Jenseits von Wut von Lucie Flebbe

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Erschienen als Taschenbuch
im Grafit Verlag
insgesamt 309 Seiten
Preis: 12,00 €
ISBN:  978-3-89425-587-9
Kategorie: Kriminalroman

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Gerade noch sollte Edith „Eddie“, hübsch aufgestylt mit Ihrem künstlichen Zopf, in der Edel-Muckie-Bude Ihres Gatten Häppchen reichen, als sie auf einmal auf der Straße steht. Ihre Tochter Lotti und sie sind mehr als Hals über Kopf aus dem ehelichen Haus geflüchtet. Auslöser ist ein böser Streit mit Ihrem Mann, denn der ist nicht nur verletzend, sondern wirklich beleidigend. Im Nachhinein überlegt, war so eine Flucht längst nötig, so ein Ekelpaket wie Philipp geworden ist.

Doch was nun? Eddie braucht eine Wohnung, muss wieder arbeiten. Eigentlich ist sie nicht so wild darauf, wieder bei der Polizei zu arbeiten, doch was bleibt ihr für eine Wahl? Sie kann Teilzeit wieder einsteigen, sofort sogar, denn es ist Not am Mann. Dass Eddie nicht nur für einige Stunden Schreibarbeiten übernimmt, sondern sofort in eine Mordermittlung einsteigt, ist nicht der Plan. Doch genau so kommt es: Vor dem Jobcenter wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die brutal erschlagen wurde. Und die Mordkommission braucht jede Unterstützung. Und somit ist Eddie von einen Moment auf den anderen wieder mitten drin…

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Bislang habe noch keinen Roman von Lucie Flebbe gelesen. Doch da es sich um den ersten Teil einer neuen Reihe handelt, war der Einstieg natürlich kein Problem. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin ganz gut. Mit Witz und Humor aber auch Biss und Brisanz geht Flebbe an die Handlung des Romans heran.

Wir lernen die unterschiedlichsten Personen kennen und gerade die Nebencharaktere, wie z.B. „Mütze“, die völlig überlastete Mutter und Betreuerin, die Eddies neue Nachbarin wird, gefällt mir sehr gut. So gar nicht bieder und Mainstream, sondern schräg und etwas abgedreht. Aber eben herzensgut und einfach ein toller Mensch. Solche Figuren mag ich.

Der Handlungsstrang ist durch einen ständigen Blickwechsel zwischen Eddie und Zombie sehr abwechslungsreich und auch spannend aufgebaut. Der Roman ist sehr kurzweilig und man fliegt recht schnell durch die Seiten.

Mich hat der Nebenstrang um die Entwicklung der Protagonistin Eddie irgendwie mehr gereizt, als die Arbeit in der Mordkommission, was aber vielleicht auch daran lag, dass mir der Kollege und Vorgesetzte eher nicht so sympathisch war/ist. Was wiederum wohl von der Autorin so gewollt ist.

Im Zuge der Ermittlungen werden verschiedene Spuren verfolgt und Fäden ausgeworfen, die Entwicklung ist sehr schon unvorhersehbar, sodass die Lektüre nicht langweilig oder gar zäh wird.

Lucie Flebbe geht hier Vorurteile geschickt an und hält sie dem Leser ganz gut vor Augen. Denn es steckt oft viel mehr in oder „hinter“ Menschen als man auf den ersten Blick zu glauben vermag. Dass finde ich sehr gelungen.

Darum gebe ich hier gerne eine klare Leseempfehlung für den Roman/Krimi einer Autorin, die ich bislang noch so gar nicht ins Auge gefasst hatte. Aber man lernt ja bekanntlich nie aus und sollte immer offen für neues bleiben.

© Buchwelten 2018

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Der Outsider von Stephen King

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OutsiderErschienen als gebundene Ausgabe
(mit Lesebändchen)
im HEYNE Verlag
insgesamt 752 Seiten
Preis:  26,00 €
ISBN: 978-3-453-27184-5
Kategorie: Mystery, Thriller, Horror

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Sehr schnell steht fest, dass es Terry Mailand war, der den 11-jährigen Frankie Peterson auf die brutalste Weise geschändet und ermordet hat. Terry Maitland, Vorzeigebürger der Kleinstadt Flint City, ist als Englischlehrer und Trainer der Jugendbaseballmannschaft sehr beliebt, glücklich verheiratet und Vater von 2 Mädchen. Und doch sprechen sämtliche Indizien und forensischen Beweise eindeutig dafür, dass Terry diesen bestialischen Mord begangen hat.

