Phoenix von Jan Aalbach

Erschienen als Taschenbuch
im Piper Verlag
insgesamt 508 Seiten
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-492-26964-3
Kategorie: Thriller
Erscheinungstermin: März 2014

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Der Meisterkoch Elias Meerbaum wird von einem undurchsichtigen Milliardär angeheuert, eine Substanz, die sogenannte „Asche des Phoenix“, zu finden, die ewiges Leben verspricht.
Zuerst ist Meerbaum mehr als skeptisch, doch als er plötzlich selbst in eine lebensbedrohende Situation kommt, nimmt er den Auftrag an. Eine uralte Rezeptur, verschlüsselt in einem Gedicht, enthält die Zutaten und die genaue Zubereitung der Substanz.
Um an die benötigten Bestandteile zur Herstellung der Essenz zu kommen, begibt  sich Meerbaum mit der charmanten Ärztin Xi auf eine Reise, die ihn um die ganze Welt führt.

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„Phoenix“ ist Jan Aalbachs Debütroman und die Inhaltsangabe macht enorm neugierig, suggeriert sie doch einen mystischen Abenteuerroman, obwohl der Verlag das Buch unter der Rubrik „Thriller“ veröffentlicht hat.
Als allererstes sei darauf hingewiesen, dass es sich bei „Phoenix“ nicht um einen Thriller, sondern eher um einen fantastischen Abenteuerroman handelt.

Aalbach hat hervorragend recherchiert, das ist keine Frage, auch wenn das im Roman angewandte Wissen teilweise überfrachtet wirkt. Dennoch ist dem Autor ein rasantes Abenteuer gelungen, das auf weiten Strecken an die „Indiana Jones“- und „Lara Croft“-Filme erinnert. Geheimnisvolle Höhlen und rätselhafte Seen sind nur einige der Schauplätze, die den Leser erwarten.

Bis zur Hälfte hat mir das Buch auch ganz gut gefallen, auch wenn ich bis dahin schon ein paar Mal über flapsige Ausdrücke hinweggelesen habe.
In der zweiten Hälfte des Romans wurden diese umgangssprachlichen Wendungen aber meinem Empfinden nach immer mehr und das hat mir persönlich dann leider nicht mehr so gut gefallen und mir teilweise sogar die Spannung genommen.
Aber ich denke, dass diese Schreibweise einfach nur Geschmackssache ist und bei vielen Lesern mit Sicherheit ankommt, da sie die Handlung auflockert und mit teils gelungenen Witzen garniert.

Insgesamt wird dem Leser ein unterhaltsames und gut lesbares Adventure geboten, das die meiste Zeit großen Spaß macht. Hätte der Autor die Geschichte weniger „witzig“ gestaltet, wäre ein für mich bedeutend besseres Buch entstanden. Aber, wie gesagt, die Geschmäcker sind da mit Sicherheit verschieden.
Was mich allerdings wirklich gestört hat, war, dass eine wieder zum Leben erwachte Königsmumie, gegen die die Protagonisten kämpfen mussten, salopp „Dusty“ genannt wurde. Das war für mich ein echter Spannungs- bzw. Drama-Killer.

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Mein Fazit: Mystischer Fantasy-Abenteuerroman im Stil der „Indiana Jones“-Filme, der einen guten Start hinlegt und gegen Ende leider immer flacher auf mich wirkte. Für die erste Hälfte gäbe ich gerne vier Sterne, für die zweite allerdings nur zwei, so dass in der Endwertung eine glatte 3-Sterne-Rezension daraus wird.
Aalbach hat enorm gut recherchiert, was dem Buch auf jeden Fall Qualität verleiht, aber er hat meiner Meinung nach das Potential einer wirklich guten Idee durch den teilweise flapsigen Schreibstil nicht ausgeschöpft.

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Ich danke dem Piper-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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© Buchwelten 2014

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