Lass uns töten von Jeff Strand

lassunstöten

Erschienen als Taschenbuch
im FESTA Verlag
344 Seiten
14,99 €
ISBN: 978-3-86552-843-8
Kategorie: Thriller

.

Als Kinder teilten sich Alex Fletcher und Darren Rust ein Zimmer im Internat. Sie kamen miteinander klar, aber Freunde wurden sie nie. Darren war viel zu seltsam für Alex, da er eine fast schon krankhafte Neugier auf den Tod besaß.
Dennoch verband die beiden immerzu ein Band, das sie auf eine mysteriöse Weise zusammenhielt. Als Alex  verheiratet und glücklicher Vater ist, taucht Darren wieder in seinem Leben auf. Und seine Gier nach dem  Tod ist nicht vorbei, sondern hat sich, ganz im Gegenteil, sogar noch verstärkt. Darren sucht in Alex nach einem Gleichgesinnten, um gemeinsam mit ihm diesem Verlangen nachzugehen .

.

Nach seinem ungewöhnlichen Ausflug mit „Der Zyklop“ in die Fantasywelt, der nicht jeden Leser ganz überzeugen konnte, legt Jeff Strand mit „Lass uns töten“ einen fulminanten Thriller vor, den man nicht mehr aus der Hand legen kann (und will). In einer brillanten Mischung aus Jugenddrama, nostalgischen Erinnerungen und spannendem Thriller erzählt Strand eine Geschichte, die man nicht mehr so schnell vergisst. Auch wenn man sich wünscht, dass die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten noch mehr in die Tiefe gehen würden, so wird man dennoch von dieser Hassliebe mitgerissen. Die Geschichte erstreckt sich über viele Jahre und ist in entsprechende „Bücher“ aufgeteilt. Auch wenn zwischen diesen „Büchern“ oftmals eine lange Zeit liegt, so wird man niemals aus der Handlung geworfen und begleitet die Hauptpersonen auf ihrer gemeinsamen Reise, als wären lediglich ein paar Wochen oder Monate vergangen.

Jeff Strands Schreibstil ist unglaublich flüssig, so dass man gar nicht bemerkt, wie viele Seiten man an einem Stück durchgelesen hat. „Lass uns töten“ besitzt einen Touch Stephen King, Richard Laymon und  Herbert James. Es macht unglaublich Spaß, die Entwicklung zwischen Alex und Darren mitzuverfolgen, denn diese Beziehung wechselt permanent zwischen Freundschaft und Abneigung. Man spürt, dass die beiden es immer wieder versuchen, eine echte Freundschaft miteinander einzugehen, was aber letztendlich aus diversen Gründen nicht klappt. Strand hat ein tolles Buch abgeliefert, an das man sich auch nach Beendigung der Lektüre noch gerne erinnert. Die Geschichte ist einfach zu fesselnd, als dass man sie vergessen könnte.

Der Festa-Verlag hat mit diesem Roman wieder einmal bewiesen, dass er nicht nur Extrem-Literatur „kann“, sondern auch gute Unterhaltungsliteratur. Was mich allerdings etwas irritiert, ist die Covergestaltung. Die hat nämlich aus meiner Sicht irgendwie überhaupt nichts mit der Handlung zu tun und offenbart nicht, was sich hinter „Lass uns töten“ eigentlich versteckt: ein Coming-of-Age-Roman mit Thriller-Elementen, der sich bis ins Erwachsenenalter der Protagonisten erstreckt und so manch nostalgische Gefühle in einem hervorruft, wenn man diese Jungenfreundschaft begleitet. Jeff Strand schafft es nämlich hervorragend, die Gefühle der Protagonisten und die Sehnsucht nach einer vergangenen Zeit auszudrücken. Für mich war dieser Roman eine große Überraschung, mit der ich in dieser Art nicht gerechnet hätte. Absolute Leseempfehlung.

.

Fazit: Coming-Of-Age, Thriller und Drama. Eine tolle Mischung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

©2020 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Werbung

Der bittere Trost der Lüge von Tiffany D. Jackson

trost

Erschienen als gebundene Ausgabe
im FESTA Verlag
444 Seiten
22,99 €
ISBN: 978-3-86552-829-2
Kategorie: Drama, All Age, Thriller

.

Mary soll angeblich ein Baby getötet haben und verbringt deswegen ihre Kindheit im Knast. Dort lernt sie Ted kennen, der sie schwängert. Die beiden wollen einen Neuanfang wagen und eine Familie gründen. Doch damit beginnt ein neuer Albtraum, denn man will Mary ihr noch ungeborenes Baby wegnehmen.
Eine Anwältin übernimmt Marys Fall, untersucht die vergangenen Ereignisse noch einmal und hofft auf die Mithilfe von Marys Mutter. Doch die verschließt sich und läßt Mary im Stich. Zu recht?

