Das Haus der Monster von Danny King

Erschienen als Taschenbuch
im Luzifer Verlag
insgesamt 324 Seiten
Preis: 12,99 €
ISBN: 978-3-95835-183-7
Kategorie: Horror

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In jeder Stadt gibt es wohl einen älteren Einsiedler, der von den jungen Menschen gehänselt wird. Im englischen Thetfort ist es John Coal, dem immer wieder Streiche gespielt werden. Eines Abends lockt er die jungen Übeltäter ins ein Haus und schließt sie in seinen Keller ein. Aber nicht, um ihnen etwas anzutun, sondern um ihnen seine Lebensgeschichte zu erzählen, damit sie wissen, mit wem sie sich angelegt haben.

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„Das Haus der Monster“ ist das erste ins Deutsche übersetzte Buch von Danny King. Luzifer Verlag sei Dank, dass es dieser Roman ins Deutschsprachige geschafft hat, denn es handelt sich hierbei wahrhaftig um ein Kleinod unter den Horrorromanen. Danny King hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der mich des öfteren sogar tatsächlich an alte Klassiker von Robert Louis Stevenson, Bram Stoker oder Jules Verne erinnert hat. Mit einer unglaublich dichten Atmosphäre entführt uns King in verschiedene Lebensabschnitte des Protagonisten, die sich tatsächlich (zumindest die ersten drei der vier Episoden) immer noch steigern. Es macht wirklich unheimlich Spaß, zu lesen, wie sich John Coal mit Monstern aus seiner Vergangenheit herumschlägt.

Die erste Geschichte geht auf die Kindheit und Jugend des Protagonisten ein und beschäftigt sich mit einem Serienkiller á la Jack, the Ripper. Flüssig erzählt King von einer Vater-Sohn-Beziehung und einem generationenübergreifenden Fluch. Die zweite Episode spielt auf hoher See und handelt von einem Werwolf. Alleine der Handlungsort verbreitet eine gewisse Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Und gerade in dieser Story kommt ein Abenteuergefühl auf, das an alte Klassiker der Abenteuerliteratur erinnert. Die dritte Geschichte stellt meiner Meinung nach den absoluten Höhepunkt dieser, in eine Rahmenhandlung geschickt verpackte Storysammlung, dar. Mysteriös und geheimnisvoll, gruselig und atmosphärisch wird von einer unheimlichen Erfahrung des Protagonisten erzählt, die mich an den fantastischen Film „Reeker“ erinnert hat. Mit dieser Erzählung hat sich Danny King absolut in mein Leserherz geschrieben. Mit „Der schwarze Fleck“ hat der Autor dann seine Meßlatte selbst so hoch gesetzt, dass er sie mit der letzten Episode nicht mehr übertrumpfen konnte. 😉
Aber das macht gar nichts, denn auch die Geschichte um ein altes Vampirmädchen kann vollkommen überzeugen und reiht sich letztendlich nahtlos in die Storysammlung ein.

Danny King schreibt nicht nur flüssig, sondern besitzt auch einen sehr angenehmen Humor, der den Leser an vielen Stellen schmunzeln lässt. Was aber nicht heißen soll, dass „Das Haus der Monster“ ein witziges Buch ist. Da geht es schon auch mal zur Sache und es wird Blut verspritzt. Und nicht nur Blut, sondern auch Gedärme.
Im Grunde genommen ist aber das im Original bereits im Jahr 2011 erschienene Buch ein ruhiger Roman, der sich ei wenig in die Ecke der „Coming Of Age“- Romane drängt, obwohl die Hauptperson ein älterer Mann ist. Aber der erzählt nun mal ein paar Jungs seine Geschichten. Ein wenig hat mich das Ganze an Brett McBeans Meisterwerk „Der Schmerz des Erwachens“ erinnert.
„Das Haus der Monster“ ist sehr stimmungsvoll und zieht schon nach den ersten Seiten den Leser (zumindest war das bei mir so) vollkommen in seinen Bann. Man nimmt an den geschilderten Abenteuern durch die bildhafte Sprache hautnah teil und schließt John Coal ins Herz, obwohl er nicht immer sehr nett zu seinen Mitmenschen ist. 😉

