Schattenboxer von Horst Eckert

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U1_978-3-8052-5079-5.inddErschienen als gebundene Ausgabe
mit Lesebändchen
im Wunderlich Verlag (Rowohlt)
insgesamt 400 Seiten
Preis: 19,95 €
ISBN: 978-3-8052-5079-5
Kategorie: Thriller

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In seinem zweiten Fall muss Vincent Che Veih den Mord an zwei jungen Mädchen aufklären. Das erste Mädchen wurde gerade beerdigt, als nur einige Tage später genau auf diesem Grab eine zweite Leiche abgelegt wird.

Für den Mord an dem ersten Mädchen sitzt der vermeintliche Täter bereits hinter Gittern, doch Veih stößt während seiner Ermittlungen tatsächlich auf Unstimmigkeiten und die Spur führt zu einem Kollegen. Veih geht dem nach und als der Fall durch den Staatsanwalt neu aufgerollt wird, drängt plötzlich die Zeit.

Veih hält sich in seinen Ermittlungen nicht im geringsten zurück, weil ein Kollege verdächtigt wird. Auch als seine eigene Mutter (mal wieder) ins Zentrum der Nachforschungen rutscht, macht Veih unbeirrt mit seiner Arbeit weiter. Er deckt Verbindungen und Machenschaften auf, die schon viele Jahre zurückliegen, an ihrer Brisanz allerdings nichts verloren haben.

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Der zweite Fall um den Kommissar Vincent Che Veih knüpft direkt an den ersten Roman an und wir treffen erneut auf bekannte Figuren und Personen. U.a. auf Anna Winkler, die Eckert Fans seit vielen Jahren kennen, sie ist natürlich wieder mit dabei. Vincent hat sich mittlerweile von seiner Freundin Nina getrennt, die aber dummerweise bei seiner Mutter wohnt, mit der er immer noch kein anständiges Verhältnis aufbauen kann. Als ehemalige RAF Terroristin hat sie ihn als Kind bei ihrem Nazi-Vater aufwachsen lassen. Vincents neue Freundin Saskia bedrängt ihn, mit ihr zusammenziehen, damit der kleine Oskar eine väterliche Bezugsperson erhält. Vincent geht das alles etwas zu schnell, doch direkt sagen mag er das auch nicht. Andererseits knistert es aber auch noch immer, wenn er Nina über den Weg läuft. Man sieht, auch privat ist wieder einiges los bei Vincent Che Veih und dieser zweite Handlungsfaden, der immer parallel zur eigentlichen Krimi(Thriller)handlung läuft, gefällt mir schon sehr gut.

Was den Fall angeht, hat Eckert wieder sehr interessante Hintergründe aufgetan. Er hat viel Politsches in seinem Roman verbaut, auch Themen wie Spionage und Erpressung. Die Handlung ist sehr kurzweilig und fesselnd. In der Sprache oder Darstellung gewisser (sexueller) Szenen ist Eckert – meiner Meinung nach – etwas heftiger und direkter als bisher, was mich aber nicht schockt, weil es einfach gut zur Handlung passt. Eckerts Krimis/Thriller lesen sich immer wieder sehr kurzweilig. Der Schreibstil ist locker und einfach zu lesen, jedoch nie flach.

Eckert springt in der Zeit der Erzählung immer einige Jahrzehnte vor und zurück. Einmal befinden wir uns in den 90er Jahren, in Zeiten der Ermordung eines Managers, der nach der Wende die Ostdeutschen Konzerne vermarktet hat. Dann wieder geht es in die Gegenwart und Eckert verbindet diese Morde, zwischen denen diese lange Zeitspanne liegt, sehr geschickt.

Der „neue“ Verlag präsentiert den Roman wieder als gebundene Ausgabe mit Leseband und einem Cover, dass sich optisch im Bücherregal hervorragend seinem Vorgänger „Schwarzlicht“ anpasst.

Mein Fazit: Der neue Eckert fesselt mit seiner Handlung wieder einmal vom Anfang bis zum Ende. Eckert schreibt Polizei-/Politthriller, die sogar Leser in Ihren Bann ziehen, die keine Politik mögen. So geht es mir immer wieder aufs Neue! Ich gebe hier sehr gerne eine unbedingte Leseempfehlung.

Ich danke dem Rowohlt/Wunderlich Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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