.

Auch wenn ich vom Klappentext her ungefähr wusste, was auf mich zukommt, so hat mich Tiffany D. Jackson mit ihrem Debütroman von der ersten Seite an vollends gepackt und in ihren Bann gezogen. Die auf dem Cover genannten Vergleiche „Orange Is the New Black“ trifft auf „Tote Mädchen lügen nicht“ passt in beiderlei Hinsicht. Die Atmosphäre und vor allem auch die erzählerische Kraft der Autorin machen es fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Der gleichbleibend hochwertige und unglaublich flüssige Schreibstil machen „Der bittere Trost der Lüge“ zu einem waschechten Pageturner. An manchen Stellen fühlte ich mich hinsichtlich des Aufbaus der Geschichte ein wenig an die Bücher von John Grisham erinnert, der sogar einen ähnlichen Schreibstil besitzt, der den Leser von Anfang an gefangen nimmt.  Jackson hat ein emotionales, spannendes und psychologisch nachvollziehbares Buch geschrieben, das man nicht mehr so schnell vergessen dürfte.

Zu der jungen Protagonistin, mit der man sowieso viel mehr mitfiebert als mit einem Erwachsenen, kommt noch das Rassenproblem zwischen Schwarz und Weiß hinzu, das der Handlung einen zusätzlichen „Kick“ verleiht. Jackson schafft es problemlos, den Leser in die Gedankenwelt der jugendlichen Straftäterin einzuführen. Man kann sämtliche Handlungen nachvollziehen und leidet, fiebert und denkt mit. Auch wenn man im Nachhinein irgendwie feststellen muss, dass im Grunde genommen gar nicht wirklich viel passiert, hätte der Roman noch gut und gerne weitere 200 Seiten fortgeführt werden können, so faszinierend ist dieses Schicksal.

Düster kommt die Geschichte daher, manchmal hoffnungsvoll, aber weitestgehend deprimierend. Auf ruhige Art und Weise wird der „Leidensweg“ der Straftäterin geschildert, ihr soziales Umfeld beleuchtet und ein Blick in das Leben einer verurteilten Mörderin im Knast geworfen. Jackson schafft eine emotionale Bindung zwischen der Protagonistin und dem Leser, spielt mit letzterem, um ihn mit verschiedenen Wendungen tief im Inneren zu berühren … und auch zu schockieren. „Der bittere Trost der Lüge“ ist definitiv eines der Highlights in diesem Lesejahr und ich denke, ich werde dieses Buch sogar nochmals lesen. Der Festa-Verlag hat mit seiner neuen Reihe „All Age“ einen weiteren Roman publiziert, den man gelesen haben sollte, so eindringlich ist er. Anhänger von gut durchdachten Thrillern und Fans von John Grisham sei dieses Werk unbedingt ans Herz gelegt.

.

Fazit: Außergewöhnlicher, stimmungsvoller Thriller, den man nicht mehr so schnell vergisst.

©2020 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Die neunte Konfiguration von William Peter Blatty

blatty

Erschienen als gebundene Ausgabe
im FESTA Verlag
192 Seiten
19,99 €
ISBN: 978-3-86552-824-7
Kategorie: Thriller, Horror, Mystery

.

Verborgen in den Wäldern der USA benutzt die Regierung ein altes Herrenhaus als militärische Irrenanstalt. 27  Soldaten leiden dort an einer mysteriösen Geisteskrankheit, bei der sich die Ärzte so manches Mal fragen, ob die Männer wirklich den Verstand verloren haben oder nur so tun.
Der Marine-Psychiater Colonel Hudson Kane wird beauftragt, die gestörten Insassen zu untersuchen. Doch schon bald muss Kane nicht nur gegen die absurden Wahnvorstellungen der vermeintlich Geisteskranken kämpfen, sondern auch gegen seine eigene Vergangenheit …

.

Nach „Der Exorzist“ katapultierte sich William Peter Blatty schlagartig in die Riege meiner Lieblingsschriftsteller. Das lag vor allem an seiner Gabe, Dialoge  in seinen Roman zu schreiben, die wirklichkeitsnäher nicht sein könnten. Leider wurde danach nur noch „Das Zeichen“ und der komödiantische Roman „Eine zuviel im Harem“ veröffentlicht. Umso mehr freue ich mich nun, dass der Festa-Verlag nun seinen Roman „Die neunte Konfiguration“ veröffentlicht hat, der übrigens auch mit Stacy Keach in der Hauptrolle verfilmt wurde. Der vorliegende Roman dürfte verschiedene Reaktionen auslösen: Die einen werden ihn als langweilig, langatmig und absolut unspannend und wirr halten. Die anderen, und dazu zähle ich mich 😉 , erkennen darin jede Menge Anspielungen auf die damalige Popkultur und entlarven Blatty als Film- und Literatur-Nerd. Es macht unglaublich Spaß, seine Seitenhiebe zu entdecken.

