Ein Killer wie du und ich von Dan Wells – Serienkiller VI

Erschienen als Taschenbuch
im Piper Verlag
331 Seiten
12,99 €
ISBN: 978-3-492-28025-9

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Nur noch drei Verwelkte sind übrig, die John Cleaver beseitigen will. Dieses Mal macht er sich ohne Brooke und FBI auf die Jagd und landet in einem Ort namens Lewisville. Denn dort geschehen seltsame Morde, bei denen die Opfer ertrinken, obwohl absolut kein Wasser in der Nähe ist. John trifft in dem kleinen Ort tatsächlich auf Dämonen und erfährt, dass sich ihre Königin dort aufhält. Bei seinen Ermittlungen kommt er der geheimnisvollen Mörderin immer näher, bis er letzten Endes aber feststellen muss, dass das Offensichtliche nicht immer die Wahrheit ist.

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Hier ist er also nun: Der Abschlussband des Serienkiller-Zyklus von Dan Wells. Ursprünglich als Trilogie geplant, wurde die Geschichte um John Cleaver aufgrund des Erfolges auf das doppelte aufgebläht. Was mit einem eher schwachen vierten Teil begann und sich mit einem bedeutend besseren fünften Band fortsetzte, findet nun in einem finalen sechsten Roman durchaus einen würdigen Abschluss.
Aber der Reihe nach: Zuerst einmal muss erfreulich festgestellt werden, dass der Piper-Verlag der Optik der gesamten Reihe treu geblieben ist und auch den sechsten Teil der Buchserie im sogenannten Rough-Cut publiziert hat. Auch das Cover passt sich sämtlichen Vorgängern an und lässt nun die komplette Reihe in einer optisch sehr ansprechenden Form im Buchregal erstrahlen. Das ist leider bei Reihen nicht immer der Fall.

Nun aber zum Roman: Dan Wells‘ Schreibstil ist auf jeden Fall wandelbar. Das hat er mit „Bluescreen“ bewiesen, der sich von den Serienkiller-Romanen unterscheidet, in dem er einen stiltechnisch anderen Weg geht. Bei „Ein Killer wie du und ich“ benutzt Wells allerdings wieder seinen flüssigen, relativ einfach gehaltenen Stil bei und macht auch diesen Roman zu einem Pageturner, den man locker in ein, zwei Tagen weglesen kann.
Im Gegensatz zum vierten Teil, der für mich persönlich der schlechteste der Reihe ist, führt Wells hier wieder ein Beerdigungsinstitut ein. Der Einstieg erinnert fast ein bisschen an die grandiose HBO-Serie „Six Feet Under“ und als Leser fühlt man sich wieder an die ersten drei Teile im John Cleaver zurück erinnert, wo das Bestattungsunternehmen seiner Familie eine Nebenrolle gespielt hat. Der Kreis schließt sich irgendwie mit dieser Rückführung zu den Anfängen und stellt einen sehr stimmungsvollen Handlungsort dar. Ich empfand diesen Abschlussband daher als sehr atmosphärisch und angenehm. Die Einführung neuer Personen gelang dem Autor absolut gut. Doch Johns alte Wegbegleiter werden erfreulicherweise niemals ganz vergessen, sondern immer wieder erwähnt, was der gesamten Reihe einen sehr glaubwürdigen Charakter verleiht. Im Nachhinein gesehen ergeben alle sechs Romane ein überzeugendes Gesamtbild, so dass man alle Bücher sofort wieder hintereinander lesen möchte, um auch sämtliche Kleinigkeiten zu erfassen.

Dan Wells hat einen faszinierenden Charakter erschaffen, der nicht umsonst großen Anklang bei den Fans fand. Beim Ende werden sich wohl leider die Lager spalten. Ohne etwas zu verraten, kann ich nur sagen, dass sich Dan Wells wirklich große Mühe gemacht hat, einen überraschenden Schlusspunkt zu verfassen. Gelungen ist ihm das auf jeden Fall und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir das Ende doch auf gewisse Art und Weise, wenngleich ich anfangs etwas verwundert über die Entwicklung der Geschichte war. Es ist einfach nur ein schönes, abgeschlossenes und irgendwie doch offenes, Ende geworden, das der Serie zwar gerecht wird, zum Nachdenken anregt, aber dennoch nicht wirklich glaubhaft erscheint. John Cleavers Charakter macht auf nur wenigen Seiten plötzlich eine Veränderung durch, die man ihm nicht wirklich abnimmt. Wie gesagt, Wells wollte mit Sicherheit kein absehbares Finale haben und hat sich aus diesem Grund für diese Entwicklung entschieden, aber er hätte Johns Entscheidung(en) vielleicht mit ein paar Seiten mehr besser und für den Leser nachvollziehbarer erklären sollen, dann wäre es zumindest stimmiger gewesen.
Nichtsdestotrotz verlässt man John Cleavers Dämonenwelt äußerst ungern und wünscht sich nun fast, dass es doch noch weitergeht, obwohl man nach dem vierten Teil dachte, Dan Wells hätte es doch besser bei der geplanten Trilogie belassen. Ich empfand „Ein Killer wie du und ich“ als absolutes, kurzweiliges Lesevergnügen, das ich jederzeit wiederholen könnte und vielleicht im Gesamtpaket auch noch einmal tun werde.

