Solange du da bist von Marc Levy (3/5)

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Erschienen als
Taschenbuch
bei Blanvalet
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-442-37733-6

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Der junge Architekt Arthur ist gerade in seine neue Wohnung eingezogen, hat alle Kartons ausgeräumt und lässt sich zur Entspannung ein heisses Bad einlaufen. Er liegt in der Wanne, geniesst die Musik im Radio, taucht unter und wundert sich über denn extremen Stereosound unter Wasser. Er taucht wieder auf und bemerkt, dass er gar keinen Supersound aus dem alten Radio vernimmt, sondern das im Badezimmer jemand voller Hingabe zur Musik mitsummt und dazu mit den Fingern schnippst. Er steigt aus der Wanne, öffnet den Wandschrank und bekommt einen Mordsschreck. Da sitzt eine junge Frau im Schrank und das beste, sie freut sich total das Arthur sie sieht und hört. Als wäre diese Überraschung nicht schlimm genug, fängt diese fremde junge Frau auch noch umgehend an zu quasseln und macht keine Anstalten wieder aufzuhören.

Lauren wurde seit sechs Monaten von niemanden mehr gesehen oder gehört, seit dieser Zeit liegt ihr Körper im nahegelegenen Krankenhaus nach einem schweren Unfall im Koma und wird künstlich am Leben gehalten. Warum ihre Seele von ihrem Körper losgelöst ist kann sie sich selber nicht erklären. Gut, sie arbeitet als Assistensärztin in dem Krankenhaus in dem ihr Körper derzeit „ruht“ aber dieses medizinische Wissen, hilft ihr bei diesem Phänomen auch nicht weiter.

Nach anfänglicher Skepsis freunden die beiden sich an, mehr, sie stehen sich relativ schnell sehr nahe, denn Arthur ist ein sehr gefühlvoller und kein oberflächlicher Mann. Natürlich lässt er Lauren in der Wohnung verweilen, denn vor dem Unfall war es ihre Wohnung, die ihre Mutter an Arthur weitervermietet hat. Arthur und Lauren versuchen alles über Komapatienten herauszufinden und möchten natürlich nichts unversucht lassen, Lauren aus diesem Dauerschlaf zu befreien. Schwierig wird es in dem Moment, in dem die Ärzte Laurens Mutter davon überzeugen, die lebenserhaltenden Maschinen abzuschalten und sie einwilligt…..

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Die Geschichte gefiel mir gut, es ist eine schöne Idee, die Marc Levy umgesetzt hat. Denn was in Komapatienten vorgeht, weiss man in der Tat nicht wirklich. Der Schreibstil ist nicht aussergewöhnlich aber locker, flockig und angenehm.
Der Autor schreibt viel in der wörtlichen Rede, wobei er gerne in der direkten beginnt und dann in der indirekten fortfährt. Daraus folgen während des gesamten Romans flotte, rasante Wortwechsel, die eine schnelle Lektüre zur Folge haben.

Die beiden Protagonisten Arthur und Lauren waren mir sehr sympathisch. Arthur mit seiner gefühlvollen, ehrlichen, romantischen Art, die auf der Erziehung seiner Mutter beruht. Sie hat ihn als kleinen Mann sehr viel Liebe spüren lassen und sie hat ihn nie wie ein Kind behandelt, sondern ihn das Leben gelehrt und mit ihm „normal“ gesprochen. Sie ist an Krebs gestorben als Arthur klein war, aber die Lebenseinstellung seiner Mutter ist auf ihn übergegangen.

Lauren mit ihrer frechen, schlagfertigen und lebenslustigen Art war mir auch sehr sympathisch. Es hat Spass gemacht, sie und Arthur zu begleiten.

Der einzige, der mich stellenweise richtig genervt hat, war Paul – Arthurs bester Freund – der auch eine relativ grosse Rolle spielt und demnach oft zu lesen ist. Er spricht so übertrieben lustig, cool, locker, modern und muss immer einen zwingenden Witz machen, dass ich ständig dachte: Oh man, es reicht, rede doch mal normal. Das kam zwar auch vor, aber eben selten. Diese Figur fand ich einfach nur völlig übertrieben.

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Mein Fazit: 3 von 5 Sternen.

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Eine nette, romantische, schnell und leicht zu lesende Liebesgeschichte. Mal lustig und mal traurig. Es hat Spass gemacht aber war nichts so außergewöhnliches, dass es mich vom „Hocker gehauen“ hätte. Aber dennoch werde ich die zwei weiteren Bücher von Marc Levy lesen, die noch in meinem SUB stehen…. 😉

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© Buchwelten 2011

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