Schneckenkönig von Rainer Wittkamp

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Erschienen als Taschenbuch
im grafit Verlag
insgesamt 255 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-89425-416-2
Kategorie: Krimi

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Bis zu seiner Zwangsversetzung war Kommissar Nettelbeck einer der besten Ermittler im LKA in Berlin. Nachdem er einem Kollegen eine Kugel ins Bein schoss, wurde er in die Abteilung »Versorgung« verlegt. Dort durfte er sich um die »wichtigen« Aufgaben der Beschaffung von Büromaterialien aller Art kümmern. Also ein todlangweiliger Job für einen Kommissar mit Herzblut.

Durch den Urlaub seines Nachfolgers wird Nettelbeck nach dem Fund einer Leiche in einem Abflussrohr wieder ins Ermittlerteam gerufen. Sein ehemaliger Partner hat sich dafür eingesetzt. Seine Vorgesetzte ist nicht sonderlich erbaut von dieser Lösung, stimmt jedoch widerwillig zu.

Bei dem Toten handelt es sich um einen Ghanesen und die Ermittlungen führen Nettelbeck zu einem christlichen Missionswerk, das das Werk Gottes unter dem Einsatz von sehr viel Geld preist.

Nettelbeck steht unter enormen Zeitdruck. Er muss Ergebnisse liefern. Ihm bleiben nur wenige Tage, bis der verreiste Kollege wieder im Dienst ist. Und da er in dieser Urlaubsvertretung seine Chance sieht, endlich wieder seine Arbeit zu tun, will er um jeden Preis diesen Fall nicht nur behalten, sondern auch lösen …

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Der Autor Rainer Wittkamp liefert mit Schneckenkönig seinen ersten Kriminalroman. Jedoch ist ihm dieses Genre bei weitem nicht unbekannt. Denn er schrieb u.a. bereits einige Drehbücher für die Fernsehserie »Soko«.

Der Roman umfasst etwa 250 Seiten und ist in einem luftigen Zeilenabstand gedruckt. Dadurch liest sich der Krimi recht flott, ich habe ihn in zwei Tagen durchgelesen.

Der Autor schreibt in einem angenehmen, einfachen, lockeren, nicht flachen Schreibstil. Die Charaktere seiner Protagonisten wirken sympathisch, aber nicht außergewöhnlich. Die Handlung ist nicht sonderlich fesselnd und spannend, mir hat das Lesen dennoch Spaß gemacht und ich fühlte mich keineswegs gelangweilt.

Gut gefielen mir die Zwischenteile aus Sicht des »Scheckenkönigs«, hier wurde ich als Leser zum Nachdenken gebracht, um herauszufinden, wer sich wohl dahinter verbirgt. Auch, dass der Krimi in Berlin spielt, hat mir als Berlin-Liebhaberin natürlich gefallen. Ansonsten ist der Roman aber »einfach ein Krimi, wie es so viele gibt«: Ein querulanter und eigenwilliger Kommissar. Ein junger, unbedarfter Partner, der aber wieder Erwarten doch sehr gut mit ihm auskommt. Hilfsbereite Kollegen und misstrauische Vorgesetzte. All dies ist nicht wirklich außergewöhnlich neu.

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Mein Fazit: 3 von 5 Sternen für einen guten Krimi, der sich angenehm leicht und flott liest. Nichts außergewöhnlich Spannendes, jedoch auch nicht langweilig. Einfach ein guter Durchschnittskrimi. Ich habe schon bedeutend schlechtere, aber auch bessere Kriminalromane gelesen.

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Ich danke dem grafit Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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© Buchwelten 2013

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