Auf Grund der wasserdichten und mehr als eindeutigen Beweise beschließen Detective Ralph Anderson und Staatsanwalt Bill Samuels die Festnahme in aller Öffentlichkeit vorzunehmen und Terry Maitland für seine Tat bloßzustellen. Terry Maitland hat ein Alibi und auch Zeugen, die bestätigen, dass er zum Tatzeitpunkt nicht in der Stadt war. Aber die Beweise, dass er dennoch augenscheinlich die Tat begangen hat, sind glasklar. Die Obduktion am Leichnam des Jungen bestätigt dies zudem. Zeugen, die Terry Maitland in Flint City sogar mit dem Opfer gesehen haben, untermauern den Tatverdacht auch noch.

Und dennoch. Im Laufe der Ermittlungen tauchen immer mehr sonderbare Ungereimtheiten auf und stellen die vorliegenden eindeutigen Beweise trotzdem in Frage. Wie kann es sein, dass Maitland ganz offenbar zeitgleich an zwei Orten war …?

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Sicherheitshalber gebe ich eine Spoiler Wahrung ab. 😉

Ja, ich bin Stephen King Fan. Dennoch gibt es einige Romane von ihm, die ich nicht so berauschend fand. Und es gibt solche, die richtig gut waren, wo er jedoch meiner Meinung nach die Enden vergeigt hat. Die letzten Romane, die ich von ihm gelesen habe, waren jedoch durch die Bank alle richtig gut. Der „neue“ King, ich finde seine Geschichten klasse. Er hat es immer noch drauf, zu fesseln, das Grauen zu beschreiben und Unheimliches mit Unfassbarem zu kombinieren. Nach der Mr. Mercedes-Reihe hat mir auch „Sleeping Beauties“ sehr gut gefallen. Der war aber gegenüber diesem Roman hier ein Schmusebuch.

Mit „Der Outsider“ knüpft King eher an das Grauen der Trilogie um Brady Hartsfield (Mr. Mercedes) an. Und wenn ich Grauen schreibe, dann meine ich das wörtlich. In diesem Roman gibt es Stellen, die sind wirklich nichts für schwache Nerven. Es werden Dinge beschrieben, die kann und will man sich gar nicht vorstellen. Schockierend, Übelkeit erregend, schrecklich grausam und detailliert beschrieben.

Dieser Roman ist ein wirklicher Horror-Thriller, der sehr forensisch, aber auch übernatürlich ist. Er sprengt die Grenzen unserer Denkweise und stellt den Leser vor Phänomene, die nicht erklärbar sind. Stephen King verknüpft hier so geschickt alte Legenden und Sagen aus der mexikanischen und indianischen Kultur mit unserer Neuzeit, dass man nicht dran glauben will, es aber zwangsläufig muss. Es gibt eine typische amerikanische King-Stimmung, tolle Schauplätze wie staubige Farmen oder verlassene Orte, an denen es nur so knistert vor Spannung und Angst.

Was mir persönlich wahnsinnig gut gefallen hat ist auch, dass King hier einer ganz wichtigen Person aus der Mr. Mercedes-Reihe eine beachtliche Rolle zuschreibt. Diese Figur ist bestimmt allen Lesern der Trilogie sehr ans Herz gewachsen und sie gibt diesem Roman hier das gewisse Etwas. Mein Herz hat einen Freudensprung gemacht, als jemand den Telefonhörer in die Hand nahm, es am anderen Ende erst läutete und sich dann eine Stimme mit den Worten „Finders Keepers, Guten Tag“, meldete.

Mehr soll nicht verraten werden, lest diesen Roman unbedingt selbst. Ich gebe hier nicht nur allen Stephen King Fans eine absolute Leseempfehlung: Horror, Thriller, Mystik, Grauen, aber auch sehr viel Gefühl bietet dieser Roman in geballter Form, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Ich war sehr traurig, als ich nach ca. 750 Seiten diese Menschen aus Flint City wieder verlassen musste.

© Buchwelten 2018

 

Das ist das Originalcover. Ich muss sagen, dass sich Heyne da sehr schön an das Original gehalten hat 👍

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https://www.stephenking.com/

https://www.stephen-king.de/

https://www.kingwiki.de/index.php/Hauptseite

 

Stille Sünden von Silke Ziegler – Sina Engel II

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Erschienen als Taschenbuch
im Grafit Verlag
insgesamt 315 Seiten
Preis: 12,00 €
ISBN: 978-389425-588-6
Kategorie: Krimi

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Sina Engel ist mittlerweile stolze Mama, bekanntlich leider alleinerziehend und wieder voll berufstätig. Dennoch genießt sie ihre Mutterrolle sehr und darum geht ihr der neue Fall auch sehr an die Nieren.

Ein 11-jähriger Junge ist verschwunden. Offensichtlich ist er von zu Hause weggelaufen, jedoch kann sich keiner erklären, warum er das getan hat. Keine Probleme in der Schule oder mit seiner Mutter. Der Winter steht vor der Tür und das ist natürlich für einen kleine Jungen sehr gefährlich.

Als wären diese Ermittlungen nicht genug, wird auch noch ein Flüchtling direkt vor der Asylunterkunft erschossen. Grundlos wie es scheint. Der Schütze entkommt, die Suche beginnt.

