Ariel. Tod der Spinnenfrau von Harri Nykänen

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Erschienen als Taschenbuch
im grafit-Verlag
insgesamt 283 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-89425-569-5
Kategorie: Krimi

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Als der Ermittler Ariel Kafka an den jüngsten Tatort gerufen wird, ist er doch sehr überrascht. Neben der Leiche der bekannten Spinnenfrau Maija Erkkilä befindet sich dort ein weiteres Opfer. Dies ist kein geringerer, als sein ehemaliger Vorgesetzter Aimo Ikonen. Er wurde vor einigen Jahren pensioniert und Kafka fragt sich natürlich, ob dieser irgendwelche Verbindungen zur Unterwelt Helsinkis hatte?

Im Laufe seiner Ermittlungen entdeckt Kafka, dass sein ehemaliger Chef nicht der Mensch war, der er vorgab zu sein. Zunächst einmal verband ihn offensichtlich ein jahrelanges Verhältnis mit der „Spinnenfrau“, außerdem verfügte er über ein beträchtliches Vermögen, dass er nicht mit seinem regulären Gehalt als leitender Ermittler angehäuft haben konnte.

Einen angenehmen Nebeneffekt haben die Ermittlungen für Kafka dennoch. Ikonens Tochter, eine sehr anziehende Künstlerin, ist aus dem Ausland zurück nach Helsinki gekommen. Und sie ist nicht Kafka nicht nur bei der Arbeit behilflich, sie scheint auch privat Interesse an ihm zu zeigen.

***

Anhand der Kurzbeschreibung des Romans hatte mich die Handlung interessiert. Als ich dann das Buch in der Hand hatte und die Personenbeschreibungen las, dachte ich schon, dass ich bei den vielen – sehr schweren – finnischen Namen gewiss ins Schleudern komme. Ich mag skandinavische Krimis und habe von daher auch schon einige gelesen (natürlich Mankell und Larsson, aber auch Marko Kilpi oder Jørn Lier Horst). Allerdings empfand ich bislang keinen als so kompliziert, bezogen darauf, den Überblick über die Personen zu behalten.

Sicher hatte ich schnell raus, wer die näheren Kollegen von Kafka sind, allerdings brauchte ich eine Weil,e um mir zu merken, welcher der beiden die weibliche und wer die männliche Figur ist. Was die „Bösen“ angeht, war dies schon etwas verwirrender. Denn da gab es nicht nur ein Reihe an Verbrechern, die es auseinanderzuhalten galt, einige Personen tauchten dann noch unter einem anderen Namen auf. Das Leseverständnis war von daher schon wirklich schwer erarbeitet.

Die Handlung an sich war gut aufgebaut und hat mich auch gefesselt, jedoch wurde auch diese gegen Ende des Romans recht kompliziert. Hier den Durchblick zu behalten war recht anstrengend.

Dies ist offensichtlich der zweite Roman um den sympathischen jüdischen Ermittler Ariel Kafka, der mir wiederum sehr schnell ans Herz gewachsen ist. Ein netter, völlig normaler Typ, den Religion nicht wirklich interessiert. Dieser Charakter war es sicherlich, der mich aufgemuntert hat, bis zum Ende durchzuhalten.

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Mein Fazit: 3 von 5 Sternen für einen guten Krimi um einen sympathischen Ermittler. Der allerdings auf Grund der vielen, recht schwierigen Namen einen guten Teil an Konzentration erfordert, um den Durchblick zu behalten/erhalten.

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Ich danke dem grafit Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

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© Buchwelten 2013

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