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Fazit: Sehr stimmungsvoller Abschlussband der Serienkiller-Reihe. Das Ende wird allerdings das Lager der Fans spalten.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Das Haus der Monster von Danny King

Erschienen als Taschenbuch
im Luzifer Verlag
insgesamt 324 Seiten
Preis: 12,99 €
ISBN: 978-3-95835-183-7
Kategorie: Horror

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In jeder Stadt gibt es wohl einen älteren Einsiedler, der von den jungen Menschen gehänselt wird. Im englischen Thetfort ist es John Coal, dem immer wieder Streiche gespielt werden. Eines Abends lockt er die jungen Übeltäter ins ein Haus und schließt sie in seinen Keller ein. Aber nicht, um ihnen etwas anzutun, sondern um ihnen seine Lebensgeschichte zu erzählen, damit sie wissen, mit wem sie sich angelegt haben.

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„Das Haus der Monster“ ist das erste ins Deutsche übersetzte Buch von Danny King. Luzifer Verlag sei Dank, dass es dieser Roman ins Deutschsprachige geschafft hat, denn es handelt sich hierbei wahrhaftig um ein Kleinod unter den Horrorromanen. Danny King hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der mich des öfteren sogar tatsächlich an alte Klassiker von Robert Louis Stevenson, Bram Stoker oder Jules Verne erinnert hat. Mit einer unglaublich dichten Atmosphäre entführt uns King in verschiedene Lebensabschnitte des Protagonisten, die sich tatsächlich (zumindest die ersten drei der vier Episoden) immer noch steigern. Es macht wirklich unheimlich Spaß, zu lesen, wie sich John Coal mit Monstern aus seiner Vergangenheit herumschlägt.

Die erste Geschichte geht auf die Kindheit und Jugend des Protagonisten ein und beschäftigt sich mit einem Serienkiller á la Jack, the Ripper. Flüssig erzählt King von einer Vater-Sohn-Beziehung und einem generationenübergreifenden Fluch. Die zweite Episode spielt auf hoher See und handelt von einem Werwolf. Alleine der Handlungsort verbreitet eine gewisse Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Und gerade in dieser Story kommt ein Abenteuergefühl auf, das an alte Klassiker der Abenteuerliteratur erinnert. Die dritte Geschichte stellt meiner Meinung nach den absoluten Höhepunkt dieser, in eine Rahmenhandlung geschickt verpackte Storysammlung, dar. Mysteriös und geheimnisvoll, gruselig und atmosphärisch wird von einer unheimlichen Erfahrung des Protagonisten erzählt, die mich an den fantastischen Film „Reeker“ erinnert hat. Mit dieser Erzählung hat sich Danny King absolut in mein Leserherz geschrieben. Mit „Der schwarze Fleck“ hat der Autor dann seine Meßlatte selbst so hoch gesetzt, dass er sie mit der letzten Episode nicht mehr übertrumpfen konnte. 😉
Aber das macht gar nichts, denn auch die Geschichte um ein altes Vampirmädchen kann vollkommen überzeugen und reiht sich letztendlich nahtlos in die Storysammlung ein.

Danny King schreibt nicht nur flüssig, sondern besitzt auch einen sehr angenehmen Humor, der den Leser an vielen Stellen schmunzeln lässt. Was aber nicht heißen soll, dass „Das Haus der Monster“ ein witziges Buch ist. Da geht es schon auch mal zur Sache und es wird Blut verspritzt. Und nicht nur Blut, sondern auch Gedärme.
Im Grunde genommen ist aber das im Original bereits im Jahr 2011 erschienene Buch ein ruhiger Roman, der sich ei wenig in die Ecke der „Coming Of Age“- Romane drängt, obwohl die Hauptperson ein älterer Mann ist. Aber der erzählt nun mal ein paar Jungs seine Geschichten. Ein wenig hat mich das Ganze an Brett McBeans Meisterwerk „Der Schmerz des Erwachens“ erinnert.
„Das Haus der Monster“ ist sehr stimmungsvoll und zieht schon nach den ersten Seiten den Leser (zumindest war das bei mir so) vollkommen in seinen Bann. Man nimmt an den geschilderten Abenteuern durch die bildhafte Sprache hautnah teil und schließt John Coal ins Herz, obwohl er nicht immer sehr nett zu seinen Mitmenschen ist. 😉