Wieder einmal bekommt Sina Engel Unterstützung aus Heidelberg. Und zwar wird ihr kein anderer zugeteilt als Matthias Sommer. Genau der Kollege, mit dem sie schon einmal ermittelt hat und der ihr, als sie hochschwanger war, zur Seite stand. Damals hatte es schon geknistert zwischen den beiden. Doch nicht nur die Schwangerschaft und Carlos Tod hatten Sina damals vorsichtig sein lassen. Matthias war der Partner von ihrem verstorbenen Lebensgefährten und der hat leider einen Ruf als Schürzenjäger. Nach der Geburt von Sinas Kind hatten die beiden erst Kontakt gehalten, doch Sina hat ihn im Sande verlaufen lassen. Aus Angst … vor was? Einer neuen Liebe, einer neuen Beziehung ….

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Der zweite Fall um Sina Engel gefällt mir noch viel besser als der erste Teil. Das Thema ist schon heftig und ich weiß, wie schwer es ist, dieses Thema anzupacken und in einem Roman zu behandeln. Die Gratwanderung zwischen Grausamkeit und Gefühl ist nicht leicht (mein Mann hat selbst einen Roman zu diesem Thema verfasst). Silke Ziegler ist hier nicht seicht und hält mit der krassen Realität nicht hinterm Berg, also nichts für zu schwache Lesernerven.

Denn zweiten Handlungsstrang um den erschossenen Flüchtling lässt sie parallel laufen und wie sich die Stränge verbinden, bleibt abzuwarten und wird an dieser Stelle nicht verraten.

Auch der private Einblick in Sina Engels Leben kommt nicht zu kurz und, auch wenn sie nach wie vor sehr emotional ist, gefällt sie mir hier besser als im ersten Teil. Dort war sie mir ab und an zu weinerlich, das gibt sich in diesem Teil hier. Mir war sie viel sympathischer, wobei die Hormone und der Alltag ihr nach wie vor oft ein Schnippchen schlagen. Das liegt aber in der Natur einer jungen Mutter, die Arbeit und Baby handeln muss und dazu immer  noch den Vater ihrer Tochter betrauert. Dies alles macht aber richtig Spaß und nimmt den grausamen Momenten immer wieder ein wenig den Schrecken. Der Leser kommt zur Ruhe, kann mal durchatmen und sich erholen.

Fazit: Ein sehr guter und spannender Krimi, der mich überzeugt und gefesselt hat. Stellenweise sehr schlimm und krass, aber dennoch sehr real. Das hat Silke Ziegler wirklich gut gemacht. Weiter so!

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Schmerzensgeld von Michael Opoczynski

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SchmerzensgeldErschienen als gebundene Ausgabe
mit Lesebändchen!
im Benevento Verlag
insgesamt 288 Seiten
Preis: 20,00 €
ISBN: 13 9783710900440
Kategorie: Krimi

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Die Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen? Was ist das? Wer ist das? Es ist eine Gruppe von Männern und einer Frau, ganz normale Leute in ganz normalen Jobs. Die einen haben mehr Geld, die anderen weniger. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Einen besonderen Sinn für die Gerechtigkeit. Und den setzen sie auch ein. Unauffällig „residieren“ sie in einem unscheinbaren Büro mitten in Berlin.

Wenn jemand sie aufsucht, der ihre Hilfe benötigt und die Gesellschaft der Meinung ist, dort ist Ungerechtigkeit aufzudecken, dann treten sie auf den Plan. Unsichtbar, unscheinbar, im Hintergrund, nicht nachzuverfolgen, aber perfekt organisiert und vorbereitet.

Dies ist ihr erster Fall: Über viele Jahre wurden unzählige einfache Leute durch eine Privatbank betrogen und um ihr Geld gebracht. Sichere Geldanlagen wurden versprochen, mit hohen Zinsen gelockt. Nicht einmal die Mitarbeiter wussten, dass sie Lügen verkaufen. Der ehemalige Oberste dieser Privatbank ruht sich auf seinem „erarbeiteten“ Vermögen aus und lebt einen gediegenen Lebensstil. Als er mal wieder in Deutschland verweilt, klingelt es an der Tür seines Luxusappartements. Er öffnet die Türe, nicht ahnend, dass er seine Entführer hereinbittet, die ihn für seine Schandtaten zur Rechenschaft ziehen werden ….

