Vater, Mutter, Tod von Siegfried Langer (3/5)

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9783548610511_cover

Erschienen als Taschenbuch
im LIST Verlag
8,99 €
ISBN: 978-3-548-61051-1

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In einer Berlin-Neuköllner Wohnung stirbt ein kleiner Junge, war es ein Unfall oder Mord…
Eine Architektin aus Kleinmanchow geht in ihrer Mittagspause mit ihrer Mutter bummeln, verliert sie aus den Augen. Als sie – wieder zu Hause angekommen – ihrem Mann davon erzählt, erklärt er ihr verwundert, dass ihre Mutter bereits seit zwei Jahren tot sei…
Die Haushälterin der Familie Adam, Ayse, wird an der Haustüre von einer Unbekannten niedergeschlagen, die Frau nimmt den siebenjährigen Lukas mit, sie geht mit ihm auf den Rummelplatz…

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Liest sich das wirr? So empfand ich es, als ich das Buch angefangen hatte zu lesen. Es hat eine eine Weile gedauert, bis ich annähernd den Durchblick hatte. Ich habe aber auch einfach weitergelesen, ohne mich groß darum zu kümmern. Ich kenne das bereits von Thriller-Autoren, wie z.B. Fitzek, wo es Irrungen und Wirrungen gibt, die ich als Leser erst einfach einmal hinnehme, denn zum Schluß löst sich alles (erschreckend logisch) auf. So ist dieser Thriller auch aufgebaut. Zeitsprünge, Wechsel der Schauplätze und Handlungsstränge.
Im Grunde ist daran auch nichts auszusetzen und ich weiss eigentlich nicht genau, warum ich von der Story nicht gefesselt war. Die Idee ist gut und der Schreibstil ist auch angenehm lesbar. Aber irgendwas hat mir gefehlt. Die Charaktere waren für mich nie wirklich greifbar, am echtesten empfand ich noch Lukas, mit seiner kindlichen, fragenden, ängstlichen und doch mal widersprechenden Art.

Die Protagonisten war mir bis zum Schluß nicht nahe, was selten der Fall ist. Eigentlich wachsen mir die Figuren eines Romans ans Herz, selbst zu den „Bösen“ baue ich doch irgendeine Beziehung auf und ich bin dann gegen Ende der Lektüre traurig, sie bald verlassen zu müssen. Das war in diesem Roman leider nicht der Fall. Auch der Ermittler Manthey war für mich nicht greifbar, selbst dann nicht als er sich öffnete und einen Einblick in sein Privatleben gab.

Wer das Buch in die Hand nimmt, braucht keine Angst vor schrecklichen, blutigen Szenen haben. Ich würde die Handlung dann eher in die Richtung Psychthriller einsortieren. Die Stimmung blieb im Grunde immer ruhig, wenn auch bedrohlich. Je näher der Roman zum Ende kam, desto besser fand ich ihn. Das Ende widerum gefiel mir sogar ziemlich gut.

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Das Cover des Buches ist gelungen, ansprechend und passt absolut zur Geschichte. Die Seiten sind recht locker aufgebaut, 29 Zeilen pro Seite in einer nicht zu kleinen Schrift machen es angenehm und schnell lesbar. Die Kapitel sind nicht zu lang und nicht zu kurz.

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Mein Fazit: Insgesamt gesehen vergebe ich 3 von 5 Sternen – der Thriller hat eine gute Grundidee, war mir aber zu wirr und konnte mich leider nicht so in seinen Bann ziehen, wie ich es mir von einem Spannungsbuch wünsche.

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Ich danke dem LIST / Ullstein Buchverlage für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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Wer mehr über den Autor erfahren möchte, der kann   …. hier weiterlesen …..

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© Buchwelten 2011

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One thought on “Vater, Mutter, Tod von Siegfried Langer (3/5)

  1. Pingback: Sonderaktion des Autors Siegfried Langer zu “Alles bleibt anders” | Buchwelten

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