl eine grosse Intelligenz präsentiert und ihn sehr sympathisch dargestellt.

Dieser Debutroman von Dan Wells erhält von mir 5 von 5 Punkten für das Genre Thriller und das Folgebuch „Mr. Monster“ habe ich ebenso in einem Tag verschlungen (Rezension folgt…) wie diesen ersten Teil!

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