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Michael Opoczynski, ein Gesicht, dass selbst ich noch aus meinen Fernsehzeiten kenne. Lange Jahre hat er das Wirtschaftsmagazin WISO moderiert und geleitet. Ein sympathischer Fernsehmensch, der gutes und solides Programm gemacht hat, sich mit aktuellen und brisanten Themen beschäftigte. Er schreibt schon länger, hat einige Sachbücher und Ratgeber veröffentlicht und liefert nun mit „Schmerzensgeld“ seinen ersten Roman ab. Einen Krimi um genau zu sein. Als ich die Inhaltsangabe las, dachte ich zuerst an einen Politthriller. Die mag ich ja nun eigentlich nicht, oder mochte sie nicht, bis mich Horst Eckert eines besseren belehrte. Dennoch bin ich bei solchen Themen skeptisch und misstrauisch.

Ich wurde hier sehr positiv überrascht. Michael Opoczynski hat einen wunderbaren ersten Fall um seine „Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen“ geliefert. Ich hatte großen Spaß bei meiner Lektüre und nicht nur einmal ein Schmunzeln auf den Lippen. Opoczynski hat hier so reale und sympathische Protagonisten erschaffen, die wunderbar normal und sehr liebenswert sind. Die aus den verschiedensten Schichten kommen und die unterschiedlichsten Jobs ausüben. Aber eben eines gemein haben: Ihren Sinn für Gerechtigkeit. Und wie sie planen, überlegen, ausfeilen, vorbereiten, dann ausführen, sich selbst motivieren und einfach Spaß haben, an dem was sie tun, ist einfach ganz toll zu lesen.

Wenn man in das seriöse Gesicht des Autors schaut, dann erwartet man doch irgendwie einen trockenen, eher einfallslosen, sachlichen Schreibstil. Weit gefehlt. Sein Schreibstil ist absolut hochwertig und sorgt dennoch für einen sehr angenehmen, gar nicht trockenen Lesefluss. Mir sind die Charaktere sehr ans Herz gewachsen und ich habe mich mit ihnen gefreut und gefiebert.

Opoczynski beschreibt den Hauptstrang sowie eine kleine Nebengeschichte, die auch die Gesellschaft beansprucht. Aber auch Einblicke in das Privatleben seiner Protagonisten liefert der Autor ausreichend.

Man liest wohl aus meinen Zeilen heraus, dass ich sehr begeistert bin von diesem Buch und viel mehr bekommen habe, als ich erwartet hatte.

Den Benevento Verlag kannte ich selbst vorher gar nicht. Er präsentiert den Erstling von Michael Opoczynski als schöne gebundene Ausgabe sogar mit einem Lesebändchen. Das Cover ist düster in grau, schwarz und ein bisschen weiß gehalten, spricht mich aber sehr an. Vor allem die offensichtliche Handschrift des Autorennamens finde ich auch sehr gelungen.


Fazit: Ein sprachlich sehr guter, rasanter und liebenswerter (Polit)Krimi, der eine besondere Gesellschaft vorstellt, die aus ganz großartigen Protagonisten besteht. Eine tolle Idee, eine genial überlegte Handlung mit Sinn, Verstand und ganz viel Gerechtigkeit. Ich freue mich schon sehr auf einen weiteren Fall der Gesellschaft.

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Müritz, Mord und Mückenstich von Charly von Feyerabend

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Charly von
Erschienen als Taschenbuch
im Emons Verlag
288 Seiten
11,90 €
ISBN: 978-3-7408-0391-9
Kategorie: Krimikomodie

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Frieda ist Journalistin, Frieda ist schwanger und Frieda ist campen an der Müritz. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Back to Nature ist toll, dass sagt ihr Gatte. Ganz toll, denkt Frieda, denn sie hasst Campen.

Doch als Frieda auf Ihrer Parzelle in ihrer Hängematte einen Toten findet, da scheint nun doch ein bisschen Schwung in den langweiligen und unspektakulären Campingalltag zu kommen. Sofort sind ihr Ermittlergeist und ihre Spürnase aktiviert und Frieda will unbedingt mehr über den Toten und seinen ominösen Abgang herausfinden. Denn Frieda findet, dass der Fall durch die örtliche Polizei viel zu schnell abgehakt wird.

Sie knüpft Kontakte, schnüffelt ein bisschen hier und ein bisschen da. Das sie schwanger ist und eigentlich mit ihrer Familie da ist, vergisst sie zwar nicht, aber so wirklich wichtig nimmt sie diese Dinge auch nicht.

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Die Autorin Charly von Feyerabend hat hier einen humorvollen Frauenkrimi abgeliefert, der sicher eine abwechslungsreiche Urlaubslektüre ist. Witzig, frech und lustig geschrieben lässt sie ihrer Protagonisten die kleine „Mamanase“ in so ziemlich jede Angelegenheit stecken, die sie nichts angeht.

Man erhält einen amüsanten Einblick in das Leben auf einem Campingplatz mit seinen schönen und unschönen Seiten (Gemeinschaftswaschräume … ) und das „Gekungel“, was offensichtlich an diesen Orten nicht unnormal ist. Hier leben viele verschiedene Menschen zusammen auf einem kleinen Fleck Natur in Zelten oder Mobilheimen. Viele als Dauercamper, die ein gewisses Herrschaftsrecht für sich beanspruchen und die Camper, die einfach so dort verweilen, mit einem Naserümpfen so gerade akzeptieren.

