Drei von Stephen King – Teil II „Der dunkle Turm“ (5/5)

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Erhältlich als durchgelesene Neuausgabe als
Taschenbuch im HEYNE-Verlag
Preis: 8,95 €
ISBN-Nr.: 978-3453875579

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Der zweite Teil beginnt etwa sieben Stunden, nachdem Roland das lange Gespräch mit dem schwarzen Mann geführt hat. Er erwacht um Jahre gealtert (Walter – der schwarze Mann ist zu Knochen und Staub verfallen) am Strand des westlichen Meeres und es wird gleich dramatisch. Mutierte Riesenhummer greifen den Revolvermann an und verletzen ihn schwer. Er verliert zwei Finger seiner rechten Hand, was für ihn natürlich ein sehr schlimmer Verlust ist. Das Halten eines Revolvers mit dieser Hand in nun nahezu unmöglich. Durch diesen Biss wird er ausserdem schwer vegiftet und Roland wird krank. Er bekommt starkes Fieber, eine Blutvergiftung und ist sehr schwach.
Dennoch schleppt er sich vorwärts, immer den Strand nördwärts entlang, auf der Suche nach den drei ihm vorhergesagten Gefährten. Auf diesem Weg findet er nach und nach drei seltsame Türen, die frei auf dem Strand stehen.
Durch diese gelangt Roland nach New York, aber immer in anderen Zeiten. Er trifft mitten im Flugzeug auf den Gefangenen (des Heroins) Eddie Dean im Jahre 1987. Er zieht ihn mit hinüber in seine Welt, was bei Eddie mit sehr viel „Vorarbeit“ verbunden ist.
Im Jahre 1964 trifft er bei der nächsten Türe auf die schwarze, verkrüppelte Odetta Susannah Holmes. Die Bezeichnung ‚Herrin der Schatten‘ trifft es bei ihr mehr als gut. Sie verlor bei einem U-Bahn Unfall beide Beine und in ihr leben zwei völlig verschiedene Wesen. Auch sie wird durch Roland in seine Welt gezogen, was nicht unbedingt ungefährlich ist
Nun gilt es noch die dritte Person zu finden oder zu „ziehen“ wie Roland es nennt und noch eines ist wichtig…. Roland braucht dringend Medikamente aus der „anderen“ Welt. Es geht ihm zunehmend schlechter und lange schafft er es nicht mehr. Außerdem belastet noch etwas den Revolvermann stark. Er wird von Jake heimgesucht, dem Jungen, den er unter dem Berg hat fallen lassen…..

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War Schwarz noch eine einleitende Geschichte für mich, die ich zwar gut aber für einen Stephen King Roman eher mässig fand, so hat King es bei Drei geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Es gibt viele Längen, die ich aber nicht als solche empfunden habe. Denn Roland wandert nun einmal tagelang (allein oder später mit Gefährten) einen Strand entlang und ausser, dass nach der Dämmerung die Monsterhummer aus dem Meer kriechen, passiert eigentlich nicht viel. Und doch geschieht eine Menge.
Die Szenen, in denen Roland in den zu ziehenden Personen „nach vorne geht“ sind sehr gut geschrieben. Der Autor stellt seine Figuren so echt dar, dass sie mir sehr ans Herz gewachsen sind. Sei es Eddie, der es wirklich nicht einfach hat in dieser anderen Welt oder Odetta/Detta , die durchgeknallte, farbige Krüppelin, die es in der Tat in sich hat.
Beim „ziehen“ des dritten Gefährten sind wahrscheinlich alle Fans so enttäuscht gewesen, wie ich. Denn die Person die wir uns alle gewünscht haben ….

Stephen King hat mit dem Turm eine Idee und eine Welt geschaffen, wie sie schräger nicht sein kann. Ein apokalyptisches Endzeitbild, dass dennoch immer wieder an den Wilden Westen erinnert. Die Ausflüge in „unsere“ Welt, auch wenn es in unterschiedlichen Jahren ist. Der Turm macht einfach nur Spass, Lesevergnügen pur. Der dunkle Turm ist ein absolut untypischer King. Er beweist eindeutig, dass er mehr als nur ein Horrorschreiberling ist. Respekt, das ist ihm gelungen.

tot. habe ich bereits gelesen, die Rezension dazu werde ich auch schreiben und nun habe ich mit Glas angefangen. Ich bin wirklich nur froh, dass ich die gesamte Reihe hier im Regal stehen habe. Denn zur Zeit der ersten Veröffentlichungen mussten die Fans mitunter 4 Jahre (!) auf den nächsten Teil warten. Das kann in Qualen ausarten 🙂

Auch wenn ich Drei noch in der originalen HEYNE-Erstausgabe gelesen habe, die ja nun bekanntlich gerne mit Fehlern versehen sind, erhält dieser zweite Teil von mir die volle Punktzahl: 5 von 5 Sternen.

Und da ich nun meine Rezension verfasst habe, werde ich mir nun andere Rezensionen zu diesem Werk ansehen. Vorher lese ich sie nie, damit ich mich nicht – unbewusst – beeinflussen lasse. Sollte jemand denken, ich hätte oben zu viel von der Handlung verraten, das ist nicht der Fall. Es gibt noch unendlich vieles zu entdecken und erfahren, die Spannung des Lesens wird erhalten bleiben….

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© Buchwelten 2011

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One thought on “Drei von Stephen King – Teil II „Der dunkle Turm“ (5/5)

  1. Gefällt mir wieder sehr gut und gerade bei der 3. Person sind wir uns einfach mehr als einig, Marion. Ich war MEHR als enttäuscht… -.-

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