 „Die neunte Konfiguration“ ist kein zweiter „Exorzist“, sondern zeigt, dass Blatty sich nicht in Genre-Schubladen stecken ließ, sondern schrieb, wonach ihm war. (Das zeigt übrigens auch sein Interesse an Komödien). Der vorliegende Roman ist eine wilde Reise in eine Irrenanstalt, die nicht nur mit „Einer flog über das Kuckucksnest“ verglichen werden kann, sondern auch mit Edgar Allan Poes „Das System des Doktors Teer und des Professors Feder“. Dieserart Anspielungen muss man allerdings verstehen, um dem Roman etwas abgewinnen zu können. Blattys Schreibstil ist einfach, aber nichtsdestoweniger einprägsam und an manchen Stellen gar genial. Die philosophischen Gedankengänge, die er in seine Geschichte eingebaut hat, machen Spaß und man muss schon auch mal zwischen den Zeilen lesen. „Die neunte Konfiguration“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss, um Gefallen daran zu finden.
Ich würde mir jedenfalls sehr wünschen, wenn sich der Festa-Verlag auch noch den anderen Büchern dieses Ausnahme-Autors widmen würde.

.

Fazit: Gewöhnungsbedürftig, aber in seiner Konsequenz genial.

©2020 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Der Zyklop von Jeff Strand

zyklop

Erschienen als Taschenbuch
im FESTA Verlag
408 Seiten
14,99 €
ISBN: 978-3-86552-831-5
Kategorie: Thriller, Horror

.

Als Evans Frau stirbt, gerät sein Leben außer Kontrolle.
Kurz nachdem er auch noch seinen Job verliert, trifft er auf  eine junge, merkwürdige Frau. Sie hat keine Ahnung, was  ein Handy ist oder wie es sich anfühlt, mit einem Auto zu fahren. Harriett reist durchs Land, um angeblich einen Zyklopen zu töten.
Evan denkt natürlich, die Frau ist gestört, begibt sich aber mit ihr auf eine Reise durch die Staaten. Dabei wird er immer unsicherer, ob die Frau nicht doch die Wahrheit erzählt und es Zyklopen tatsächlich gibt.

.

Jeff Strands „Der Zyklop“ ist eine wilde Reise durch die Horror-, Thriller- und Fantasy-Genres. Man muss sich definitiv darauf einlassen können, um genau den Spaß an diesem Roman zu haben, den Strand damit beabsichtigt hat. Aber der Reihe nach. Zuerst einmal finde ich den Schreibstil des Autors sehr angenehm und flüssig zu lesen, was das vorliegende Werk auf alle Fälle schon einmal überaus kurzweilig (und daher schnell lesbar) macht. „Der Zyklop“ ist definitiv anders und das macht das Buch auch wiederum zu etwas Besonderem, was man nicht alle Tage in die Hände bekommt. Es ist ein Roadmovie zwischen zwei Buchdeckeln, mit jeder Menge Humor und Zynismus, aber auch Spannung und ruhigen Momenten. Genau diese Mischung ist es auch, die mich letztendlich dann doch (trotz des schrägen Finales) überzeugt hat. Eines kann man dem Roman auf jeden Fall attestieren: Die Story bleibt im Gedächtnis haften.

Sicherlich sucht man bei manchen Szenen nach einer Logik, die man nicht findet, aber das macht in diesem Fall gar nichts. Zu witzig ist die Handlung, der man trotz dieses kleinen Mankos gerne folgt. „Der Zyklop“ ist ein Trip, der das Schubladendenken so mancher Leser auf den Kopf stellen wird. Und das ist auch gut so, denn dadurch hebt sich dieser exzentrische Roman von der Vielzahl an Mainstreamwerken ab und geht einen eigenen, besonderen Weg. Ich für meine Person kann nur sagen, dass „Der Zyklop“ einen hohen Unterhaltungswert abgibt.
Wer Jeff Strand kennt, wird nicht enttäuscht werden. Wer ihn nicht kennt, verliebt sich entweder in seine Fantasien oder er wird kein weiteres seiner Bücher lesen.
Hier serviert er auf jeden Fall einen interessanten, mythologisch angehauchten Roadtrip, der so manches Mal an die Abenteuer eines Rollenspiels erinnert.
„Der Zyklop“ ist nicht unbedingt Jeff Strands bester Roman, aber er ist trotzdem eine verdammt gute und kurzweilige Lektüre.

.

Fazit: Kurzweiliger, exzentrischer, witziger, spannender und abgefahrener Genremix.