Unbedingt erwähnen möchte ich auch die hervorragende Typografie dieses Buches. Im Gegensatz zu manch anderem großen Verlagshaus ist in diesem Buch kein einziger Rechtschreib- oder Grammatikfehler zu entdecken. Ein großes Lob am Lektorat und Korrektorat des Luzifer Verlages. Ich habe selten ein so fehlerfreies Buch gelesen.
Das Coverbild drückt perfekt die Grundstimmung des Romans aus. Man fühlt sich während des Lesens immer wieder mal versucht, sich das Bild nochmals anzuschauen. Es passt absolut zu der Story und man sieht sich selbst förmlich im Keller dieses Hauses sitzen und den Erzählungen John Coals lauschen.
Für mich ist Danny King und „Das Haus der Monster“ eine tolle Neuentdeckung und deswegen hoffe ich, dass uns der Luzifer Verlag noch weitere Werke dieses Autors beschert. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen, denn in mir hat Danny King einen neuen Fan gefunden.

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Fazit: Atmosphärische, teils heftige, teils ruhige Gruselgeschichten, die sich enorm flüssig lesen lassen. Für mich ein Buch mit Pageturnergarantie, das mich oftmals an zeitlose Abenteuerklassiker der Literatur erinnert hat.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Die Könige von Michael Peinkofer

Erschienen als Taschenbuch
im Piper Verlag
510 Seiten
9,99 €
ISBN: 978-3-492-28001-3

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Der Krieg unter den Völkern von Erdwelt ist vorbei. Menschen und Orks sind besiegt und die Zwerge sind an der Macht. Doch es gibt sowohl bei den Zwergen als auch bei den Menschen Rebellen, die sich ihrem Schicksal nicht ergeben wollen. Daghan von Ansun, Sohn des Königs von Ansun, und Aryanwen, seine Geliebte, die gegen ihren Willen mit dem König von Tirgaslan vermählt wurde, sind auf der Seite der Rebellen. Doch es sind nicht nur die Zwerge, die die Völker von Erdwelt tyrannisieren. Eine weitaus bedrohlichere Macht erscheint und will die Herrschaft über Erdwelt an sich reißen …

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Nach dem erfolgreichen „Orks“-Zyklus kehrt Michael Peinkofer nach Erdwelt zurück. Im vorliegenden ersten Band der neuen „Könige“Trilogie wendet er sich allerdings mehr den Menschen und Zwergen, als den Orks zu. Man trifft dennoch auf die beiden trotteligen, aber sympathischen Orks Rammar und Balbock, die zwar nicht die Hauptrolle, aber dennoch eine wichtige Rolle spielen.
Hauptprotagonisten sind das Liebespaar Daghan von Ansun, kurz Dag genannt, und Aryanwen. Es dauert eine Weile, bis sie sich wieder in den Armen liegen, aber bis dahin kommt auf keiner Sekunde Langeweile auf.

Michael Peinkofers Schreibstil ist derart flüssig zu lesen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Es ist ein sehr niveauvoller Schreibstil, in dem die Geschichte erzählt wird, der aber nie kompliziert, sondern eher einfach wirkt. Das hat zur Folge, dass man sich gezwungen fühlt, in einem fort weiterzulesen.
„Die Könige“ ist gegenüber den Ork-Romanen ein wenig düsterer geworden, was mir persönlich aber sehr gut gefallen hat. Peinkofers Trilogie bietet so ziemlich alles, was man von einem guten High Fantasy-Roman erwarten kann: Böse Intrigen, sympathische, tapfere Helden, atemberaubende Landschaften und Orte, Liebe und Emotionen. An manchen Stellen kam für mich ein „Herr der Ringe“-Gefühl auf, ohne dass ich Peinkofer unterstellen muss, er hätte plump kopiert. Peinkofer hat seinen eigenen Stil, der unglaublich bildhaft und unterhaltend wirkt. Oft fühlte ich mich auch an die fantastischen Romane von David Eddings erinnert, aber auch hier hat Michael Peinkofer absolut einen eigenen Weg gefunden.

