Sterbensschön von Chelsea Cain

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Erschienen als Taschenbuch
bei blanvalet
insgesamt 416 Seiten
Preis: 9,99  €
ISBN: 978-3-442-38151-7
Kategorie: Thriller

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So langsam aber sicher beginnt Archie Sheridan wieder „normal“ zu leben, zumindest so gut es unter seinen Umständen möglich ist. Die seelischen Wunden, die die schöne Serienkillerin Gretchen Lowell ihm zugefügt hat, werden wahrscheinlich niemals so vernarben, wie die körperlichen Narben. Aber immerhin ist Archie von den Schmerzmitteln runter, er hat die Tablettensucht besiegt.

Dennoch ist er in Gedanken nach wie vor oft bei Gretchen, doch er wahrt den Abstand zu ihr. Archie ist in eine neue Wohnung gezogen, in ein geräumiges Loft, wo angenehmerweise gerade eine attraktive Nachbarin die Wohnung unter ihm bezieht. Sie gefällt ihm, vielleicht hat das ein klein wenig mit der optischen Ähnlichkeit zu Gretchen zu tun?

Jedoch kommt Archie beruflich nicht zur Ruhe. Das Hochwasser ist zwar überstanden, doch die Aufräumarbeiten in der Stadt laufen noch auf Hochtouren. Und dann wird eine Leiche entdeckt. Das Opfer wurde im Park erhängt, geknebelt und gehäutet. Der Mordfall zeigt nicht Gretchens Handschrift, was auch nicht möglich sein kann. Denn Gretchen sitzt sicher in der Psychiatrie und wird zu Archies Freude so sehr unter Medikamente gesetzt, dass die Beauty Killerin nicht einmal mehr ihre Schönheit als Waffe nutzen kann, denn die ist derzeit dahin.

Und trotzdem erreicht Archie aus der Klinik eine Nachricht von Gretchen. Die liefert sie nicht an ihn direkt, denn sie weiß, dass er nicht zu ihr kommt. Nein, sie lockt die Journalistin Susan Ward mit einem Interview. Gretchen behauptet Details zum aktuellen Mordfall zu kennen, sie nennt sogar einen Namen. Was führt diese Frau wieder im Schilde? Spielt sie wieder ihr geliebtes Katz und Maus Spiel mit Archie? Weiß sie wirklich etwas oder versucht sie erneut, ihn zu sich zu locken, weil sie genauso wenig von ihm lassen kann, wie er von ihr? Und die wichtigste Frage: Bleibt Archie stark …?

***

Ich bin bekennender Fan der Gretchen Lowell Reihe, wobei ich seinerzeit an den ersten Teil mit gemischten Gefühlen heranging. Ich dachte, dass was ich letztendlich lese, erfüllt nicht die Erwartungen, die ich im Vorfeld hatte. Doch dem war nicht so. Furie (Teil 1), Grazie (Teil 2) und Gretchen (Teil 3) waren für mich alle drei 5 Sterne Thriller. Totenfluss zähle ich persönlich als Teil 4 der Archie Sheridan-Reihe, jedoch nicht konkret in die Gretchen Reihe, da sie in dem Roman eigentlich so gar keine (aktive) Rolle spielt. Totenfluss war auch gut und spannend, kam für mich aber nicht ganz an die Gretchen Romane heran.

Um so neugieriger war ich natürlich auf das neuste Werk der Autorin. Und auch dieser Teil hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Auch wenn dieser Roman 416 Seiten umfasst, hatte ich ihn in zwei Tagen durchgelesen. 

Alle bekannten Personen sind noch mit dabei: Archie Sheridan natürlich zu allererst, dann Henry Sobol, sein treuer Partner und guter Freund. Auch Susan Ward, die toughe, neugierige und mutige Journalistin mit ständig wechselnder Haarfarbe (diesmal in Orange). Sie und Archie verbinden eine Menge dramatischer Momente und mittlerweile pflegen die beiden so etwas wie eine gute Freundschaft.

Chelsea Cain schafft es erneut diese besondere Stimmung der Romane zu erschaffen und durchgehend zu halten. Die Morde sind krass und extrem und auch so beschrieben. Dies ist nichts für schwache Lesernerven. Aber es passt und gehört für mich in diese Handlung. Sie streut mehrere Fäden aus, die sich letztendlich alle miteinander verbinden, dies ist aber wieder geschickt aufgebaut und nicht leicht durchschaubar.

Was allerdings diese Romane von Anfang an ausmacht, ist diese krankhafte Beziehung/Abhängigkeit zwischen Archie und Gretchen. Jedesmal schafft es Chelsea Cain aufs neue, mich als Leserin mit diesen Protagonisten zu packen und nicht loszulassen, bis ich die letzte Seite zu Ende gelesen habe.

Die Cover der zwei letzten Romane gefallen mir optisch nicht mehr so gut, wie die der ersten Bände. „Totenfluss“ zierte ein Seestern, was für mich noch irgendwie zu einem Hochwasser passt, findet sich auf dem neusten Cover ein Insekt, was mich an das „Viecher-Design“ der Dean Koontz Romane erinnert. Es sieht nicht schlecht aus, passt für mich allerdings nicht zur Handlung.

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Mein Fazit: Erneute 5 von 5 Sternen für den neusten Teil um die Beauty-Killerin Gretchen Lowell. Die Autorin fesselt mit Handlung und den von ihr erschaffenen Charakteren von der ersten bis zur letzten Seite. Cain schreibt heftig, blutig, spannend, aber auch ruhig und gefühlvoll. Und sie beschreibt absolut überzeugend diese kranke zwischenmenschliche Beziehung. Das Niveau und die Qualität ihres Schreibens lässt auch in diesem 4. oder 5. Teil (wie man es nun sieht) kein bisschen nach.

 . Ich danke blanvalet für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

MEHR  ZU  CHELSEA  CAIN  AUF  BUCHWELTEN

Rezension zu Furie

Rezension zu Grazie

Rezension zu Gretchen

Rezension zu Totenfluss 

Deutsche Homepage von Chelsea Cain

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© Buchwelten 2013

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