©2020 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Die Kreatur von Hunter Shea

kreatur

Erschienen als Taschenbuch
im FESTA Verlag
464 Seiten
14,99 €
ISBN: 978-3-86552-817-9
Kategorie: Thriller, Horror

.

Die todkranke Kate möchte mit ihrem Ehemann Andrew in einer abgelegenen Hütte im Wald, mit Blick auf einen idyllischen See, zur Ruhe kommen. Dies scheint der geeeignete Ort zu sein, den die Kranke für eine Heilung dringend nötig hat.
Doch schon bald stellen Kate und ihr Mann fest, dass sie nicht allein sind. Irgendetwas lauert im Wald. Und Kate stellt fest, dass dieses Monster irgendetwas mit ihr, ihrem Körper und ihrer Krankheit zu tun hat.

.

Wow, was für eine tolle Atmosphäre, die Shea Hunter mit seinem Roman „Die Kreatur“ erschafft. Weniger Horror als vielmehr Psychodrama könnte man den vorliegenden Roman aus dem Hause Festa nennen. Das Grauen baut sich langsam auf und wenn man sich auf die Geschichte einlässt, fühlt man mit den beiden Protagonisten mit, empfindet ihre Emotionen und hofft, dass sich ihr Leben verbessert. Schleichend dringt dann der Schrecken immer mehr in ihre Realität, so dass man sich ähnlich hilflos fühlt, wie das Ehepaar. Hunt schildert diese Gefühlswelt sehr gut, kann aber auch den Schauplatz so detailliert beschreiben, dass man ihn bildhaft während des Lesens vor sich sieht. Der Schreibstil ist sehr flüssig, so dass man ein Kapitel nach dem anderen einfach so weglesen kann, ohne dass jemals Langeweile aufkommt. Apropos Langeweile: Für den ein oder anderen Leser mag „Die Kreatur“ eine Mogelpackung sein, denn echter (Creature-)Horror kommt erst gegen Ende zum Tragen. Zwei Drittel des Buches begleiten wir das Ehepaar vielmehr auf ihrer tragischen Reise, einen einigermaßen normalen Alltag wieder zurückzugewinnen.

Interessant sind auch die zahlreichen Anspielungen Shea Hunters, die zeigen, dass er sich für Filme aus den 80er und 90er Jahren interessiert. Genau deren Atmosphäre erschafft er mit seinem Roman perfekt. Die Handlung stellt eine äußerst ansprechende Mischung aus Drama, Thriller und Horror dar und, wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir auch in der zweiten Hälfte weniger Action gewünscht. Hätte Hunter seine ruhige, unspektakuläre Erzählweise bis zum Ende hin beibehalten, wäre „Die Kreatur“ ein wahrhaft beeindruckendes Buch geworden. So aber wird das Finale zu einem wilden Gemisch aus Versatzstücken, die man des Öfteren sowohl in Büchern als auch in Filmen serviert bekommen hat. Es wirkt an manchen Stellen, als wollte der Autor eine gewisse Erwartungshaltung seitens eines Mainstream-Publikums erfüllen, was ihm letztendlich ja auch gelungen ist.
Ich hätte mir, wie gesagt, die ruhigere Art mehr gewünscht. Doch trotz dieses Kritikpunktes ist „Die Kreatur“ ein toller Roman geworden, der mich, trotz relativ einfacher Handlung, im Gedächtnis haften bleiben wird. Vor allem, wenn man im Nachwort dann liest, dass Shea Hunter einen Teil seines eigenen Lebens und des Schicksals seiner Frau mit einfließen hat lassen, werten das Buch dann doch noch einmal auf.

.

Fazit: In der ersten Hälfte ruhiges, später blutiges Psychodrama um eine kranke Frau.

©2020 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Kull – Verbannt aus Atlantis von Robert E. Howard

Kull

Erschienen als gebundene Ausgabe
im FESTA Verlag
412 Seiten
24,00 €
ISBN: 978-3-86552-462-1
Kategorie: Fantasy

.

Kull, Prototpy für Conan, erlebt viele Abenteuer, seit er auf dem Thron von Valusien sitzt und sich gegen menschliche Intrigen und finstere Mächte wehren muss. In diesem Band sind alle Erzählungen und Fragmente über Kull enthalten, fantastisch illustriert von Timo Wuerz.

.