Man liest aus meinen Worten, dass es sich hier wirklich um einen Krimi der humorvollen und etwas ausgefalleneren Art handelt. Das macht sich auch in der sehr umgangssprachlichen Ausdrucksweise der Autorin bemerkbar. Es gibt sehr viel hihi, höhö, argh, grmpf, etc. Der Ehemann ruft Frieda z.B. ständig Schahatz. Für mich ist diese Art von Comic-Schreibstil leider nichts, ich mag es nicht, mir ist es zuviel und es nervt mich ab einem gewissen Punkt leider nur noch.

Meine Erwartungen hat das Buch in dem Fall insoweit einfach nicht erfüllt, aber ich hatte wohl auch einfach andere Vorstellungen. Aber es gibt viele Leser, die gerade das toll und lustig finden, sich genau von solch einem lockeren, flockigen Sprachgebrauch mitreißen lassen und ihn genießen und die aus dem Schmunzeln oder Lachen nicht herauskommen.

Im Anhang des Krimis gibt es noch viele Seiten mit leckeren Camping-Rezepten, die aber auch für Nicht-Camper lecker sind. Ich selbst habe einiges gefunden, was mich neugierig macht.

Fazit: Eine Kriminalkomödie geschrieben in einem sehr lockeren, umgangssprachlichen Schreibstil, der sicher Geschmackssache ist. Eine kurzweilige Urlaubslektüre rund um den Campingplatz und seine unterschiedlichsten Bewohner und Gäste.

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Nie zu alt für Casablanca – V.I.E.R. auf Kreuzfahrt von Elisabeth Frank und Christian Homma

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Erschienen als Taschenbuch
im Grafit Verlag
347 Seiten
12,00 €
ISBN: 978-3-89425-583-1
Kategorie: Krimi

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V.I.E.R., so nannte sich die Gruppe der Freunde, als sie Kinder waren. Sie waren sehr eng befreundet und haben Detektiv gespielt, so richtig gut vorbereitet, mit Equipment und körperlich durchtrainiert.

V (Gero Valerius), I (Ina-Marie), E (Eleonora) und R (Rüdiger), das waren die vier unterschiedlichsten Kinder, die dennoch immer zusammenhingen.

Zwei aus der Gruppe haben bis in ihr fortgeschrittenes Erwachsenenalter ihre Freundschaft aufrechterhalten und gepflegt. Ina und Rüdiger sind bis heute in regem Kontakt. Und als Rüdiger in ein tiefes Loch der Trauer fällt, weil seine Frau nach langer Krankheit verstirbt, da regt sich in Ina eine Idee.

Sie arbeitet als freie Journalistin und ist sich ziemlich sicher, einen Skandal aufdecken zu können: Nämlich, dass unter dem Deckmäntelchen einer Kreuzfahrt illegal Elfenbein geschmuggelt wird. Ina-Marie macht sich daran, ihre Bande aus Kindertagen wieder zusammenzubringen. Sie will die V.I.E.R. reaktivieren. Ina ist sicher, dass sie damit zum einen Rüdiger aus seinem Loch herausziehen und zweitens den Elfenbeinschmuggel aufdecken kann.

Doch funktioniert das? Wie wird das sein, wenn man die Menschen wieder trifft, die nun Mitte 40 sind und die man zuletzt beim Abitur gesehen hat? Haben sie sich verändert? Werden sie sich noch verstehen oder Fremde sein ….?

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V.I.E.R. Auf Kreuzfahrt ist ein Urlaubskrimi, ein Krimi á la TKKG oder auch ??? für Erwachsene.

Hier hat das Autorenduo sich 4 Protagonisten ausgedacht, die bewusst entsprechende Charaktereigenschaften aufweisen sollen: die toughe Ina, die damals schon die Anführerin war. Gero Valerius, das Raubein/der Soldierboy, minimalistisch, streng, pedantisch und nervtötend. Die liebe Eleonora, die mittlerweile brave Ehefrau und treusorgende Mama ist und der sanfte Rüdiger, lieb, traurig, hochempfindlich und ein Emo.

Die 4 müssen sich natürlich erst einmal wieder zusammenraufen, was humorvoll und auch kurzweilig ist. Die Reise auf dem Kreuzfahrtschiff ist abwechslungsreich und voller kriminaltechnischer Aktionen. Die Gruppe strotzt voller Ideen und Einfallsreichtum und gibt nicht auf. Der ganze Plot ist sicher gut durchdacht und ich fand die Geschichte auch nicht schlecht.