Unerwartete Wendungen wechseln sich mit emotionalen Szenen ab. Politische Intrigen, die durchaus nachvollziehbar und durchdacht sind, enden in dramatischen Kämpfen, die darauf hindeuten, dass da noch etwas weitaus Größeres und Bombastischeres in den Folgebänden auf die Leser zukommt. Peinkofer baut einen sehr komplexen Plot auf, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Auch die immer wiederkehrenden Szenenwechsel, die das Buch zu einem regelrechten Pageturner machen,  fand ich geschickt eingesetzt. Erwähnenswert ist auch die sehr schönen Charakterzeichnungen der Figuren, was zur Folge hat, dass einem die Personen sehr ans Herz wachsen. Oder im Falle der Bösen eben nicht 😉
Wie oben erwähnt, wird die düstere Grundstimmung aber immer wieder durch einen sehr eigenwilligen, aber extrem guten, Humor der Orks durchbrochen. Mann sieht die beiden Ork-Tollpatsche förmlich vor sich und kann sich des öfteren ein Grinsen während des Lesens nicht verkneifen. Das macht das Buch noch sympathischer, als es ohnehin schon ist.
Obwohl „Die Könige“ auf den Zyklus um die Orks aufbaut, kann man sich als „Erdwelt-Neuling“ getrost an das Buch heranwagen, denn alles, was erklärungsbedürftig ist, wird auch erklärt, so dass man wirklich alles versteht. Erdwelt-Fans werden von einem neuen Kapitel entzückt sein, Neulinge werden sich dem Bann dieser Welt nicht entziehen können und gierig auf die noch ungelesenen Werke von Michael Peinkofer sein. Das neue Erdwelt-Abenteuer besitzt großes Suchtpotential und man möchte am Ende des ersten Teils sofort zum zweiten Teil greifen. Und das soll schon was heißen, oder?

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Fazit: Spannendes und komplexes High Fantasy-Abenteuer, das süchtig macht. Die Bücher im Erdwelt-Universum sind jetzt schon Klassiker.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Geschichten hinter der Liebe von Gigi Louisoder

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Gigi

Erschienen als Taschenbuch
im Edition Paashaas Verlag EPV
insgesamt 160 Seiten
Preis:  9,90  €
ISBN: 978-3945725436
Kategorie: Kurzgeschichten Liebe/Erotik

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Zunächst vorab: Nein, ich mag keine Kurzgeschichten, aber genau solchen Lesern empfiehlt Gigi Louisoder ja diesen Kurzgeschichtenband auf ihrem Buchrücken. Von daher musste ich zugreifen.

Nein, der wahre Grund ist, dass ich Gigi Louisoder mittlerweile mehrmals auf der Mülheimer Lesebühne gesehen habe, wo sie aus ihren Werken vorlas, und sie mich einfach total begeistert hat.

Gigi Louisoder kann sehr gut vortragen, bringt ihre Texte mit einer tollen Betonung, Mimik und in einer ganz tollen Stimmung rüber. Darum konnte ich nicht anders, als mir einen Band zu kaufen.

Bei diesen Geschichten geht es um die „Geschichten hinter der Liebe“ oder vielleicht besser gesagt, nach der Liebe oder sogar um Sex ohne die Liebe? Wie auch immer, die Autorin beschreibt in einem tollen, immer leicht bösartigen (aber stets mit einem Lächeln im Mundwinkel) Schreibstil, wie die Liebe den Bach runter gehen kann und solche Beziehungen dann enden können. Und dies im Wechsel aus Sicht eines Mannes oder einer Frau.

Gigi Louisoder nimmt in ihren Texten niemals ein Blatt vor dem Mund, schreckt nicht annähernd vor der Beschreibung von sexuellen Praktiken zurück. Sie schreibt einfach wie es ist und das macht sie sehr gut.