Liest man die ersten Geschichten um Kull, fühlt man sich sofort an die kongenial in Szene gesetzte „Conan“–Verfilmung von John Milius erinnert. Es ist darin unüberlesbar, dass Kull der „kleine Bruder“ von Conan ist. 😉
Robert E. Howard besitzt einen fantastischen Schreibstil, der einen sofort in den Bann zieht. Es sind gewählte Worte, die der Autor benutzt, um seine fantastischen und auch philosophisch angehauchten Geschichten zu erzählen. Ich fühlte mich bei jeder Story angenehm unterhalten und die Illustrationen von Timo Würz unterstrichen die Erzählungen beeindruckend. Wie verschiedene Puzzleteile fügen sich die Geschichten (zusammen mit den Zeichnungen) am Ende zu einem beeindruckenden Ganzen zusammen, das fast wie ein Roman wirkt. Howard schafft es mit seinem gehobenen Schreibstil, eine ganz besondere Atmosphäre einzufangen, die man nicht mehr so schnell vergisst.

Die Zusammenstellung der einzelnen Geschichten ist hervorragend gelungen und bildet, wie bereits erwähnt, im Gesamten ein tolles Endergebnis. Im Nachhinein gesehen wirken die Erzählungen geradezu legendär, wenn man sie gedanklich Revue passieren lässt. Vor allem die abgedruckten Fragmente ergeben ein wirklich beeindruckendes Gesamtbild, bei dem man leider nur vermuten kann, was Howard ursprünglich mit seiner Figur vorhatte. Kull ist zwar einerseits ein Vorgänger von Conan, andererseits aber ein Protagonist mit weitaus mehr Tiefgang (zumindest meinem Empfinden nach). „Kull“ macht Spaß und entführt in fremde Welten, in denen man sich als Leser gerne aufhält. Howards Geschichten sind Auslöser einer riesigen, bis heute andauernden Welle, von Fantasyroman, in denen (Schwert)-Kämpfer die Hauptrolle spielen. Es handelt sich dabei um das Genre der Low Fantasy, auch Sword & Sorcery genannt. Eine genaue Beschreibung dieser Stilrichtung wäre ohne Howards Werk gar nicht möglich. Wahrscheinlich hätte es einen Elric von Melnibone aus der Feder von Michael Moorcock nicht gegeben, zumindest nicht in dieser Art.

Die Geschichtensammlung wird in der vorliegenden Ausgabe vom Festa so präsentiert, wie Howard sie auch verfasst hat. Enthalten sind auch bislang unveröffentlichte Geschichten, sogar Entwürfe und Fragmente, die ein tolles Gesamtbild ergeben. Bei vielen Erzählungen wünscht man sich, der Autor hätte sie ausführlicher geschrieben oder gar einen Roman daraus gemacht. Für mich stellt „Kull“ einen tollen Ausflug in die Welt eines Autors dar, der leider viel zu früh von uns gegangen ist. Wer weiß, welche Werke uns noch von ihm erwartet hätten. Umso erfreulicher ist es, dass uns der Festa-Verlag nicht nur mit diesem Buch einen Einblick in diese faszinierende Welt ermöglicht.

.

Fazit: Legendärer Wegbereiter der Sword & Sorcery – Literaturgattung. Absolute Leseempfehlung für Freunde gehobener Fantasy-Literatur.

©2020 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Drei Bethanys von Jeff Abbott

bethanys

Erschienen als gebundene Ausgabe
im FESTA Verlag
540 Seiten
22,99 €
ISBN: 978-3-86552-800-1
Kategorie: Thriller

.

Mariah kann nicht glauben, dass ihre Mutter Bethany einfach so unauffindbar verschwunden sein soll. Die Polizei glaubt, dass Mariahs Vater sie umgebracht hat, aber bislang hat man noch keine Leiche gefunden. Mariah ermittelt auf eigene Faust und entdeckt, dass nicht nur ihre Mutter, sondern noch eine weitere Frau namens Bethany verschwunden ist. Ist die Namensgleichheit Zufall? Oder steckt mehr dahinter? Und dann kommt auch noch eine dritte Beth ins Spiel …

.

Ich hatte bislang noch kein Buch von Jeff Abbott gelesen und wusste nicht, was mich erwarten würde. Der Thriller erschien in der Reihe „Must Read“ des Festa Verlags und hat mich von der ersten Seite an hypnotisiert. Die Geschichte ist eine völlig andere, als ich erwartet habe. Denn eigentlich rechnete ich mit einer Story, die auch Horror beinhaltete, stattdessen wurde ich von einem Thriller gefesselt, wie man ihn besser nicht schreiben könnte. Von der ersten Seite an ist man mittendrin, begleitet Mariah auf ihrer Suche und möchte sie nicht mehr alleine lassen, was so viel heißt, als dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Obwohl nicht wirklich viel passiert, gerät man in einen Sog, der einen nicht mehr loslässt. Abbotts Schreibstil ist dermaßen bildhaft (und auch flüssig zu lesen), dass man die Ereignisse als Film in seinen Gedanken sieht. Die Ermittlungen sind absolut nachvollziehbar und die Geschichte kann auch mit einigen unerwarteten Wendungen aufwarten, so dass an keiner Stelle Langeweile aufkommt.

