Yasemins Kiosk – Zwei Kaffee und eine Leiche – von Christiane Antons

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Erschienen als Taschenbuch
im Grafit Verlag
insgesamt  192 Seiten
Preis: 11,00 €
ISBN 978-3-89425-582-4
Kategorie: Krimi
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Nina Gruber, Polizistin, derzeit außer Dienst, bezieht eine Wohnung in einem schönen Mehrfamilienhaus in Bielefeld, nachdem sie bei ihrer Mutter geflüchtet ist. Sie war bei ihrer kranken Mutter wieder eingezogen, damit sie sich um diese kümmern kann, was jedoch in der Praxis einfach nicht funktioniert. Isso!

Ninas Vermieterin Doro ist herzensgut, hat jedoch auch so ihre Probleme. Dann gibt es da noch Yasemin Nowak, astreine Deutsch-Türkin, die den Kiosk im Erdgeschoss betreibt, nebenbei ein bisschen Haare schneidet, Männer datet und ein absolut lebenslustiger Wirbelwind ist. Wäre da nicht der Stalker, der versucht Yasemin das Leben schwerzumachen.

Und als Nina und Yasemin beim Entsorgen des Altpapiers eine Leiche im Altpapiercontainer finden, kennt Yasemin den Toten auch noch. Die Polizei ist damit recht schnell fertig, unsere drei Frauen aber noch lange nicht ….

 

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Dieser Roman ist das Debüt der Autorin Christiane Antons, und hat mir einfach nur von vorne bis hinten Spaß gemacht. Ich hatte darauf gehofft, dass mich hier eine locker-leichte Krimihandlung erwartet, die mich durch die Seiten fliegen lässt und einfach einige entspannte, recht unkomplizierte Lesestunden beschert.

Das hat der relativ kurze Krimi sehr gut geschafft. Die Autorin hat hier sehr sympathische Figuren erschaffen, die mit Herz und „Schnauze“ unterwegs sind, sich nichts gefallen lassen und wirklich mutig sind. Der Verlag wirbt damit, dass es keinen Ermittler gibt, jedoch eine Leiche am Anfang und eine Lösung des Falles am Schluss. Nun, ein bisschen geschummelt ist das ja schon, denn Nina Gruber ist ja eigentlich schon Polizistin. Zwar derzeit nicht im Einsatz, dennoch hat sie natürlich ihre Erfahrungen in petto und ihre Vitamin-B(eziehungen) nutzt sie auch schamlos aus.

Ein bisschen hatte ich das Gefühl, dass ich einen „Grappa“- Roman von Gabriella Wollenhaupt lese. Der Stil ist doch sehr ähnlich. Ein weibliches Rauhbein, dass ist die dortige Hauptprotagonistin ja auch. Vielleicht kennt und mag die Autorin selbst die „Grappa“ gerne und hat sich ein bisschen inspirieren lassen.

Der Stil ist auf jeden Fall locker und sehr flüssig. Ja, es geht auch mal umgangssprachlich zur Sache, was jedoch in Dialogen völlig in Ordnung und auch lebensecht ist. Der Plot ist gut überlegt und auch wenn es jetzt nicht die Überraschung gab am Ende, waren die Fäden schon gut gesponnen.

Mein Fazit: Ein flotter, spritziger Krimi, der mit tollen weiblichen Figuren als Protagonistinnen echt Freude macht. Empfehle ich gerne weiter.

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© Buchwelten 2018

P.S. Als kleine Anekdote am Rande: Als ich das Cover von der Verlagsseite runterspeicherte nannte sich die Datei ‚Antons….Kiosk…‘. Ich habe bei #grafit nachgefragt, ob denn der Kiosk ursprünglich einem Anton statt einer Yasemin gehören sollte? Nein, das Antons beziehe sich auf die Autorin 😊. Okay, soweit zu denken hatte ich dann nicht geschafft *peinlich*

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Soviel neuer Lesestoff, darum …

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… macht „Das schwarze Haus“ von Stephen King / Peter Straub derzeit Pause.

Schon „Der Talisman“ war anfangs sehr zäh, ich habe mich regelrecht durchgebissen. Jetzt, bei der Fortsetzung „Das schwarze Haus“ finde ich es noch viel anstrengender, da es so ganz anders ist als Teil I und sich unheimlich zieht.

Und da ich in der letzten Woche einige Neuerscheinungen / Rezensionsexemplare bekommen habe, die mir „in den Fingern jucken“, habe ich entschieden, diese einzuschieben.

Den Anfang macht ein Buch, das ich bei Amazon als Belegexemplar ausgewählt habe: „Fahrräder für Utrecht“ von Jochen Baier. Darin geht es um Wiedergutmachung von Untaten im 2. Weltkrieg.

Liebe Grüße
Marion ☺