Viele Leser werden diese Art der Urlaubslektüre toll finden und ihren Spaß daran haben. Ich fand die Grundidee auch gar nicht so schlecht, richtig umgehauen hat mich der Krimi aber leider trotzdem nicht.
Er war nett, aber nicht sonderlich herausragend. Mir waren die Charaktere, wie oben erwähnt, zu „vorgefertigt“, ein bisschen zu wenig „sie selbst“. Ich kann es schlecht erklären, aber oft machen sich Figuren im Laufe einer Handlung selbständig, verändern sich in Richtungen oder tun Dinge, die auch vom Autor nicht geplant waren. Das war hier nicht so und irgendwie hat das gewisse Etwas für mich gefehlt.

Leser, die den Roman wirklich im Urlaub auf Reisen lesen, werden sicher auf Ihre Kosten kommen. Es gibt auch schöne touristische Stellen und Erklärungen zu den Orten, die besucht werden.

Ein netter Krimi um eine groß gewordene Kinderbande, sie sich nach langer Zeit in ihren Vierzigern wieder trifft und ein Abenteuer erlebt. Eine kurzweilige Urlaubslektüre um ein privates Ermittlerteam in schöner Umgebung, aber für mich eben kein Krimi, der mich wirklich mitgerissen hat.

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© Marion Brunner_Buchwelten 2018

 

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Neuzugänge im August

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Der neue Roman von Stephen King und der zweite Krimi von Silke Ziegler. Ich freue mich auf beide sehr 👍😊.

#Neuerscheinungen #stephenking #heyne #silkeziegler #grafitverlag #thriller #Krimi #lesespass #gebundeneausgabe #taschenbuch

 

 

 

 

Grappa und die acht Todsünden von Gabriella Wollenhaupt

GrappaErschienen als Taschenbuch
im Grafit Verlag
insgesamt 221 Seiten
Preis: 8,50 €
ISBN: ISBN 978-3-89425-267-0
Kategorie: Krimi

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Es werden 7 Leichen in einer Villa gefunden, drappiert und hergerichtet wie beim Abendmahl. Natürlich ist Grappa so ziemlich die erste, die davon Wind bekommt. Es stellt sich recht schnell heraus, dass jedem Toten eine der sieben Todsünden zugesprochen wird, denn der Mörder nimmt zu Grappa Kontakt auf.

Dieser wird unterdessen eine junge Blondine an die Seite gestellt, die im Verlag lernen möchte. Zunächst ist Grappa alles andere als begeistert von dem Blondchen, doch recht schnell mag Grappa das Mädel dann doch gut leiden. Sie ist zwar blond, aber alles andere als doof.

Und dann gibt es da noch einen adoptierten Kater, einen neuen Nachbarn und einen attraktiven Typen mittleren Alters, der Grappa umwirbt.

Also, eigentlich alles beim Alten. Richtig gut was los in Grappas Leben ….

*  *  *

Und wieder ein Grappa der älteren Generation, diesmal aus dem Jahr 2002. Dieser Titel ist im Grafit Verlag sogar noch neu als Printausgabe erhältlich.

Für einen Grappa-Krimi war dieser Roman sogar relativ lang und er war so richtig schön verzwickt. Im Zuge meiner eigenen Ermittlungen kam ich zwischendurch auf 3 oder 4 Tatverdächtige und die Auflösung des Falls war sehr gut gelungen. Gabriella Wollenhaupt hat in diesem Teil die Fäden schon weit gesponnen und ausgeworfen, es war spannend bis zum Schluss.

Zum Charakter der Protagonistin muss ich ja eigentlich nicht mehr viel sagen. Ich habe mich ja in meinen bisherigen Rezensionen schon zur Genüge über sie ausgelassen. Im Verlag hat der Fotograf mal wieder gewechselt, gut drauf ist der aber auch.

Diesmal gibt es zum Thema die Religion, denn die 7 Todsünden sind ja ziemlich biblisch. Grappa zeigt in diesem Teil auch relativ viel Gefühl (also nette) sowohl für die kleine Blondine, als auch für den adoptierten Eberhard, mit dem sie sich sogar recht angeregt unterhält. Das hat ein bisschen was von Francis (Akif Pirincci), macht aber viel Freude.

Ich kann es nur wiederholen. Ich mag die Krimis um die Journalistin sehr gerne. Denn sie verbinden immer wieder brisante Themen, die real und greifbar sind mit einer tollen Protagonistin, die überhaupt nicht typisch ist, sondern eben einfach Grappa!

© Marion Brunner_Buchwelten 2018

Das Haus der schönen Dinge – Prequel von Heidi Rehn (ebook)

978-3-426-45050-5_Druck.jpg.36418488leider nur erschienen als ebook
im Droemer-Knaur Verlag
insgesamt 85 Seiten
Preis: kostenlos
ISBN: 978-3-426-45050-5
Kategorie: Science Fiction

München im Jahre 1880. Jacob Hirschvogl, frisch ausgelernter Kaufmann von 28 Jahren, hat einen Traum. Er möchte ein Kaufhaus in München eröffnen. Zunächst in kleinem Stil, doch mit den Jahren schwebt ihm ein Einkaufspalast vor, der denen in Paris und London in nichts nachsteht.

