Mädchenjäger von Paul Finch

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Mädchenjäger
Erschienen als Taschenbuch
bei PIPER
insgesamt 464 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-492-30462-7
Kategorie: Thriller

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Detective Mark „Heck“ Heckenburg ist Sergant der Abteilung Serienmorde und hat die letzten zwei Jahre daran gearbeitet, die Verschwinden und wahrscheinlichen Morde an 38 Frauen aufzuklären. Alle standen mitten im Leben, hatten Familie und gute Jobs. Und sie alle verschwanden während „normalen“ Alltagsabläufen spurlos. Heck ist sicher, dass diese Fälle zusammenhängen. Seine Vorgesetzten sehen das (natürlich auch aus finanziellen Gründen) anders. Sie legen den Fall/die Fälle auf Eis, sehen ihn/sie als derzeit abschlossen. Heck ist damit alles andere als einverstanden. Offiziell lässt er sich für gute vier Wochen beurlauben, um natürlich in seiner Freizeit weiter zu ermitteln. Mit seiner Vorgesetzten Gemma Piper spricht er darüber und sie gibt ihm mehr oder weniger seinen Segen. Während Heck eine wichtige Spur verfolgt, bekommt er unerwartete Hilfe von der Schwester einer der vermissten Frauen. Lauren Wraxford, Soldatin, lässt sich nicht abwimmeln und will gemeinsam mit Heckenburg herausfinden, was mit ihrer Schwester geschah. Dies hat sie ihrer Mutter versprochen. Eine Suche beginnt, die mit jedem Teil des Puzzles, welches die beiden mühselig ineinanderfügen, immer gefährlicher wird …

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Dies ist er der erste Roman von Paul Finch um seinen Ermittler Mark Heckenburg, den ich jedoch als zweiten lese. Denn da mir der Nachfolger „Rattenfänger“ so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt die erste Geschichte um „Heck“ lesen.

Und wie sein Nachfolger war der Roman fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Die Handlung ist sehr gut aufgebaut, der Leser rätselt und fiebert mit, blickt nicht durch, ahnt, hofft und leidet. Zwischenzeitlich sind die Szenen wirklich heftig und brutal. Also sollte man nicht so ganz zartbesaitet sein, wenn man zu diesem Thriller greift. Für mich passen diese Stellen sehr gut in die Story und werden ja auch nicht als sinnloses Gemetzel dargestellt.

Die Charaktere, die ich ja nun schon aus dem zweiten Fall kannte, habe ich hier nicht besser kennengelernt, als hätte ich diesen Teil zuerst gelesen. Das finde ich immer gut, denn sollten Leser zufällig auf den aktuellen Roman stoßen, blicken sie trotzdem durch und wissen wie die Personen zusammenhängen.

Paul Finch schreibt hoffentlich noch mehr Thriller um seinen Ermittler Mark Heckenburg, der mir mit seiner Art sehr sympathisch ist. Er überschreitet gerne mal die ein oder andere Grenze und ich finde, dass man es der Story auf jeden Fall anmerkt, dass der Autor sowohl als Polizist, als auch als Journalist gearbeitet hat. Er schreibt realistisch, spannend, fesselnd, krass aber dennoch sehr menschlich und auch gefühlvoll. Dies alles liefert Paul Finch in einem angenehmen, schön lesbaren, gut formulierten Schreibstil, der nie flach oder flapsig daherkommt.

Hier lautet der Originaltitel „Stalkers“, der viel besser zur Handlung passt, jedoch gibt in dem Fall der deutsche Titel zumindest Sinn. Ein schöner optischer Hingucker ist der knallgelbe Schnitt, im zweiten Teil ist er Orange. Gefällt mir sehr.

Mein Fazit: Für Leser, die gerne spannende, dramatische und rasante Thriller, bestückt mit krassen, heftigen Szenen, die auch blutig und brutal beschrieben werden, lesen, eine sehr sehr gute Wahl! Paul Finch liefert hier einen sehr guten Thriller, dem sein Nachfolger „Rattenfänger“ in nichts nachsteht.

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Hier gibt zu einem Interview mit Paul Finch:

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© Buchwelten 2015

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