Die tote Schwester von Stephan Brüggenthies (5/5)

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Erhältlich als gebundene Ausgabe
Eichborn Verlag
Preis: 16,95 €
ISBN-Nr.: 978-3-8218-6131-9

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Zbigniew Meier hat mit seiner gerade volljährig gewordenen Freundin Lena einen Liebesurlaub in New York verbracht. Sie erlebten dort schöne Tage, wobei auch kleine Meinungsverschiedenheiten die Stimmung ab und an trübten. Diese entstanden durch das Kennenlernen des pensionierten Cops Samuel Weissberg. Weissberg hatte in der hiesigen Presse alles über Meiers letzten, spektakulären  Fall gelesen und tritt mit einer besonderen Bitte an ihn heran. Er soll für ihn seine Schwester zu finden, die im zweiten Weltkrieg als jüdisches Neugeborenes auf einem Hof versteckt worden sein soll, da die Eltern das Baby auf der Flucht nicht mitnehmen konnten. Samuel selbst (damals noch Heinrich, 4 Jahre alt) war zu dieser Zeit bereits in die USA gebracht worden, dank eines väterlichen Freundes.

Zbigniew weiß nicht, wie er nach dieser langen Zeit noch irgendwelche Spuren dieses Mädchens finden soll und macht dem alten Ex-Cop dahingehend auch keine Hoffnung. Lena, seine Freundin, sieht das anders und findet die Reaktion ihres Freundes nicht angebracht. Sie ist der Meinung man muss ihm helfen.

Nach der Rückkehr aus New York am Kölner Flughafen angekommen, verschwindet Lena spurlos. Zbigniew war nur ganz kurz zur Toilette gegangen und Lena wollte vor der Türe eine Zigarette rauchen. Weg, einfach weg, in Luft aufgelöst. Meier ruft die Polizei, seine Kollegen leiten eine Fahndung ein und sein ehemaliger Partner Zeynel übernimmt die Leitung der Ermittlungen. Was ist geschehen, wurde seine Lena enführt? Und wenn, warum und von wem? ….

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Die tote Schwester ist der zweite Roman um Zbigniew Meier und ich habe den ersten Teil nicht gelesen. Das tat dem Verständnis dieser Handlung allerdings keinen Abbruch. Denn immerwieder werden die Zusammenhänge zum ersten Fall „Der geheimnislose Junge“ erläutert, so dass ich da sehr gut folgen konnte. Ich habe verstanden wie die Charaktere zusammenhingen und wie das jeweilige Verhältnis untereinander zustande kam.

Da wären wir dann gleich bei den Personen. Der Protagonist ist mir sofort ans Herz gewachsen, ein Polizist mit Ecken und Kanten aber sehr echt und sympathisch. Auch Lenas Figur und die „Nebenfiguren“ (Samuel, der Kollege Zeynel, Tonia – die Mutter des Opfers aus Teil I) sie alle sind greifbar und nicht blass. Alle Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und machen diesen Roman absolut aus. Und das bezieht sich sogar auf die kleinsten Nebenrollen, z.B. die Angestellte im, EL-DE Haus.

Der Schreibstil ist absolut fesselnd, von der ersten bis zur letzten Zeile ist dieser Roman nicht einmal annähernd langweilig. Es werden einige Fäden geworfen und gesponnen und mein Leser-Ermittlerhirn lief natürlich auf Hochtouren. Die vielen wörtlichen Reden – also die Gespräche der Personen untereinander – ließen diesen Roman wirken, als stünde man daneben und höre zu.

Ich bin in diese Story absolut eingetaucht und der geschichtliche Hintergrund ist hochinteressant. Sie bringt dem Leser den zweiten Weltkrieg und die Machenschaften der Nazis – weitab von staubigen Geschichtsbüchern – greifbar und nahe.
Zum Ende des Romans werde ich natürlich nichts verraten, ausser, es ist absolut gelungen und nicht vorhersehbar.

Der Eichborn Verlag präsentiert „Die tote Schwester“ in einer gebundenen Ausgabe mit einem schlichten – und mich daher sehr ansprechenden – Cover. Die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite ist kurz und knackig und verleitet zum kaufen. Mich hat es sehr gefreut, diesen Roman in einer der großen Buchhandelsketten ausliegen zu sehen.

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Mein Fazit: Absolut fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite – Ein Krimi mit sehr viel Zwischenmenschlichem, das Nahe geht.
Der Roman erhält von mir die volle Punktzahl 5 von 5 Sternen und ich werde weitere Romane von Stephan Brüggenthies lesen.

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Sollte ich euch neugierig und euer Interesse geweckt haben, der Roman ist hier erhältlich: „Die tote Schwester“ – Eichborn Verlag <- klick

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Ich danke Blog-dein-Buch und dem Eichborn Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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Wer noch mehr über den Autor Stephan Brüggenthies erfahren möchte, kann sich auf seiner Homepage umschauen:  Hompeage Stephan Brüggenthies

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© Buchwelten 2011

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4 thoughts on “Die tote Schwester von Stephan Brüggenthies (5/5)

  1. Der Krimi scheint ja wirklich gut zu sein, habe auch schon ein bisschen darüber gegoogelt und es scheint überall sehr gute Bewertungen zu bekommen. Ich bin eine leidenschaftlicher Krimileser und das gehört auch in meine Sammlung. Gelungende Rezension und schön, dass du das Ende nicht verraten hast 😉

    • Hallo Stefan,
      freut mich wenn dir meine Rezension gefällt. Ein absolut lesenswertes Buch. Und ich bin definitiv kein „nur Krimi“-Leser, sonder ein „quer-durch-den-Garten“-Leser 🙂 Und die Enden verrate ich nie!
      LG Marion

  2. Hallo,
    Das Buch bietet Qualität von der ersten bis zur letzten Seite. Selten hat mich ein Kriminalroman so sehr in seinen Bann gezogen wie dieser. Stephan Brüggenthies versteht es, ohne viel Blutvergießen, einen konstanten Spannungsbogen zu erzeugen, der mich sofort packt und in die Geschichte eintauchen lässt.
    Wenn Du möchtest, kannst Du meine Rezension dazu lesen. 🙂

    http://www.netzblogger.net/stephan-brueggenthies-die-tote-schwester-krimi-rezension-276

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