Zwei Texte heben sich für mich aus allen anderen hervor. In einer Geschichte geht es um den Besuch einer Mutter bei ihrem Sohn, genau diesen Vortrag habe ich live erlebt, und in der zweiten spricht eine Mutter zu ihrem (zunächst ungeborenen) Kind. Letztere ist für mich die beste Story des gesamten Bandes. Sie rührt sehr an und verursachte mir einen Kloß im Hals.

Die übrigen Geschichten sind humorvoll, bösartig, kurzweilig und amüsant. Mir persönlich sind diese Beziehungsgeschichten allerdings immer ein bisschen zu negativ behaftet, lediglich eine einzige Geschichte erfährt dann doch noch eine gute Wendung 😉

Dennoch bin ich sehr angetan von diesem Band, denn er zeigt mir schließlich, dass ich glücklicherweise keine dieser beschriebenen Beziehungen führe und auch nicht vorhabe, meine in eine solche abdriften zu lassen.

Natürlich bin ich auch in der Lage, die Kurzgeschichten mit dem zwinkernden Auge der Autorin zu lesen und zu verstehen.


Von daher als Fazit: Tolle Kurzgeschichten, richtig gut geschrieben und absolut empfehlenswert. Und wer die Möglichkeit hat, die Autorin auf einer Lesung zu erleben, sollte unbedingt hingehen! Es lohnt sich.

© Buchwelten 2016

Grappa und die stille Glut von Gabriella Wollenhaupt

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Grappa und die stille Glut
Erschienen als Taschenbuch
im Grafit Verlag
insgesamt 224 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-89425-455-1
Kategorie: Krimi

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Sommerloch in Bierstadt. Das Tageblatt muss irgendwie die Seiten füllen, also wird u.a. eine Serie über Stalking-Opfer ins Leben gerufen und Grappa ist die richtige Journalistin hierfür. Es meldet sich ein Pfarrer, der sich hoffnungsvoll an Grappa wendet. Er wird von einer 72-jährigen Dame gestalkt. Was mit Blumen und selbstgebackenen Plätzchen begann, ufert nun in erotischen Schleiertänzen in seinem Vorgarten aus. Grappa rät dem armen Mann, sich an die Polizei zu wenden, doch da fühlt er sich nicht ernst genommen. Grappa beginnt (eher halbherzig) zu recherchieren und auf einen Anruf am späten Abend des Pfarrers reagiert sie nicht, auch wenn sie ihm ihre Karte gegeben hat. Sie hört am nächsten Morgen die Mailbox ab und versucht zurückzurufen. Doch da ist es bereits zu spät: Der Mann wurde grausamst ermordet in seinem Haus aufgefunden. Grappa, die leider auf die ermittlerischen internen Hinweise ihres Irgendwie-Lebensgefährten Friedemann Kleist verzichten muss, lässt nicht locker.

Nun verbeisst sich Grappa in die Nachforschungen und findet heraus, dass eine Spur des Pfarrers zurückführt auf eine Jugendgruppenreise, die vor zwanzig Jahren in ein Ferienlager geführt hat. Dort verschwand ein junges Mädchen, das in der Gruppe als Küchenhilfe arbeitete, spurlos. Der ermordete Pfarrer war damals als Betreuer dabei. Hat diese Spur etwas mit seiner Ermordung zu tun? Doch wie passt die alte Dame, die das Opfer gestalkt hat, in diese Vergangenheit? Wie Grappa herausfindet ist diese Stalkerin nämlich keinesfalls eine irre, ausgeflippte Alte, sondern eine Frau, deren Tochter vor 50 Jahren als kleines Mädchen verschwand. Grappa deckt immer mehr interessante Hintergründe auf und begibt sich nun vollends verbissen auf die Suche nach der Wahrheit ….