Unbedingt erwähnen möchte ich auch die hervorragende Typografie dieses Buches. Im Gegensatz zu manch anderem großen Verlagshaus ist in diesem Buch kein einziger Rechtschreib- oder Grammatikfehler zu entdecken. Ein großes Lob am Lektorat und Korrektorat des Luzifer Verlages. Ich habe selten ein so fehlerfreies Buch gelesen.
Das Coverbild drückt perfekt die Grundstimmung des Romans aus. Man fühlt sich während des Lesens immer wieder mal versucht, sich das Bild nochmals anzuschauen. Es passt absolut zu der Story und man sieht sich selbst förmlich im Keller dieses Hauses sitzen und den Erzählungen John Coals lauschen.
Für mich ist Danny King und „Das Haus der Monster“ eine tolle Neuentdeckung und deswegen hoffe ich, dass uns der Luzifer Verlag noch weitere Werke dieses Autors beschert. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen, denn in mir hat Danny King einen neuen Fan gefunden.

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Fazit: Atmosphärische, teils heftige, teils ruhige Gruselgeschichten, die sich enorm flüssig lesen lassen. Für mich ein Buch mit Pageturnergarantie, das mich oftmals an zeitlose Abenteuerklassiker der Literatur erinnert hat.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Nur über deine Leiche von Dan Wells – Serienkiller IV

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Dan Wells
Erschienen als
broschierte Ausgabe
im Rough Cut bei
PIPER
384 Seiten
Preis: 12,99 €
ISBN: 978-3-492-28024-2

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John Cleaver, 18 Jahre alt, kann Dämonen sehen. Zwischenzeitlich hat er auch bereits einige von Ihnen erfolgreich vernichtet. Inzwischen arbeitet er eigentlich für das FBI, das längst weiss, dass uralte böse Mächte unter den Menschen weilen und immer wieder morden. Doch nach dem Desaster vor Fort Bruce, bei dem John zwar erfolgreich, aber unter etwas widrigen und sehr extremen Umständen, den Dämonen Rack ausgeschaltet hat, befindet er sich auf der Flucht.

Gemeinsam mit Brooke (und Niemand und den vielen tausend anderen Seelen, die ihr Körper beherbergt) ist er unterwegs, um weitere Verwelkte aufzuspüren und auszuschalten. Hilfreich sind hierbei die Erinnerungen der verstorbenen Mädchen in Brookes Körper. Hier finden sich immer wieder Hinweise oder zumindest Bruchstücke darauf, wo sie den nächsten Verwelkten aufspüren können.

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Ich bin oder war Fan der Serienkiller-Reihe von Dan Wells vom ersten Moment an. Dieser junge und eigentlich total irre und verkorkste Protagonist John war mir vom ersten Moment an ans Herz gewachsen. Jedoch war ich vom vierten Teil eher enttäuscht als erfreut. Der Schauplatz hat gewechselt von Clayton, dem kleinen Ort, wo John über dem Bestattungsinstitut seiner Mutter gelebt hat und was eigentlich für mich den besonderen Flair dieser Romane mit ausgemacht hat. Im vierten Teil war John dann bereits für das FBI tätig und die vielen Namen der Verwelkten und unendlichen Persönlichkeiten, die Brooke innewohnen, haben mich oft mehr genervt als begeistert. Dennoch war ich natürlich neugierig auf den fünften Teil der Reihe. Ob es nun der letzte ist, bleibt abzuwarten. Ich denke es eher nicht, auch wenn die Romane ursprünglich als Trilogie geplant waren.

Die erste Hälfte des Buches gefiel mir erneut nicht so besonders gut. Das Roadmovie mit lustigen Buchstabensuchspielen und dem dauernd wechselnden Selbst von Brooke hat mich auch hier eher nicht begeistert. Ein bisschen rausgerissen hat es dann für mich, dass eine wichtige und bekannte Figur in Brookes Körper zum Vorschein kam und letztlich auch wieder zeitweise die Handlung aktiv bereichert hat.

Ab der zweiten Hälfte des Buches gefiel es mir dann wieder viel besser und es kam sogar wieder an die drei sehr guten ersten Teile heran. Vielleicht lag es daran, dass die Handlung sich wieder auf einen kleinen Ort beschränkt hat, in dem ein Dämon sein Unwesen treibt und kaltblütig mordet. John befindet sich plötzlich in einem Umfeld ähnlich dem von Clayton wieder und die beiden kommen auch wieder mit Gleichaltrigen in Kontakt. Die Stimmung des verschlafenen Nestes, welches von Gräueltaten heimgesucht wird hat mir dann wieder sehr gut gefallen. Auch die Idee, nach welcher Art und Weise der Dämon handelt, hat mich überzeugt. Eine gute Idee – hier hat das Lesen mir wieder richtig Spaß gemacht.

