Tag des Zorns von William R. Forstchen

tag des zorns

Erschienen als Taschenbuch
im Festa Verlag
insgesamt 224Seiten
Preis: 13,95 €
ISBN: 978-3-86552-373-0
Kategorie: Thriller

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Islamistische Terroristen greifen die USA an.  Sie atttackieren landesweit Schulen und verursachen zeitgleich schwere Unfälle auf den Highways. Unter der Bevölkerung bricht Panik aus, als der religiöse Fanatismus der Angreifer immer schrecklichere Formen annimmt …

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Forstchen hat mich schon mit seinem Weltuntergangs-Szenario „One Second After“ begeistert. Nun legt er ein zweihundert Seiten starkes Buch vor, das dem Leser von Anfang bis Ende den Atem raubt. Der Militärhistoriker entwirft einen terroristischen Angriff, wie er realer gar nicht sein könnte und lässt uns an grausigen Ereignissen teilhaben, die man in seinem eigenen Kopfkino sieht, als wäre es ein Fernsehbericht. Es ist erschreckend, wie Forstchen diese Anschläge beschreibt, als wären sie tatsächlich geschehen.
Der Roman polarisiert, denn man könnte durchaus meinen, Forstchen zieht eine gerade Linie zwischen Gut und Böse, ALLE Amerikaner wären gut und ALLE Islamisten schlecht. Aber der Schriftsteller hat dieses Schwarz/Weiß-Denken nicht, sondert liefert einfach nur ein absolut realistisches Bild, wie solch ein schrecklicher Tag ablaufen könnte. Forstchen beschreibt einfach nur die (fiktiven) Vorgänge, entwickelt aber keine Lösungsvorschläge oder versucht, Beweggründe genauer zu differenzieren. Herausgekommen ist ein rasanter Pageturner, der zwar für den ein oder anderen rassistisch wirken mag, aber dennoch eine grauenhafte Realität aufzeigt, die unsere derzeitige weltpolitische Situation aufzeigt.

Extrem spannend und mit einem hohen Gewaltfaktor schildert Forstchen einen amerikanischen Alptraum, der entfernt an die Ereignisse am 11. September 2001 erinnert. Beklemmend und verstörend nimmt man Anteil an der Angst der Menschen, schleicht durch die Korridore einer besetzten Schule und bangt um das Leben der Kinder. Aber „Tag des Zorns“ ist kein lapidarer politischer Action-Roman, wie es vielleicht klingen mag. Auch wenn die Vorgänge fiktiv sind, könnten sie genau so ablaufen. Und dass Forstchen das momentan typisch amerikanische Feindbild in seinem Roman verarbeitet, ist völlig legitim und handlungsdienlich, zumal er nicht alle „Feinde“ über einen Kamm schert, sondern nur die terroristischen Gruppen als gegnerische Handlungsträger benutzt.

„Tag des Zorns“ ist schockierend und hinterlässt nach dem Lesen einen bleibenden Eindruck, zumal man sich eben solch ein Szenario in der Tat vorstellen kann (aber nicht mag). Kurz, knapp und ohne große Umschweife schleudert Forstchen seine Leser in diesen Alptraum und lässt ihn bis zum Schluss nicht mehr los. Da gibt es keine Sekunde zum Atemholen, denn die Handlung wird schonungslos vorangetrieben. Man darf gar nicht darüber nachdenken, dass solch ein Szeanrio tatsächlich möglich sein könnte …

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Fazit: Atemlos spannend und erschreckend realistisch. William R. Forstchen entwirft einen grauenvollen Terroranschlag, der von der ersten bis zur letzten Seite unterhält, aber auch schockiert.

© 2015  Wolfgang Brunner für Buchwelten

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