„Drei Bethanys“ gehört zu der Art von Büchern, die einen in jeder verfügbaren Minute danach greifen lassen, weil man wissen will (nein, wissen MUSS), wie es weitergeht. Immer wieder ertappte ich mich dabei, wie ich zwischen den Kapiteln das wunderschöne Cover ansah, weil es hervorragend zu der Atmosphäre des Buches passt. „Drei Bethanys“ macht süchtig, was man nicht von vielen Büchern in solch einem Maße behaupten kann. Die Seiten fliegen nur so dahin und man hängt immer noch ein Kapitel dran, weil man es eben muss. Jeff Abbott hat einen Thriller geschrieben, der eine unglaublich intensive Stimmung verströmt und außerordentlich authentisch ist. Die Charakterzeichnungen, allen voran die der Mariah, sind stimmig und glaubwürdig, so dass man mit den Protagonisten mitfiebert. Abbott legt einige falsche Spuren aus, denen man, wie Mariah, naiv folgt, bis man eines besseren belehrt wird. Der Spannungsbogen wird also durchgehend bis zum Finale aufrechterhalten.

Auch wenn die Geschichte letztendlich irgendwie  nichts überragend Neues bietet, so könnte ich mir „Drei Bethanys“ als absolut tollen Film vorstellen. Wahrscheinlich liegt es wirklich an den tollen Charakteren und den detaillierten Ermittlungen, dass mich dieses Buch derart begeistert hat. Und auch wenn das Ganze relativ ruhig über die Bühne geht, so bleibt im Nachhinein ein beeindruckendes Gesamtbild im Kopf des Lesers hängen. So und nicht anders sollte ein Thriller geschrieben sein. Jefff Abbott hat in mir definitiv einen neuen Fan seiner Romane gefunden. Und der Festa Verlag hat mich sowieso schon seit längerer Zeit mit seinem tollen Programm gefangen genommen. „Drei Bethanys“ ist zurecht in der Verlagsreihe „Must Read“ erschienen, denn diesen Roman sollte man tatsächlich unbedingt gelesen haben.

.

Fazit: Unbedingt lesen. Ein hervorragend geschriebener Thriller, der im Gedächtnis haften bleibt.

© 2020 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Im Spukhaus von Jonathan Janz

Spukhaus

Erschienen als Taschenbuch
im FESTA Verlag
502 Seiten
14,99 €
ISBN: 978-3-86552-802-5
Kategorie: Thriller, Horror

.

Schriftsteller David Caine glaubt nicht an das Übernatürliche, obwohl er Bücher über dieses Thema schreibt. Ein Freund lädt ihn dazu ein, eine Zeit in einem Spukhaus zu verbringen, um eventuell ein neues Buch darüber zu schreiben.
Caine willigt ein und überdenkt seine Meinung über Geistererscheinungen immer mehr, als sich unheimliche Vorgänge ereignen. Außerdem lebt in der Nähe eine seltsame Familie, die Caine zu denken gibt. Und dann begegnet ihm plötzlich der Geist eines Mädchens, das er aus seiner Vergangenheit kennt und das Selbstmord begangen hat …

.

Ich war sehr gespannt auf diesen Roman, weil ich eine klassische Gruselstory erwartete, wie etwa die alten Filme aus den Hammer Studios. Jonathan Janz liefert mit „Im Spukhaus“ genau jene Stimmung ab, wenngleich auch „nur“ in der ersten Hälfte oder den ersten beiden Dritteln (der Übergang zwischen klassischem Horror und modernem Thriller ist sehr fließend), was aber keineswegs heißt, dass der Roman nicht durchgehend gut wäre. Janz führt den Leser behutsam, und eben auf die oben bereits erwähnte klassische Art und Weise, in seine Handlung ein und packt ihn mit seinem flüssigen Schreibstil, der das Buch zum Pageturner macht. Die klassischen und gruseligen Momente sind überwiegend in der ruhigen, ersten Hälfte des Romans zu finden, in der sich auch die wunderbare Atmosphäre aufbaut.

Schleichend überschreitet der Autor dann immer mehr die Grenze zwischen Horror und Thriller und steuert auf ein dramatisches Ende zu. Der Spannungsbogen wird konstant aufgebaut und die anfangs noch fast schon nostalgische Stimmung entwickelt sich immer mehr zu einem spannenden Abenteuer, in dem es nicht nur ausschließlich um übernatürliche Phänomene geht. Ich konnte mich teilweise sehr schwer von der Geschichte lösen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Vor allem auch seine Charakterbeschreibungen lassen den Leser mitfiebern, weil man die Personen „kennt“. Selbst bei den Nebenpersonen ist Jonathan Janz das hervorragend gelungen, so dass sich am Ende wirklich ein Gesamtbild ergibt, das man so schnell nicht mehr vergisst. An vielen Stellen dachte ich, dass sich dieser Plot absolut für eine Verfilmung eignen würde. Vielleicht kommen wir ja mal tatsächlich in den Genuss, diese stimmungsvolle Geschichte auf der Kinoleinwand anzusehen.