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Dies ist bereits der 25. Grappa-Roman, den die 1952 geborene Autorin Gabriella Wollenhaupt aus der Feder zaubert. Zaubert darum, weil sich diese Krimis so lesen, als flössen die Ideen nur so aus ihr heraus. Ich selbst lese mit diesem Roman erst den dritten Roman dieser Reihe und irgendwie gefiel er mir bislang am besten. Komischerweise fehlt eine wichtige, mir auch sehr sympathische Figur, da Dr. Friedemann Kleist sich eben derzeit im Ausland anderen beruflichen Herausforderungen widmet. Dennoch, die Handlung finde ich diesmal nicht nur locker, flockig, rasant und humorvoll. Der Plot ist sehr verwoben und verzwickt, liefert viele neue Wendungen und somit dem Leser eine richtig gute kriminalistische Handlung. Nicht, dass die Vorgänger das nicht täten. Nur, dass ich diese Story wirklich gut gelungen finde. Grappa lernt Menschen kennen, lebend oder tot, blickt hinter die Fassade, schaut „in“ die Charaktere und forscht tief. Hierbei kommen wirklich interessante, traurige und natürlich auch schlimme Dinge zu Tage.

Wollenhaupt hat mit ihrer Journalistin eine wirklich gute Figur geschaffen. Eine Frau wie du und ich, mit Schwächen und Stärken. Sie ist locker, schlagfertig, direkt, humorvoll aber auch nachdenklich und ganz und gar nicht oberflächlich. Die Dialoge zwischen ihr und z.B. dem Fotografen Wayne und auch der Bäckerin (die ja irgendwie auch eine Freundin ist) Frau Schmitz, machen einfach nur Spaß. Nicht zu vergessen die kleine Nebenhandlung um Mäggi Wurbel-Simonis nach dem Kenia-Urlaub (sehr gut!).

Nachdem ich mich zuvor über vier Wochen durch einen Roman gekaut habe, hatte ich absolutes Lesevergnügen mit dem neuen Grappa. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und war viel zu schnell durch.

Mein Fazit: Knappe 200 Seiten kriminelles Lesevergnügen, dass nicht nur humorvoll, flott und rasant ist, sondern ebenso anspruchsvoll, hintergründig und gut ausgeklügelt. Für mich bisher der beste „Grappa“. Darum gebe ich diesmal auch gerne eine volle 5 – Sterne Punktzahl!

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Ich danke dem Grafit-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Wer Lust hat meine weiteren Rezensionen zu den Romanen von Gabriella Wollenhaupt zu lesen, der kann ja HIER mal schauen!

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© Buchwelten 2015

Gigis Krimis von Gigi Louisoder

gigi

Erschienen als Taschenbuch
in der Edition Octopus
insgesamt 136 Seiten
Preis: 9,50 €
ISBN: 978-3-86991-981-2
Kategorie: Krimi

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19 spannende und skurrile Kurzgeschichten, in denen aus Liebe Hass wird.

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Es geschah auf einer Lesung, wo mich zum einen der professionelle Auftritt der Autorin als auch die höchst amüsanten  Geschichten auf Anhieb überzeugten. Louisoder schreibt kürzeste Kurzgeschichten, in denen dennoch eine Menge an Spannung, Humor und auch Lebenswahrheiten stecken, die einen so manches Mal zum Nachdenken anregen. In einigen Storys steckt fast schon eine Art doppeldeutiger, makabrer und ironischer Philosophie, die begeistert. Der deutsch-österreichische Regisseur, Film- und Theaterschauspieler Bruno Thost vergleicht Louisoders Geschichten mit Roald Dahl, was auf gewisse Weise tatsächlich nicht von der Hand zu weisen ist. Es ist Louisoders Humor, der große Ähnlichkeit mit dem berühmten Schriftsteller aufweist und trotz blutiger Schreckensszenarien einem ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert.

