Gastrezension zu NACHTZUG von Wolfgang Brunner (5/5)

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05. Januar 2011! Schneechaos im gesamten Deutschland! Der Schriftsteller Thomas Kassner befindet sich im Nachtzug von Berlin nach Düsseldorf, um von dort aus weiter in seine Heimatstadt Hamminkeln am unteren Niederrhein (sic) zu fahren. Zur gleichen Zeit brechen aus einem Klonforschungsinstitut in der Nähe von Gütersloh in Ostwestfalen Hybriden aus, eine Kreuzung zwischen Mensch und Hyäne. Die genmanipulierten Bestien stoßen bei der Suche nach Nahrung auf den im Schnee steckengebliebenen Zug. Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt.

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Ich muss zugeben, dass ich Horror-Literatur bisher eher weniger gelesen habe. Eigentlich beschränkt sich meine Erfahrung damit auf die klassischen Romane wie ‚Frankenstein‘, ‚Dracula‘ oder ‚Der Golem‘. Das ich dieses Mal dennoch zu einem Buch aus dem Horror-Genre gegriffen habe, liegt an dem Autor, dessen ‚Cryptanus‘-Bücher mich fasziniert haben.
Aus diesem Grund konnte ich gar nicht anders, als diesen neuen Roman von Wolfgang Brunner zu lesen. Und ich muss sagen, trotz meiner anfänglichen Skepsis dem Genre gegenüber, hat Wolfgang Brunner mich auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Der Autor beherrscht dieses Genre ebenso. Ich habe das Buch an einem Wochenende durchgelesen, und ich muss sagen, ich habe mich auf keiner Seite gelangweilt. Brunner treibt das Tempo so voran, dass es schwerfällt, dass Buch kurz zur Seite zu legen. Nur selten passiert es mir, dass ich mit einem Buch in der Hand in die Küche gehe, und beim Teekochen weiterlese.

Die Komponente der Kritik an der Genforschung, eine Liebesgeschichte und natürlich auch das Gruseln haben mir beim Lesen ein sehr angenehmes, gruseliges Wochenende bereitet. Dazu muss ich sagen, dass ich in Bielefeld-Brackwede sozusagen an der Grenze zu Gütersloh wohne, und daher jetzt mit anderen Augen aus meinen Fenstern auf die Nachtlandschaft schaue.

Die Aufmachung des Buches aus dem Verlag P&B ist sehr schön gemacht. Ein toll gemachtes Coverbild ziert dieses großartige Buch. Wolfgang Brunner sagt von sich selber ja, dass er sich nicht auf eine bestimmte Kategorie eingrenzen lässt, und mit dieser neuen Sparte in seinem Œuvre beweist er es eindrucksvoll. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf sein nächstes Werk.

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Geschrieben von FOP – Frank Olaf Paucker am 23.10.2011

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