Jonathan Janz werde ich mir auf alle Fälle merken, denn sowohl sein sehr bildhafter Schreibstil als auch seine Ideen gefallen mir sehr. Erfreulicherweise verzichtet der Autor auch größtenteils auf übertriebene blutige Szenen, sondern setzt sie geschickt so ein, dass sie in die Handlung passen und niemals störend wirken. „Im Spukhaus“ ist eine gelungene Mischung aus Grusel, Drama und Thriller, die im Gedächtnis haften bleibt. Ich wünschte, es gäbe mehr solcher Bücher. Wie vom Festa Verlag gewohnt, passt auch das Coverbild absolut zur Geschichte und spiegelt die Atmosphäre der Story wider.

.

Fazit: Gelungene Mischung aus Grusel. Drama und Thriller.

© 2020 Wolfgang Brunner für Buchwelten

One Year After von William R. Forstchen

oneyear

Erschienen als Taschenbuch
im Festa-Verlag
512 Seiten
Euro 14,99 €
ISBN: 978-3-86552-763-9

.

Ein EMP-Angriff (Elektromagnetischer Impuls) hat sämtliche elektronischen Geräte unbrauchbar gemacht. Die Welt versinkt in einer unruhigen Zeit, in der die Menschen ums Überleben und gegen ihre Artgenossen kämpfen. Ex-Colonel John Matherson baut mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Stadt wieder auf, in der er bis zur Katastrophe gelebt hat. Doch es wohnen Unruhestifter in der Gegend und außerdem möchte ein ominöser Regierungsvertreter junge Männer und Frauen zu einer seltsamen Armee einziehen … Matheson traut der Sache aber nicht ganz. Und das zurecht, wie sich schon wenig später herausstellt …

.

MIt „One Year After“ legt nun endlich der zweite Teil der John Matherson-Trilogie vor, in der ein Mann und eine Kleinstadt gegen die Auswirkungen eines elektromagnetischen Impulses ankämpft. Wie schon im ersten Teil „One Second After“ ist das Szenario, das Forstchen beschreibt, auf die unheimlichste nur mögliche Weise derart realistisch, das man es bei genauerem Nachdenken über solch einen Vorfall mit der Angst zu tun bekommt. Die Geschichte geht nahtlos weiter und konzentriert sich auf den Geschichtsprofessor und Ex-Colonel John Matherson, dessen Familie und auch Vergangenheit. Man ist sofort wieder in der Stimmung, auch wenn eine gewisse Zeit vergangen ist, seit der erste Teil hier in Deutschland erschienen ist. Es dauert wirklich nicht lange und man fühlt sich der betroffenen Kleinstadt wieder zugehörig und nimmt an deren Problemen sofort wieder teil.

Forstchen schreibt sehr flüssig, so dass man durch die Seiten nur so fliegt, wenngleich in diesem Teil bedeutend mehr Kämpfe als im ersten eine Rolle spielen. Der ein oder andere könnte sich da durchaus überfordert (oder gar gelangweilt) fühlen, weil es sehr konzentriert passiert. Und, wie auch schon im Einstiegsband, äußert sich Forstchen an manchen Stellen übertrieben patriotisch, was man ihm aber im Grunde genommen gar nicht wirklich vorwerfen kann, denn letztendlich ist diese Trilogie ein Stück weit auch Patriotismus in Reinkultur. Sieht man über diese Kleinigkeiten hinweg, bekommt man einen Endzeit-Thriller geboten, der es in sich hat. Durchwegs gut recherchiert entführt er den Leser in eine dystopische Welt, wie sie jederzeit nach solch einer Attacke wahr werden könnte. Forstchen denkt so ziemlich an alles, was passieren könnte und führt seine Überlegungen bis in Details zu Ende. Das hat neben dem hohen Unterhaltungswert der Geschichte zur Folge, dass man sich tatsächlich immer wieder Gedanken über die politischen Situationen auf der Welt Gedanken macht.

„One Year After“ liest sich sehr schnell, vor allem, weil man permanent wissen will, wie sich die Story weiterentwickelt. Die Charakterzeichnungen der Protagonisten, allen voran natürlich die Hauptfigur John Matheson, sind ausnahmslos gelungen und überzeugend.  Die Sogwirkung der Geschichte entspricht der des ersten Teils und steht dieser auch in keiner Weise nach. Durch den guten Schreibstil ist man wieder mittendrin im Geschehen und fiebert mit. Forstchen gelingt auch hier wieder die Gratwanderung zwischen atemberaubenden Actionszenen und etwas ruhigeren, fast schon melancholischen Einschüben, die dem Gesamtwerk einen optimalen Mix verleihen. Ich bin schon sehr gespannt, wie der Autor diesen Plot mit dem letzten Band „The Final Day“ (Veröffentlichung im Festa-Verlag ist für Winter 2019 geplant) zu Ende bringt.