Der Schreibstil der am Tegernsee geborenen Autorin bewegt sich auf hohem Niveau, zumal bei den Geschichten wirklich nur wenig Worte gebraucht werden, die aber dennoch ein beeindruckend lebendiges Szenario im Kopf des Lesers entstehen lassen. Das muss man können und Louisoder kann es! Sicherlich wiederholen sich die Auslöser zum Mord in den einzelnen Geschichten -aus Liebe wird Hass, das Eheleben hat sich im Laufe der Jahre verändert und einer der Ehepartner sinnt danach, den anderen um die Ecke zu bringen. Aber es kommt niemals Langeweile auf, im Gegenteil: Man freut sich während des Lesens schon auf die nächste Geschichte und will wissen, wie es dem Täter dieses Mal gelingt, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Gigi Louisoder hat für sich einen sehr schönen eigenwilligen Stil gefunden. Man fragt sich unweigerlich, warum solche Autorinnen wie Louisoder nicht bei einem größeren Verlag landen, denn Können und Ideenreichtum liegen eindeutig vor. Auch Nichtkrimi-Anhänger werden in den pointierten Kurzgeschichten der Autorin ihre Freude haben, davon bin ich überzeugt.
Und wer die Möglichkeit hat, einer Lesung der Autorin beizuwohnen, sollte das tun. Es lohnt sich wirklich!

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Fazit: Kurz, aber prägnant und vor allem schreibstilsicher und unterhaltend. So präsentiert Gigi Louisoder ihre Kriminalfälle, die blutig brutal, aber auch liebenswert philosophisch sind.

© 2015 Wolfgang Brunner für Buchwelten

GROTESK! – Eine Genre – Anthologie (4/5)

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Erschienen als
gebundene Ausgabe mit Leseband
im Candela Verlag
277  Seiten
Preis: 19,80 €
ISBN:  978-3-942635-22-6

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GROTESK! ist eine Anthologie bestehend aus 22 Geschichten, geschrieben von 19 Autoren. Es gibt die unterschiedlichsten Handlungen, kurzes und knappes und langes, verschachteltes.

Wie der Name schon sagt, sind die Geschichten im Genre der Groteske angesiedelt. Ein Bereich in der Literatur, der nicht leicht zu definieren ist. Um herauszufinden, was genau sich hinter dem Begriff verbirgt, sollte man einfach dieses Buch zur Hand nehmen und sich überraschen lassen.

Die Geschichten sind alle völlig unterschiedlich und von „absolut schräg“ über „zum schmunzeln“ bis hin zu „leider erschreckend wahr“ angesiedelt.

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Ich wusste bei dieser Antholgie nicht wirklich was mich erwartet. Unter grotesk stellte ich mir vor: anders, etwas abgedreht und vielleicht gegen die „Norm“. Nach der Lektüre dieser 22 Geschichten fühlte ich mich in der Vermutung/Erwartung auch bestätigt.

Ich bin kein wahrer Fan von Anthologien, weil ich mich eigentlich lieber in die Handlung eines ganzens Romans fallen lasse. Ich möchte die Figuren, Protagonisten kennenlernen, ihnen zur Seite stehen und mit ihnen ihre Geschichte erleben.

Doch auch hier war dies möglich und ich habe das Lesen als kurzweilige Unterhaltung empfunden, die aber sehr wohl auch zum Nachdenken angeregt hat. Hier war es ganz besonders die Geschichte „Taubstummengasse“.

Aber auch Geschichten, die übergewichtige Frauen unter einer Schicht von Bonbonpapieren verschwinden lassen oder einem Mann, der  sich durch die Liebe zu seinen Tapeten selber eintapeziert, haben mir gut gefallen.

Da gibt es weiterhin einen Mann der wochenlang an einer ausgefallenen, roten Ampel steht und Tagebuch führt, wer über die rote Ampel geht sowie einen Ehemann, der nach seiner Pensionierung in der ehelichen Wohnung einen Staat gründet, gemeinsam mit seiner Frau, die wiederum einfach nur denkt „Der hat einen Knall!“. Ach, zu diesem Thema gibt es auch eine Story.