Alles in allem denke ich jedoch, dass man es bei der Trilogie hätte lassen sollen. Denn man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist und da ist schon was wahres dran. Ja, die Leser wollten natürlich mehr, ich selbst hatte mich ja auch gefreut, als ich hörte, dass es weitergeht. Aber Fortsetzungen sind nicht immer gut oder sinnvoll. Wie gesagt, ich denke schon es geht weiter um John Cleaver. Ob ich selbst noch einmal Lust auf einen weiteren Teil habe kann ich noch nicht sagen. Derzeit tendiere ich zu einem Nein.

Optisch bleibt der Verlag seiner Linie treu und liefert den Roman wieder im ausgefallenen und optisch total ansprechenden Rough Cut. Das finde ich sehr gut, denn es kommt ja auch vor, dass Verlage selbst innerhalb einer Reihe einfach mal so das Design ändern.

Mein Fazit: Der fünfte Teil der Serienkiller-Reihe hat sich für mich in der ersten Hälfte sehr gezogen und ab und an leider beinahe genervt. In der zweiten Hälfte konnte er mich wieder fesseln und hat zurückgefunden zur Stimmung der ersten drei Teile.

Ich danke dem PIPER Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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© Buchwelten 2016

Der Untergang der Hölle von Jeffrey Thomas

Unterganghölle

Erschienen als Taschenbuch
im Festa-Verlag
377 Seiten
13,95 €
ISBN: 9783-86552-247-4

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Vee erwacht nach einem über hundert Jahre währenden Schlaf und findet sich nackt in einen Steinblock eingemauert. Es dauert nicht lange und sie stellt mit Hilfe eines sprechenden Knochengewehrs fest, dass sie sich in der Hölle befindet und in einen Krieg zwischen Engeln und Dämonen verwickelt ist. Auch ihr Vater scheint bei dieser höllischen Auseinandersetzung die Hände mit im Spiel zu haben. Vee macht sich auf den Weg durch eine apokalyptische Welt, um das Geheimnis ihrer Identität zu ergründen.

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 Wie schon in „Tagebuch aus der Hölle“ findet die Handlung des vorliegenden Romans ebenfalls in einer apokalyptischen Hölle statt, die Jeffrey Thomas sehr bildreich darstellt. Da fühlt man sich schon manchmal an die visionären Welten eines Clive Barker erinnert, wobei der Schreibstil von Thomas leider die Qualitäten Barkers nicht erreicht. Vor allem der Anfang von „Der Untergang der Hölle“ macht richtig Spaß, weil man mit der Protagonistin miträtselt, wo und warum sie sich in einer derart prekären Lage befindet. Auch die Idee der sprechenden, manchmal etwas vorlauten Schusswaffe aus Knochen hat mir gefallen, wenngleich gegen Ende der Geschichte so manch „dummer Spruch“ aus dem Gewehrmund kommt, den Thomas wohl besser hätte weggelassen. Aber da sind die Geschmäcker ja verschieden und ich kann mir durchaus vorstellen, dass gerade diese lustigen Einschübe manch einem Leser ein Grinsen auf die Mundwinkel zaubern. Mir persönlich wäre eine dramatischere und weniger kabarettistische Vorgehensweise lieber gewesen.

Die Welt, die Jeffrey Thomas in seinem neuen Roman beschreibt, ist, wie gesagt, sehr bildreich geschildert und lässt einen live dabei sein. „Tagebuch aus der  Hölle“ war aber aus meiner Sicht realistischer (und dadurch auch besser) und vor allem, viel blasphemischer. Da haben mir die vielen „kirchenfeindlichen“ Anspielungen weitaus besser gefallen, als im vorliegenden Buch.

Leider entgleitet Thomas zum Ende des Romans die sprachliche Gewandheit und oft kam es mir vor, als lese ich ein „John Sinclair“-Romanheft. Da waren mir ein paar Passagen leider zu platt und einfach gestrickt. Insgesamt macht aber auch der zweite Ausflug in Jeffrey Thomas‘ „Hölle“ wieder ungemein Spaß. Vor allem die Zusatzgeschichte „Die verlorene Familie“ (ein Bonus wie auf einer DVD oder BluRay) hat mir so richtig gut gefallen. Toll, dass der Festa-Verlag dieses „Schmankerl“ in der deutschen Ausgabe mit veröffentlich hat.