.

Fazit: Unglaublich spannende und gut recherchierte Weiterführung von „One Second After“.

© 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Wir haben schon immer im Schloss gelebt von Shirley Jackson

9783865527097

Erschienen als gebundene Ausgabe
im FESTA Verlag
256 Seiten
19,99 €
ISBN: 978-3-86552-709-7
Kategorie: Horror

.

Merricat lebt mit ihrer Schwester Constance und dem kranken Onkel Julian  im Schloss der Familie Blackwood. Der Rest der Familien wurde vor Jahren vergiftet. Keiner spricht gerne über den Vorfall.
Und dann taucht eines Tages Charles auf, ein Cousin Merricats, der den Inhalt des Familiensafes für sich ixn Anspruch nehmen will. Merricat beginnt, alles in ihrer Macht Stehende tun, um das Schloss und ihre Bewohner vor ihm zu schützen …

.

Ähnlich wie in ihrem 1959 erschienen Roman „Spuk in House Hill“ wirft Shirley Jackson den Leser in eine subtile, teils skurril wirkende Ausgangssituation, in der man sich erst einmal zurechtfinden muss. Ist dies aber geschehen, kann man sich nicht mehr von der Protagonistin Merricat lösen, die in komplizierten, teilweise kindlich naiven Denkweisen die Geschichte erzählt.  „Wir haben schon immer im Schloss gelebt“ wird, ebenso wie „Spuk in Hill House“ die meisten Leser langweilen, da einfach zu wenig passiert. Wer aber genauer liest und sich auf diese Geschichte einlässt (einlassen kann) wird mit einem wahnsinnigen Kopfkino belohnt, wie es ein Buch nicht besser hervorrufen könnte. Während man liest, entspinnen sich Unmengen an eigenen Interpretationen, was genau hinter der Story steckt, was Wahrheit und was Einbildung ist. Unzählige Filme gingen mir durch den Kopf (die wahrscheinlich oftmals ihre Inspiration in genau diesem Roman gefunden haben), während ich Merricat auf ihrer wahnwitzigen Reise begleitete.

Shirley Jacksons gehobener Schreibstil macht zudem unglaublich Spaß. Der Roman ist ein wahrer Pageturner, sofern man sich, wie oben bereits erwähnt, auf den Plot und die eigenwillige Idee einlassen kann. Das Gruselige an der Geschichte baut sich unterschwellig auf und wird im Verlaufe der  Handlung immer intensiver. Ich sah „Wir haben schon immer im Schloss gelebt“ unentwegt als Film vor meinem inneren Auge und stellte jetzt mit Freuden fest, dass der Roman tatsächlich verfilmt wurde. Ich habe in einigen Rezensionen gelesen, dass die Gedanken der Protagonistin äußerst schwer zu verstehen seien und man sich daher nicht mit ihr identifizieren könne. Das kann ich absolut nicht nachvollziehen, denn gerade diese „unschuldig“ wirkenden (sicherlich wirren) Gedanken fand ich extrem faszinierend und glaubwürdig. Durch diese Protagonistin erschafft Shirley Jacksons eine fast schon surreal wirkende Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht und mich regelrecht begeistert hat.

Ich bin noch nicht sicher, welches der beiden im Festa-Verlag neu aufgelegten Bücher dieser Autorin mir besser gefällt: „Spuk in Hill House“ oder das vorliegende „Wir haben schon immer im Schloss gelebt“. Tendenziell könnte das zweite das Rennen machen, weil es einfach von der Story her weitaus skurriler und geheimnisvoller wirkt. Fakt ist, dass es sich bei Shirley Jackson um eine ganz herausragende Schriftstellerin handelte, die dem Horrorgenre eine außergewöhnliche Richtung wies, in dem sie nämlich auf ruhige und meist unblutige Weise Schrecken in den Köpfen ihrer Leser verbreitete. Ich würde mir wünschen, dass sich der Festa-Verlag auch noch den anderen, in Deutschland leider nachlässig behandelten Werken dieser Autorin annehmen würde. Horror muss nicht immer Splatter sein, sondern kann auch auf melancholische Weise eine Gänsehaut bescheren, wie „Wir haben schon immer im Schloss gelebt“ eindrucksvoll beweist.

.

Fazit: Skurriler, surrealistischer und melancholischer Gruselroman zum Nachdenken.

© 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten