Megapolis von Thomas Elbel

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Erschienen als Taschenbuch
by Amazon
insgesamt 476 Seiten
Preis: 12,95 €
ISBN: 978-3000438424
Kategorie: Science Ficition

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Ursprünglich wurden die Novaten von einem Spezialingenieur geschaffen, um für die Menschen eine gigantische Stadt auf dem Mars in einem Vulkankrater zu errichten, damit diese dorthin übersiedeln und leben konnten.

Die Novaten sehen aus wie Menschen, sie benehmen sich auch so. Und Ende des 21. Jahrhundert sind sie es leid, den Menschen als Sklaven zu dienen und durch einen Aufstand gelingt es ihnen, dem Joch ihrer menschlichen Schöpfer zu entfliehen.

Nun haben sich die Verhältnisse gewandelt. Die Regierung bilden nun die Novaten und die wenigen Menschen, die noch auf dem Mars verweilen leben als terroristische Vereinigung in der Unterwelt.

Seth, der beste unter den novatischen Jägern, hat die Aufgabe, die Menschen aufzuspüren und auszulöschen. Plötzlich kreuzt Tessa, die Anführerin der Terrorzelle, Seths Weg und urplötzlich wandelt sich sein bisheriges Leben. Denn Tessa ist überzeugt, in Seth niemand anderen als Finn, den Sohn des Schöpfers der Novaten wiederzuerkennen, der in Tessas Leben eine nicht unerhebliche Rolle spielte. Seth weiß nicht, was er glauben soll und woran er ist. Schlimmer noch, er weiß nicht einmal mehr, wer er ist …

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Megapolis ist der dritte Roman von Thomas Elbel, der eigentlich sein erster ist. Als er ihn seinerzeit bei Piper eingeschickt hat, war der Verlag zwar von seinem Schreibstil angetan, jedoch der Meinung, dass der Stoff zu sehr in den Bereich SciFi fließt und somit nicht ins Verlagskonzept passte. So entstand zunächst Asylon, der dann auch bei Piper veröffentlicht wurde. Danach kam der Nachfolger Elysion und nun sollte also auch endlich Megapolis das Licht der Welt erblicken.

Der Verlag war nach wie vor der Meinung, dass der Roman in ein Genre fällt, dass nicht in die Bandbreite des Verlages passt und so ist Thomas Elbel den Weg, der Selbstpublikation gegangen. Der Roman wurde bei Amazon Distribution verlegt und ist sowohl als Ebook, als auch (was mich sehr freut) als Print erhältlich.

Und was das Erscheinungsbild des Taschenbuches angeht, bin ich positiv überrascht. Das Cover ist – mit ausdrücklicher Erlaubnis des Verlages – an die beiden ersten Romane angeglichen und der Einband unterscheidet sich lediglich dadurch, dass er nun glänzend ist und nicht matt, wie die Vorgänger. Auch ist das Buch ein wenig größer, dennoch machen sich die drei nebeneinander im Bücherregal sehr gut. Das cremefarbige Papier ist angenehm griffig und auch die für mich wichtigen Einrückungen zu Beginn der Absätze sind vorhanden. Das einzige, was mich optisch ein klein wenig stört, ist der recht schmale Rand an den äußeren Buchseiten. Aber dies ist eigentlich eine Kleinigkeit und fällt gewiss auch nicht jedem Leser auf.

Die Handlung hat mir gut gefallen und mich auch gefesselt. Die Hommage des Autors an Philip K. Dick ist mir auf Anhieb aufgefallen, da ich selber ein Fan von „Träumen Androiden von elektrischen Schafen“ bin. Bei manchen Stellen des Romans sah ich auch Szenen des Filmes „Blade Runner“ vor mir. Dies wirkte aber überhaupt nicht nachgemacht. Denn dafür hat Thomas Elbel nun wieder viel zu viel eigene Elemente in die Handlung verbaut, die offensichtlich seiner Fantasie entsprungen sind.

So hat er in seine riesige Marsstadt viele der großen Metropolen unserer Erde als Stadtteile einfließen lassen. Es gibt u.a.das Berliner-, Wiener-, New Yorker-, Pariser- und Tokioter Viertel, diese mit ihren jeweiligen Bauwerken und Plätzen. Allerdings erreicht man bei Elbel diese „Städte“, indem man eine Brücke überquert oder einige Stationen mit der Untergrundbahn fährt. Mir hat das sehr gut gefallen, genauso wie er einige sehr bekannte Figuren eingeflochten hat, die uns aus dem Wilden Westen bekannt sind.

Alles in allem hat Thomas Elbel eine gute Idee in eine fesselnde, gut lesbare Handlung verknüpft und diese an einem sehr eindrucksvollen Schauplatz spielen lassen. Der Schreibstil gefiel mir, bis auf einige, wenige sehr umgangssprachliche Aussagen gut. Das professionelle Lektorat und auch Korrektorat macht sich positiv bemerkbar. Ich habe, glaube ich, nur zwei oder drei kleine Tipp-/Trennungsfehler entdeckt.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für Megapolis, Science Ficiton, die mir Spaß gemacht hat und die spüren lässt, dass der Autor selbst ein großer Fan des Genre ist. Mir persönlich gefällt dieser dritte Roman wieder viel besser als Elysion.

P.S. Als großer Nachwortfan hat mich das sehr ausführliche des Autors sehr angesprochen.

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Ich danke Thomas Elbel für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Weiteres über/mit dem Autor auf Buchwelten:

Interview mit Thomas Elbel

Rezension zu ASYLON

Rezension zu ELYSION

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© Buchwelten 2013

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