Das Cover ist, wie beim Festa-Verlag gewohnt, enorm ansprechend und optimal gestaltet. Der Festa-Verlag ist einer der wenigen Verlage, bei denen ich die Bücher alleine schon wegen der Cover mag. Die sind einfach absolute Eye-Catcher. 😉

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Fazit: Jeffrey Thomas‘ zweiter Ausflug in die Hölle kann leider nicht so überzeugen, wie der Vorgänger „Tagebuch aus der Hölle“, vermag aber dennoch den Leser geschickt in eine apokalyptische, dystopische Welt entführen, die sehr bildlich dargestellt wird.

© 2014 Wolfgang Brunner für Buchwelten

NightWhere von John Everson

everson

Erschienen als Taschenbuch
im FESTA Verlag
400 Seiten
13,95 €
ISBN: 978-3-86552-286-3

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Marks Frau Rae hat so außergewöhnliche sexuelle Wünsche, dass sich das Paar auf Fesselspiele in Swingerclubs einlässt. Doch schon bald sucht Rae nach einer Steigerung. Durch Zufall erhalten Rae und Mark eine Einladung in den fast schon legendären Sexclub „NightWhere“, in dem alles erlaubt ist. Wirklich alles!!!
Rae gerät immer mehr in den Bann des Clubs und lässt sich auf Praktiken ein, die früher oder später mit dem Tod enden werden. Mark will aber seine geliebte Frau nicht verlieren und versucht sie zu retten. Doch Rae verliert sich im Strudel von Sex und Gewalt und würde sogar ihr Leben dafür opfern, wenn sie dadurch den ultimativen Orgasmus erreichen würde …

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Es ist schon erstaunlich, wie Everson es hinkriegt, ein derart „versautes“ Thema so zu beschreiben, dass es fast schon salonfähig wird. Klar geht es in „NightWhere“ so richtig zur Sache – und mit richtig meine ich auch richtig. 😉
Aber dennoch fängt Everson eine Atmosphäre mit seinen Worten ein, die den Leser fast schon so süchtig macht, wie die Protagonisten nach Folter. Ähnlich wie in seinem Roman „Ligeia“ beschreibt der Autor eine sexuelle Obsession, die dieses Mal allerdings eine Frau befällt und nicht, wie in „Ligeia“ einen Mann.

Geht der Roman anfangs noch relativ harmlos an, werden die geschilderten Sex- und Folterszenen immer expliziter, aber niemals so richtig abstossend beschrieben. Da muss man schon ein Händchen dafür haben, um nicht in eine „billige“ Schiene abzurutschen. Everson schafft es, wie immer er das auch hinbekommt.
Als Nebenhandlung kommt dann auch noch die Liebesgeschichte des Ehepaars hinzu, das sich in den Fängen des SM-Clubs „NightWhere“ mit der Zeit völlig verliert. Genau diese Geschichte ist es, die die ausschweifenden Stellen des Thrillers mit dem Hauch eines Dramas übertüncht.

Gerade in der ersten Hälfte freute ich mich genauso wie die Protagonistin darauf, wieder in den Club zurückzukehren, denn Everson beschreibt diese Welt, als wäre man live dabei. Man kennt ein paar Leute und fängt an, sie sogar trotz ihrer sexuellen Vorlieben zu mögen. Selbst wer mit der Welt der Sadomaso-Fetischischten nichts anzufangen weiß, wird diesen Roman (vorausgesetzt man lässt sich einfach darauf ein) mögen. Spannend und innovativ ist er auf jeden Fall und auch wenn mir persönlich das Ende nicht so gut gefallen hat, wie ich es mir gewünscht (und während des Lesens vorgestellt) hatte, so bleibt „NightWhere“ durchwegs positiv im Gedächtnis.
Eversons Schreibstil ist die meiste Zeit sehr hochwertig und poetisch. Gerade mit solchen Worten und Sätzen eine derartige Handlung zu verfassen, zeigt, wie mutig der Autor ist.

Wer eine außergewöhnliche, brutale, blutige, abartige, sexuell ausschweifende Geschichte in einem gehobenen Schreibstil lesen möchte, ist mit John Eversons „NightWhere“ gut bedient. Wer Blut und andere Körperflüssigkeiten nicht so explizit beschrieben lesen möchte, dass er ein dreidimensionales Bild in seinen Gedanken sieht, der sollte die Finger von dem SM-Thriller lassen, auch wenn er da einen außergewöhnlichen, mutigen Roman verpasst.

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Fazit: Mutig, blutig, teilweise abartig und zeitgleich visionär und poetisch beschreibt Everson eine Welt, die die wenigsten von uns kennen (und wahrscheinlich auch nicht kennenlernen wollen). Nicht ganz so gut wie „Ligeia“, aber mit einer wunderbaren Stimmung, die von blutigen, unter die Haut gehenden Szenen abgelöst werden, die aber niemals wirklich abstoßend wirken.