Er hat bereits ein passenden Gebäude ins Auge gefasst. Das liegt seiner Meinung nach perfekt mitten im Herzen seines geliebten München. Am Rindermarkt, den Marienplatz und den Viktualienmarkt um die Ecke.

Doch wird er den ersehnten Mietvertrag bekommen? Und wird er den Segen des Vaters seiner geliebten Thea erhalten, sie zur Frau zu nehmen? Denn nur mit ihr kann er seinen großen Traum verwirklichen. Thea hat ein besonderes Händchen für alles Schöne, sie kann Dinge drappieren und ausrichten, wie es Jacob nicht vermag …

* * *

Ich war gerade dabei, meine Rezension zum „Haus der schönen Dinge“ von Heidi Rehn vorzubereiten, als ich durch Zufall auf der Verlagsseite sah, dass die Autorin ein Prequel (die Vorgeschichte) zu dem Roman geschrieben hat.

Der einzige Nachteil: es gibt ihn nur als Ebook. Das ist ja was für mich, als Verfechter der Printausgaben und Ebook-Hasser. Ich besitze keinen E-Reader und ich möchte auch keinen haben. Das ist aber ein anderes Thema.

Die Autorin Heidi Rehn kann sich wirklich was darauf einbilden, dass ich auf meinem Smartphone tatsächlich Kindle installiert habe, um mir das kostenlose Ebook herunterzuladen. Meine Neugier hat gesiegt und dafür konnte ich diesen neumodischen Schnickschnack mal ausprobieren.

In Ebook-Sprache hat das Werk lediglich 465 Position, was 85 Buchseiten entspricht. Dementsprechend schnell war ich natürlich auch durch. Was für die Lesequalität gut war, denn komfortabel möchte ich das Lesen auf dem Smartphone nicht nennen.


Dennoch, ich war sofort wieder gefangen in dem besonderen Zauber der Vergangenheit und hatte meine helle Freude daran, die liebgewonnenen Charaktere wiederzutreffen. Und das ja noch in einer früheren Zeit, als sich wichtige Figuren aus dem Hauptroman selbst gerade erst kennenlernten.

Es war schön, Jacob Hirschvogl zu begleiten, als er den Grundstein zu seinem berühmten Kaufhaus legte und seine zukünftige Thea umwarb. Auch diese kleine Vorgeschichte hat Heidi Rehn sehr anschaulich und mit viel Gefühl „zu Papier“ gebracht.

Davon abgesehen werde ich kein Ebook-Freund werden, ich bleibe dabei, dass ich meine Bücher umblättern und fühlen möchte. Und vor allem: Wenn ich durch bin, dann kann ich sie ins Regal stellen ☺

Rezension zu „Das Haus der schönen Dinge“

© Marion Brunner_Buchwelten 2018

 

Das Haus der schönen Dinge von Heidi Rehn

Das Haus der schönen Dinge
Erschienen als Taschenbuch
bei Droemer Knaur
insgesamt 656 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-426-51937-0
Kategorie: Belletristik, historischer Roman
Drama/Familiengeschichte

HirschemblemQuelle: https://www.droemer-knaur.de

Mai 1987 in München. Am Rindermarkt eröffnet der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl die neuen Geschäftsräume seines Kaufhauses Hirschvogl am Rindermarkt. Mittlerweile zum königlich-bayerischen Hoflieferanten ernannt, geht hiermit für Jacob ein Lebenstraum in Erfüllung. Gemeinsam mit seiner geliebten Ehefrau Thea hat er den Schritt gewagt und das von ihm gegründete Kaufhaus nach ihrer beider Vorstellungen erweitert und im Stil seiner großen Vorbilder aus New York und Paris wiedereröffnet. Auch in München will Jacob Hirschvogl den Flair der großen weiten Welt aufleben lassen und mit seinem „Haus der schönen Dinge“ den Zauber dieser wundervollen Einkaufstempel, die leuchten, funkeln und glitzern, in seiner Heimatstadt eröffnen.

Angefangen als Tuchhändler ist ihm nun dieser Schritt gelungen und das Hirschvogl am Rindermarkt erfreut sich größter Beliebtheit. Ganz nach dem Motto „Der Kunde ist König“ werden hier auch die Besucher zuvorkommend umworben, die sich die angebotenen Waren (vor allem die teuren Damen- und Herrenkonfektionen) nicht leisten können, sondern nur kommen, um zu staunen und zu träumen.