Die Schreibstile der verschiedenen Autoren sind wie die Längen der Geschichten absolut vielseitig und unterschiedlich. Die eine ist einfach und kurz und knapp ausformuliert. Die andere ist in langen, verschachtelten Sätzen geschrieben und in einem philosophischen Text geschrieben.

Die Geschichten werden vom Candela Verlag in einer sehr schönen, gebundenen Ausgabe mit Leseband präsentiert. Die Aufteilung der einzelnen Geschichten innerhalb der Buchdeckel ist sehr ansprechend. Jede beginnt auf einer rechten Seite, was optisch einfach schön wirkt. Es entsteht keinerlei Eindruck von Seiteneinsparung.

Weiterhin gibt es ein ausführliches Nachwort sowie im Anhang die Viten aller beteiligten Autoren, mit interessanten Informationen. Ich habe gesehen, dass einige österreichische Schreiber dabei sind.

Der Schutzumschlag ist in einem dunklen Antrazit gehalten und hat als Aufhänger nur zwei Augen, die durch einen Spalt schauen. Mir gefällt es sehr gut und die rückwärtige Inhaltsangabe ist im Blocksatz sehr übersichtlich.

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Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für eine lesenswerte Sammlung von Geschichten aus einem Genre, welches sich eher in einer Nische der Literatur aufhält, aber dennoch ein großes,  kurzweiliges Lesevergnügen bereitet.

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Herausgegeben mit viel Einsatz und Herzblut von Jan-Eike Hornauer ( <— Klick zur Homepage)

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Inhaltsverzeichnis / Mitwirkende Autoren:

Michael Kramer – Der Gast und sein Mörder
Stefanie Kißling – Liebe an der Wand
Dirk Röse – Night-Flight to the Stars
Peter R. Bolech – Der letzte Spalt
Julia Werner – Jenseits der Mauern
Arnd Moritz – Seinsgrau
Karin Jacob – Menschenhaar
Jan-Eike Hornauer – Die Auferstehung
Raphaela Edelbauer – – Eine frühe Angstvorstellung
Matthias Kröner – Alle haben einen Knall
Steve Kußin – Aufzeichnungen eines wohlanständigen Bürgers
Beja C. Garduhn – Die Kür des Siegers
Harald Darer – Ein Hundeleben
Ulf Großmann – Imperium in imperio
Karsten Beuchert – Das Ei 
Matthias Kröner – Die Riesenratte
Gabriele Behrend – Vulcaniella Pomposella 
Mimi Awono – Unsicherheit
Margarete Karetta – Irritationen
Arnd Moritz – Rahmensprung
Jan-Eike Hornauer – Sechs aus Neunundvierzig 
Werner Vogel – Taubstummengasse 

niella Pomposella 
Mimi Awono – Unsicherheit
vierzig 
Werner Vogel – Taubstummengasse 

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Ich danke dem Candela Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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© Buchwelten 2012

Weihnachtsgutschein 2011 …

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Zu Weihnachten oder ähnlichen Anlässen Bücher geschenkt zu bekommen, dass ist schon etwas sehr schönes, wenn man ein Bibliomane und leidenschaftlicher Sammler ist.
Aber auch Gutscheine geschenkt zu bekommen ist eine feine Sache. Das hat zur Folge, dass man sich den ersten Feierabend nach Weihnachten in die Buchhandlung begeben und ausgiebig stöbern kann.

Ich wusste eigentlich gar nicht, was ich mir für Bücher aussuchen wollte. Daher habe ich mich einfach umgeschaut und die Bücher zu mir kommen lassen ;-).