© 2014 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Du bist noch nicht tot von Dan Wells

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dan wells
Erschienen als
broschierte Ausgabe
im Rough Cut bei
PIPER
352 Seiten
Preis: 12,99 €
ISBN: 978-3-492-26995-7

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Der junge John Wayne Cleaver sieht sich selber als Gefahr und als potentiellen Killer. Bereits dreimal hat er getötet, jedoch waren es keine Menschen, sondern Dämonen, die John in seiner Heimatstadt aufgespürt hat.

Nach dem letzten Vorfall hat das FBI ihn verpfichtet, sie im Kampf gegen die Verwelkten (so heißen die Dämonen dort im Team intern) mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten, sich in einen Killer hineinzudenken, zu unterstützen.

Das Team reist durch die Lande und, wenn sie einen Dämon aufgespürt haben, schlagen sie zu. In dem kleinen Ort, in dem sich die Gruppe um John derzeit aufhällt, schlägt ein brutaler Killer zu. Es scheint sich um einen Kannibalen zu handeln, denn die Toten weisen schrecklicke Bisswunden auf. Als sich der Killer schriftlich an John persönlich wendet, kann er nicht widerstehen. Er will diesen Killer schnappen, am liebsten jedoch auf eigene Faust, denn John ist nicht dafür gemacht, in einem Team zu arbeiten. Er ist und bleibt ein Einzelgänger ….

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Endlich ist er da, der vierte Teil um den mittlerweilen 17-jährigen John Wayne Cleaver. Ich habe mich über diese Nachricht sehr gefreut, denn ich war immer in dem Glauben, dass der Autor hier eine Trilogie liefert, die somit beendet war. Doch nach den zwei Partials-Romanen (Buchwelten hat darüber geschrieben), geht die Geschichte nun doch weiter.

Die Story gefiel mir grundsätzlich ganz gut, auch wenn sie für mich stellenweise durch viele (fremde) Namen der Damönen beinahe etwas wirr war. Allerdings ist die Stimmung nicht mehr die, wie in den ersten drei Roman. Was daran liegen mag, dass alte Charaktere einfach nicht mehr da sind (z.B. Johns Mutter) und die besondere Umgebung mit bestimmten Handlungsorten (das Bestattungsunternehmen, das Johns Mutter gehört hat) ebenso wegfallen. Diese Punkte haben für mich einen großen Teil in diesen Romanen ausgemacht. Jedoch ging es nicht nur mir als Leser so, denn John, der Protagonist empfindet genauso, er fühlt sich selbst auch nicht mehr wohl und das finde ich  dann doch wieder gut 🙂 .

Der Spannungsbogen ist aber gut gespannt, der Sprachstil ganz der alte und kein bisschen schlechter als in den vorherigen John Cleaver Romanen. Ich bin wieder durch die Handlung geflogen und war sehr schnell durch. John hat nach wie vor die gleichen wirren Gedanken, kapselt sich am liebsten ab, zieht sich zurück und erreicht dadurch noch am meisten. Auch wenn er es nie einsehen will, er ist doch einfach ein netter Kerl.

Achtung: Es geht recht heftig zu, die Szenen sind stellenweise wirklich krass, blutig und nicht unbedingt etwas für schwache Nerven.

Die Inhaltsangabe empfinde ich als ein wenig fehlerhaft, denn John kann die Dämonen nicht als einziger „sehen“, in diesem Teil hat er z.B. nicht nur ein Team des FBI um sich herum, er hat auch Hilfe von Brooke, einem Mädchen, welches wir bereits im dritten Roman kennengelernt haben.

Der Verlag präsentiert den Thriller wieder im Rough Cut, der mir optisch besonders gefällt, weil er einfach so ausgefallen ist. Die Reihe macht sich im Regal nebeneinander somit sehr gut.

Ich gehe mal einfach davon aus, dass es mit der Reihe um John Cleaver weitergeht. Auch wenn Dan Wells sich mittlerweile auch anderen Projekten widmet (u.a. den Partials), scheint auch ihm selbst sein Charakter des John mittlerweile ans Herz gewachsen zu sein. Außerdem scheint die Fangemeinde offensichtlich mehr zu wollen, ich denke, dass er es ihr liefert.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für den neusten Roman um John Wayne Cleaver. Sicherlich wieder gut und spannend. Es macht Spaß die Story weiterzuverfolgen. Dennoch kommt er nicht mehr ganz an die ersten drei Bände heran, was aber wohl an den fehlenden Figuren und an Besonderheiten liegen mag, die eben die Stimmung für mich ausgemacht haben.

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Ich danke PIPER für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Hier gehts zu meinen anderen Rezensionen der Werke von Dan Wells: —> klick

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© Buchwelten 2014

Tagebuch aus der Hölle von Jeffrey Thomas

Erschienen als Taschenbuch
bei Festa-Verlag
insgesamt 264 Seiten
Preis: 13,95 €
ISBN: 978-3-865-552096-8
Katergorie: Thriller, Horror

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Ein Mann begeht Selbstmord. Er denkt, alles wäre ab dem Moment vorbei, in dem er sich mit einem Gewehr den Schädel wegpustet. Doch weit gefehlt!

Er erwacht in der Hölle, die nicht dem entspricht, was der Mann sich immer darunter vorgestellt hat, obwohl er nie an sie glaubte. Alle Menschen, außer bibelfeste Christen, müssen dort ihr Dasein fristen.

All diese Ungläubigen werden von Dämonen auf brutalste Arten gefoltert, um ihre Sünden (nämlich ihre Ungläubigkeit an den Schöpfer) zu büßen. Es gibt Universitäten, an denen religiöser Kram gelehrt wird, Folterfabriken und Angriffe von Engeln, die aus den Sphären des Himmels in die Hölle hinabsteigen, um sich einen Spaß daraus zu machen, die armen Seelen der Ungläubigen mit abartigen „Spielen“ zu drangsalieren.

Der Mann besitzt ein in Menschenhaut gebundenes Buch, das er, außer für seine Uni-Einträge, als Tagebuch benutzt und seine Erlebnisse niederschreibt. Er hofft, dass er diese eines Tages in die Welt der Lebenden bringen kann.

Als der Mann dann eines Tages eine schwerverletzte Dämonin, also eine seiner Peinigerinnen, trifft und sie rettet, löst er damit unbeabsichtigt eine Kettenreaktion aus. Die Hölle verändert sich, als Engel und Dämonen einen Krieg beginnen.

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Schon als Jugendlicher begeisterte mich die Thematik eines Lebens nach dem Tod und ich habe bereits viele Werke (Sachbücher und Belletristik) darüber gelesen. Jeffrey Thomas greift das Thema anders auf und das hat mir gefallen. Auch wenn die Story leider zum Ende hin ein wenig abflacht und irgendwie klischeehaft auf mich wirkte, überzeugte mich Thomas‘ Hölle.

Der Schreibstil ist an vielen Stellen gehoben und ausdrucksstark. Hin und wieder gleitet Thomas in einen umgangssprachlichen Jargon, der aber keinesfalls störend wirkt.

Insgesamt kann der Autor mit einigen gelungenen Ideen aufwarten, die der Hölle, entgegen der Vorstellungen, wie man sie aufgrund Dantes Inferno immer hatte, einen fast schon „coolen Touch“ geben. Gerade die erste Hälfte macht ungemein Spaß, weil man wirklich gespannt ist, was sich Jeffrey Thomas noch alles ausgedacht hat.

Unbedingt erwähnt werden müssen die Illustrationen von Erik Wilson, die das Buch perfekt abrunden und dem Werk einen Hauch von Clive Barkers Weltenschöpfungen verleihen. Selten haben mir Illustrationen so überzeugend eine Romanhandlung nahegebracht. Die Bilder sind grandios und machen das Buch zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis.

Wie immer bei Festa, lassen sowohl Titelbild wie auch der Einband in Lederoptik keine Wünsche offen. Toll ist, dass im Festa-Verlag immer wieder solche „Schätze“ wie dieser Roman, die kein anderer Verlag auf den Markt bringen würde, erscheinen. 

Ob es sich bei „Tagebuch aus der Hölle“ wirklich um einen „blasphemischen Roman“ handelt, wie Schriftstellerkollege F. Paul Wilson behauptet, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich halte nicht viel von Religionen und fühlte mich daher kein einziges Mal angegriffen. Da ich aber weder Christ bin, noch einer anderen Religion angehöre, weiß ich dank Jeffrey Thomas jetzt schon, was mich erwartet. 🙂

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Fazit: 4 von 5 Sternen für eine andere Interpretation der Hölle. Trotz der Grausamkeiten vermittelt der Autor eine fast schon reizvolle Welt, die uns nach dem Sterben erwartet. Jeffrey Thomas‘ Ideen sind oft genial und sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Meinen traf der Autor meistens und ich bin gespannt, was er uns noch bescheren wird.

