Der letzte Engel von Zoran Drvenkar (5/5)

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Erscheint am 01.10.2012
als gebundene Ausgabe
bei cbj
432 Seiten
Preis: 16,99  €
ISBN 978-3-570-15459-5
Kategorie: Jugend Fantasy-Thriller
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Motte ist 16 Jahre alt und lebt gemeinsam mit seinem Vater in Berlin. Seine Mutter hat ihn im Alter von 9 Jahren mitten in einer gemeinsamen Urlaubsreise in Dänemark verlassen.

Er hat einen besten Freund namens Lars und ist verliebt in Rike. Also eigentlich ein ganz normaler Typ mit einem Leben wie es andere Jungs in seinem Alter auch führen.

Alles ändert sich mit einer Email, die er plötzlich abends auf seinem Monitor liest:

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sorry für die schlechte nachricht

aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein

wir wollten nur, dass du das weißt“

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Motte hält diese Nachricht für einen echt saublöden Scherz, denkt sich aber trotzdem, dass es sicher sei, die Nacht durchzumachen. Es klappt … fast …! Gegen fünf Uhr morgens schläft Motte trotzdem ein und als er am nächsten Mittag aufwacht fühlt er sich ganz normal.

Er ist froh und erleichtert, dass es sich bei der seltsamen Mail offensichtlich doch um einen makabren Witz von irgendeinem Kumpel gehandelt hat.

Aber als Motte dann zur Toilette geht und in den Badezimmerspiegel schaut, entdeckt er auf seinem Rücken zwei Flügel und das ist gar nicht gut …

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Ich kannte bislang kein Buch dieses Autors, leider, wie ich im Nachhinein sagen möchte. Denn Zoran Drvenkar ist ein Schriftsteller, von dem ich unbedingt mehr lesen will.

Dieser Roman ist für Jugendliche ab 14 Jahre gedacht, somit als Jugendbuch eingestuft. Ich möchte ihn aber unbedingt auch Erwachsenen ans Herz legen, die gerne düstere Fantasy mit viel Hintergrund, Verwicklungen sowie Spannung und Dramatik lesen.

Der Autor schreibt in einem sehr guten Schreibstil, springt in der Handlung nicht nur zwischen den Erlebnissen seiner Protagonisten hin und her, sondern macht auch immer wieder Zeitsprünge, u.a. von einigen Jahrhunderten. Dies gestaltet das Lesen als sehr kurzweilig und abwechslungsreich.

Die Handlung hat viel mit Erinnerungen zu tun, der Leser bewegt sich in den Erinnerungen der Figuren und erlebt Dinge, die anfangs erst einmal verwirrend erscheinen können.

Es gibt in dem Roman z.B. nicht die klassischen „Guten“ und „Bösen“, denn die „gute“ Familie ist gar nicht so gut und die „böse“ Bruderschaft hat sehr gute Gründe für ihr Handeln. 

Wie diese ganzen Handlungsstränge miteinander verwoben sind löst sich nach und nach logisch auf und ist sehr stimmig und verständlich.

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Ja, die Geschichte handelt von Engeln. Nein, das Buch ist nicht religiös! Der Autor hat hier komplett andere Hintergründe geschaffen und sehr geschickt reale Figuren der Vergangenheit (die Brüder Grimm) in die Geschichte eingebaut.

Drvenkar hat in diesem Roman eine Reihe von Protagonisten und sie alle sind charakterlich sehr gut ausgearbeitet. Es gibt sowohl lustige, als auch dramatische, traurige und nachdenkliche Momente.

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Das Cover finde ich sehr ansprechend, eine Hand, die Federn festhält. Für mich passt sie sehr gut zur Handlung und die schlichten Farben gefallen mir. 

Mehr kann ich zur Ausgestaltung des Buches nicht sagen, denn ich habe ein Vorableseexemplar gelesen und das Buch erscheint letztendlich als gebundene Ausgabe.

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Der Roman scheint ein erster Teil einer Reihe zu sein und ich bin mehr als gespannt auf die Fortsetzung.

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Mein Fazit: Volle Punktzahl! 5 von 5 Sternen für diesen Roman, der absolut nicht nur für Jugendliche geschrieben ist. Eine sehr vielseitige, verzwickte Handlung, bei deren Lektüre man schon aufmerksam sein sollte. Engel sind keine religiösen Himmelswesen. Nein, hinter ihrer Geschichte steckt viel viel mehr und ich war so sehr gefesselt, dass ich den Roman verschlungen habe!

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Ich danke dem cbj Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars..

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Wer einige Worte des Autors Zoran Drvenkar zu diesem Roman hören möchte, der sollte hier vorbeischauen:

Werkstattbericht mit Video und Interview des Autors

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© Buchwelten 2012

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2 Antworten auf „Der letzte Engel von Zoran Drvenkar (5/5)

  1. Ich freue mich das du Zoran für dich entdeckt hast. Du hast jetzt noch ganz viel tolle Bücher vor dir, die du von ihm lesen kannst.

    Deine Rezension, würde ich nicht schon voll auf diesen Autor abfahren, hätte mich restlos überzeugt. Sehr gut geschrieben und ich bin jetzt noch viel neugieriger :-))

    Danke ❤

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