Hier ist meine Auswahl, ein bisschen was habe ich selber dazugezahlt aber das war verschwindend gering …

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1.  Martin Suter – Der Koch

Maravan, 33, tamilischer Asylbewerber, arbeitet als Hilfskraft in einem Zürcher Sternelokal, tief unter seinem Niveau. Denn Maravan ist ein begnadeter, leidenschaftlicher Koch. In Sri Lanka hatte ihn seine Großtante in die Kochkunst eingeweiht, nicht zuletzt in die Geheimnisse der aphrodisischen Küche. Als er gefeuert wird, ermutigt ihn seine Kollegin Andrea zu einem Deal der besonderen Art: einem gemeinsamen Catering für Liebesmenüs. Anfangs kochen sie für Paare, die eine Sexualtherapeutin vermittelt. Doch der Erfolg von ›Love Food‹ spricht sich herum, und eine viel zahlungskräftigere Klientel bekundet Interesse: Männer aus Politik und Wirtschaft – und deren Grauzonen. Maravan hat Sorge, das Geschäft könne »unanständig« werden. Und das wird es. Doch er benötigt das Geld dringend, um seine Familie in Sri Lanka am Leben zu erhalten (Quelle: Diongenes.de).

Ich sammle ja die Bücher von Martin Suter, meinem Namensvetter, denn ich mag seinen Schreibstil einfach sehr gerne. Er hat ein bisschen was schräges von Irving und versteht es einfach zu fesseln.

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2. Jostein Gaarder – Die Frau mit dem roten Tuch

Was ist die Welt? Was ist ein Mensch? Als Studenten waren Solrun und Steinn ein Liebespaar. Sie lebten zusammen und unternahmen Ausflüge, wenn Solrun wieder einmal traurig war. Dann bringt ein rätselhafter Unfall die beiden auseinander: Haben sie die geheimnisvolle Frau mit dem roten Schultertuch bei einem ihrer Ausflüge überfahren? Erst Jahrzehnte später werden sie sich der Frage möglicher Schuld stellen … (Quelle: dtv.de)

Jostein Gaarder ist für mich auch Schriftsteller der besonderen Art. Er schafft es immer wieder seine Philosophie in seine Handlungen zu verknüpfen, ohne dass es aufdringlich wirkt. Es macht einfach nur Freude ihn zu lesen. Diese Handlung scheint recht modern zu sein, es wird vieles im Email-Wechsel geschrieben. Ich bin sehr gespannt….

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3. Carlos Ruiz Zafón – Der dunkle Wächter

Nach düsteren Tagen wünscht sich Irene das Glück des Sommers. Als sie mit dem Jungen Ismael an der Blauen Bucht liegt, scheint alles perfekt.
Doch der Spielzeugfabrikant, der Irenes Mutter auf seinen Landsitz Cravenmoore geholt hat, hegt ein finsteres Geheimnis. Alle Zimmer seines gewaltigen Hauses stehen voll selbstgebauter Automaten und raffiniertem Spielzeug, und einige Räume dürfen nie betreten werden. Im großen Wald rings um die Villa geht der Besitzer oft spazieren. Aber auch ein sonderbares Geschöpf treibt sich dort herum, das einem Albtraum zu entstammen scheint …
Bald jagen dunkle Schatten durchs Haus, und im Nebel drohen vom Leuchtturm die gefürchteten Septemberlichter. Cravenmoore entpuppt sich als Ort des Schreckens. Irene und Ismael kämpfen im größten Abenteuer ihres Lebens um ihre Liebe (Quelle: fischerverlage.de).

„Der Schatten des Windes“ ist wohl fast jedem ein Begriff und genau mit diesem Roman hat mich der Autor in seinen Bann gezogen. Der Nachfolger „Das Spiel des Engels“ steht bereits in meinem SUB und wartet auf meine Zeit. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Fantasy-Schauer Roman aus seiner Jugendbuchreihe, von der ich auch schon einiges gehört habe. Daher habe ich zugegriffen, die Inhaltsangabe hört sich interessant an …

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Das war meine Weihnachtsgutschein-Beute. Ob das die letzten SUB Neuzugänge dieses Jahres 2011 waren??? Ich weiss es nicht, vielleicht habe ich Glück und es kommt noch etwas hinzu. Denn ich habe das Glück meinen Geburtstag am letzten Tag des Jahres zu feiern 🙂 Ich lasse mich überraschen.

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Liebe Grüsse
Marion
28.12.2011

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