Ich danke dem Festa-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

© Cryptanus für Buchwelten 2013

Das schwarze Kollektiv von Michael Zandt (3/5)

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Erschienen als
Taschenbuch
im ASP Verlag
264 Seiten
Preis: 11,80  €
ISBN:  978-3981509236
Kategorie: Dark Fantasy 18+

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Ariko, ein jugendliches Waisenkind wurde früh zum Militär eingezogen. Eigentlich fühlt er sich in der christlich, geregelten Welt der Soldaten sehr wohl.

Als der Krieg gegen die Waldbewohner Hameshi ausbricht, muss der Soldat Ariko mit zum Einsatz in den Wäldern. Und dort erfährt Ariko die Wunder der Natur, fühlt sich plötzlich zum Volk der Waldwesen gerufen, denn die Art wie sie im Einklang mit der sie umgebenden Welt leben, die sagt ihm viel mehr zu, als die kalte Welt des Militärs.

Als sich Ariko unsterblich in die schöne, feindliche Kriegerin Lamis’jala verliebt wechselt Ariko die Seiten. Er kämpft von nun auf der Seite der Waldmenschen, versucht das Militär aus deren heimischen Wäldern zu vertreiben.

Ein schwerer Kampf, der viele Opfer auf beiden Seiten fordert. Kann Ariko den Hameshi helfen, diesen Krieg um die Wälder zu gewinnen? Mit Pfeil und Bogen und den Mächten der roten Mutter ankämpfen gegen Panzer, Lafetten und sonstige scharfe Waffen?

Zusätzlich kämpft der junge Ariko noch um die Liebe Lamis’jalas. Auch dies ist nicht einfach. Denn trotz seines Wechsels auf die Seite der Hameshi wird er von ihnen noch lange nicht als einer ihresgleichen anerkannt …

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Ich habe den Debütroman von Michael Zandt „HAPU – Der Teufel im Leib“ gelesen und auch in der Rezension zu diesem Roman schon erwähnt, dass ich ab und an etwas verwirrt war, von den vielen Namen, Arten und Unterarten der Dämonen und Götter.

Nun, das war hier auch der Fall, sogar noch etwas extremer. Habe ich bei HAPU zuletzt den Zusammenhang zwischen Asartu, Sepuku und Angrubar immerhin kapiert, so wurde es mir in diesem Roman noch erheblich schwerer gemacht. Hier zu folgen ist schon sehr anstrengend. Denn es gibt diesbezüglich in diesem Roman noch einiges mehr an „Input“ 

Dieser Roman gilt als Fortsetzung zu „HAPU“, doch dieser Charakter, der mir sehr sympathisch war (sie ist eine Nachfahrin Satans, die unter uns Menschen lebt), kommt in exakt 2 Szenen vor. Unter anderen in der ersten Szene des Romans.

Sicherlich hat sich der Autor auch wieder richtig gute Dinge ausgedacht und zu Papier gebracht. Die Art der Hameshi, wie sie mit der Natur umgehen und in dieser leben, hat er sehr ausführlich und anschaulich beschrieben. Die Techniken der Verständigung und die des Kampfes ebenso.

Der Schreibstil ist erneut einfach aber dennoch gut. Es gab wieder sehr viele blutige und brutale Szenen, in denen Verletzungen ausführlichst beschrieben wurden. Leser, die nicht so gerne „Blut sehen“, die mögen gewarnt sein.

Dieser zweite Roman des Autors ist in einem neuen Verlag, wieder als Taschenbuch, erschienen. Hat sich für mich die Qualität der Blätter verbessert (beiges, weiches Papier, statt weiße Seiten), so empfinde ich das Cover als viel zu dunkel.

Ein dunkler Hintergrund passt sicherlich zum Thema, doch man kann den Buchtitel nur sehr schwer und den Verlag gar nicht lesen. Wenn der Roman im Buchregal steht, sieht mein Auge nur einen fast schwarzen Buchrücken.
Es wurde jedoch, trotz neuem Verlag, darauf geachtet, dass die Buchgrösse der beiden Romane identisch ist. 

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Die Kapitel sind innerhalb dieser immer wieder unterteilt und lassen sich recht schnell lesen. Die Seiten sind jedoch sehr voll beschrieben, die Ränder links und rechts sind schmal gehalten. 

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Mein Fazit: 3 von 5 Sternen für den zweiten Roman von Michael Zandt, der eine Fortsetzung, aber irgendwie auch keine ist. Wer sich auf die Figur HAPU freut, der könnte enttäuscht sein. Aber es gibt dennoch eine besondere Welt zu  entdecken, mitunter ist Roman jedoch sehr brutal und auch verwirrend. Die Grundidee ist aber eine gute und der Schreibstil ebenso. Daher vergebe ich trotz aller negativen Einflüsse dennoch 3 Sterne.

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Ich danke dem Art Skript Phantastik Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

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© Buchwelten 2012