In den 1920er Jahren zieht Lily, die Tochter der Hirschvogls nach und übernimmt die Leitung des beliebten Warenhauses. Sie bringt frischen Wind in die Führungsetagen und modernisiert das Kaufhaus. Anfang der 1930er Jahre werden auf einmal die Juden in ihrer Heimat nicht mehr gern gesehen, sie werden als geldgierige Mischpoke abgetan. Nun, fast alle Kaufhäuser in München sind in jüdischer Hand. Denn die Juden sind seit vielen Generationen an der Isar, viel länger als so manch Nicht-Jude.

In erster Linie bin ich Münchner, dann Bayer und dann erst Jude“ waren einmal die Worte von Jacob Hirschvogl, doch ob das wirklich so ist, dass wird sich zeigen …


* * *

Dieser Roman war ein Trödelmarktfund. Das Cover sprach mich an und als ich dann den Klappentext las, nämlich, dass die Geschichte im „alten München“ spielt, da konnte ich es nicht liegenlassen.

Und das war gut so. Dieser Roman hat mich völlig in seinen Bann gezogen und ich habe es so genossen, das München am Ende des 19. Jahrhundert zu besuchen und durch das Hirschvogl am Rindermarkt zu schlendern. Die Autorin Heidi Rehn hat eine so reale Stimmung dieser Zeit erschaffen, dass ich wirklich dort war. Ich bin durch die Abteilungen gelaufen und habe den Zauber dieses Luxustempels in mich aufgesogen. Bin durch die Rayons spaziert und habe mich von diesem Flair einfach mitziehen lassen.

Ich liebe München und war schon oft dort. Mein Mann hat dort die ca. ersten 30 Jahre seines Lebens verbracht und wenn ich dann im Roman z.B. von Giesing las, wo meine Schwiegermama noch heute in seinem Elternhaus lebt, dann ist das erst Recht so richtig toll.

Ich habe auch sehr viel gelernt, während der Lektüre vieles nachgelesen und mir Bilder angesehen. Denn es gibt ja noch viele der Kaufhäuser oder Geschäfte, die im Roman eine Rolle spielen. Als ich vom „Kustermann“ am Rindermarkt las (in dem ich letzten Sommer noch war), musste ich doch glatt die Suchmaschine anwerfen, ob das Hirschvogl nicht doch als Fassade dort irgendwo steht. Das Ludwig Beck am Rathhauseck, auch das gibt es heute noch. Begonnen hat Beck auch schon 1861 als Knopfmacher und Posamentenmeister. Ich habe gelernt, warum der Hirmer seinen Namen hat und warum auf dem Oberpollinger 2 Koggen in den Himmel ragen. Man liest meine Begeisterung vielleicht heraus, denn es war wirklich eine wundervolle Zeitreise und das Glossar am Ende des Buches ist nicht nur hochinteressant, sondern sehr lehrreich. Auch einen alten Stadtplan gibt es hinten im Buch, auf dem man sehr gut die Lagen der Kaufhäuser sehen kann, die zum großen Teil ja eben nicht fiktiv sind.

Aber auch geschichtlich hat der Roman natürlich einiges in seiner Handlung zu bieten, was nicht schön ist, sondern dramatisch, brutal und schrecklich. Hitler übernimmt die Macht und die Judenverfolgung beginnt. Und sie trifft natürlich auch die jüdischen Kaufleute der Stadt. Sie werden beispielsweise boykottiert und ihre Geschäfte in Trümmer geschlagen, sie selbst verprügelt, abgeführt und in Lager gebracht.

Heidi Rehn hat diese lange Geschichte über drei Generationen sehr stimmungsvoll und voller Emotionen erzählt und meine Zusammenfassung reißt wirklich nur einen kleinen Teil der Handlung an, daher: lest selbst! Es ist kein historischer, kitschiger Liebesroman. Sondern eine Liebeserklärung: an die Kaufhäuser, an die „alte Zeit“, an München und die Menschen, die dort lebten und wunderschöne Dinge erschaffen haben.

Ich freue mich so auf meinen nächsten Besuch in München, da werde ich mir alle diese Orte wieder ansehen und wahrscheinlich mit anderen Augen betrachten. Komisch, noch letzten Sommer saß ich mit meiner Familie am Rindermarkt und habe die riesige Baustelle gesehen. In einer Baulücke erwuchs in Heidi Rehns Fantasie das Hirschvogl am Rindermarkt. Schade, dass es nur Fiktion ist. Aber viele der alten zauberhaften Luxuskaufhäuser gibt es heute noch zu bewundern. Z.B. Das Bon Marché in Paris, Macy’s in New York, das KaDeWe in Berlin.

Und wie es ausging für die Familie Hirschvogl, ob sie und ihr Kaufhaus das dunkle Kapitel der deutschen Geschichte überstanden haben, dass sei nicht verraten. Fakt und Fazit: Ich bin hin und weg und hätte noch 1.000 Seiten lesen können ☺

Interessante Hintergrundinformationen gibt es hier: –> Verlagseite *klick*

© Marion Brunner_Buchwelten 2018