Ein plötzlicher Todesfall von J.K. Rowling

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9783551588883

Erschienen als gebundene Ausgabe
im Carlsen Verlag (der von Harry Potter 🙂 )
576 Seiten
24,90 €
ISBN: 978-3-551-58888-3
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Am Abend seines Hochzeitstages stirbt das Gemeinderatsmitglied Barry Fairbrother der Kleinstadt Pagford mit Anfang 40 plötzlich an einem Hirnschlag. Die Bewohner des schmucken Örtchens sind geschockt. Auch wenn Barry im Gemeinderat einige Gegner hatte, so war er doch ein beliebter Mann, der eine Frau, Kinder und einige gute Freunde voller Trauer zurücklässt.

Für die Kleinstadt ist ein solches Ereignis natürlich etwas, dass für einige Aufregung sorgt. Es wird geredet, spekuliert, sich an seinem Tod ergötzt. Aber das Ableben von Barry Fairbrother bewirkt noch mehr: Ein Krieg um den freigewordenen Platz im Gemeinderat bricht aus. Gleich drei potentielle Nachfolger stellen sich zur Wahl, wovon zwei Barrys Einstellung vertreten: Nämlich dafür Sorge zu tragen, dass der „Armenstadteil“ Fields weiterhin zu Pagford gehört, um z.B. den Kindern aus sozial schwächeren Familien eine Schulbildung in der örtlichen Grundschule zu ermöglichen. Barry Fairbrother stammte selbst aus Fields und hatte es geschafft, ein ganz Großer zu werden.

Doch natürlich will der Großteil des so hübschen, ordentlichen, ehrlichen und sauberen Pagford eben nicht, dass Fields weiterhin zu ihnen gehört. Sie wollen genau das Gegenteil. Fields soll der Stadt zugeordnet werden. Problem beseitigt! Barry Fairbrother ist ja leider plötzlich verstorben, somit sollte dies machbar sein. Doch da hat der Gemeinderat die Pläne ohne ihre Bewohner gemacht. Denn man kann den Menschen bekanntlich nur vor den Kopf schauen, was sie wirklich tun oder denken, dass bekommt man eventuell doch gar nicht mit ….

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Zunächst einmal, ich bin ein großer Fan der Potter-Reihe, wobei ich hier schon fand, dass die J.K. Rowling von Band zu Band gewachsen ist und man die letzten Romane mit den ersten zwei, drei Teilen, den Schreibstil betreffend, überhaupt nicht vergleichen kann.

Von daher war ich natürlich sehr neugierig auf ihren ersten „Erwachsenenroman“. Also, ein Krimi ist dieser Roman definitiv nicht (sollte der ein der andere Leser auf Grund des Titels damit rechnen). Eigentlich ist dies ein Roman in dem so gar nichts passiert und doch so viel! Rowling hat hier einen sozialkritischen Gesellschaftsroman geliefert, der das Leben in einer offensichtlichen Kleinstadtidylle beschreibt. Die unterschiedlichsten Menschen leben dort: Reiche Gemeinderäte mit ihren Ehefrauen, für die der tägliche Klatsch und Tratsch der einzige Lebensinhalt ist. Psychotische Schulleiter und Beratungslehrerinnen. Eine Sozialarbeiterin, die der Liebe wegen in Pagford gelandet ist und in ihrer Arbeit versucht, eine verwahrloste Familie zu retten, zu Hause jedoch mit ihrer pubertierenden Tochter zu kämpfen hat. Eine indische Ärztin, die es auf Grund ihrer Herkunft schon nicht leicht hat und deren Tochter extremst gemobbt wird. Diese kurzen Personenbeschreibungen zeigen auf, was für unterschiedliche Menschen in diesem Roman zu Hause sind. Und Rowling hat sie, alle wie sie da sind, so lebensecht und greifbar dargestellt, dass ich mich als Leserin wirklich in Pagford befand. Sie hat die unterschiedlichsten Probleme in sämtlichen Alters- und Sozialschichten beschrieben, sie miteinander verknüpft und sich Lebenswege kreuzen lassen.

Neid, Hass, Ängste, Aggressionen, Langeweile, Mobbing, Drogensucht, vernachlässigte Kinder, Macht, Gier und Gewalt an Kindern. Dies sind nur einige Themen, die die Autorin in ihrer Kleinstadtidylle behandelt hat. Und das sehr, sehr gut. Der Schreibstil ist absolut gehoben und auch wenn es viele verschiedene Personen gibt, so behält man doch den Überblick. Unverhofftes trifft auf Vorhersehbares. Lustige Momente lösen traurige und erschreckende ab. Ein wunderbar gelungener Mix wird hier geboten. Für mich ist der Roman eine Mischung aus John Irving und dem Stephen King aus „Joyland“ oder „Der Anschlag“. Besser kann ich es nicht beschreiben.

Ich habe mich jedesmal gefreut, wieder nach Pagford und den dort lebenden Figuren zurückzukehren und ich war ganz und gar nicht erfreut, als der Roman zu Ende war. Ich mochte die Personen gar nicht verlassen, wäre gerne noch ein wenig länger in ihrer Mitte geblieben.

Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für diesen Roman, der bei vielen gefloppt haben mag, bei mir defintiv nicht. Ich habe mich in dieser Geschichte sehr wohl gefühlt und gelernt, dass J.K. Rowling viel mehr ist, als die Schöpferin von Harry Potter und seiner Welt. Ich freue mich auf weitere Werke von ihr.

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© Buchwelten 2014

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Seifenblasen küsst man nicht von Elisabeth Herrmann

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Erschienen als Klappenbroschur
im CBT-Verlag
insgesamt 320 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-570-30867-7
Kategorie: Jugendbuch

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Coralie liebt das Tanzen, sie tanzt seit sie drei Jahre alt ist. Ihr großer Traum ist eine Wild Card für Khaleds Dance-Acedemy Workshop in London. Und dafür benötigt sie nicht nur eine außergewöhnliche und perfekte Choreografie, sondern auch Geld für das Ticket nach London.

Also verdient Coralie sich Geld mit Zeitungen austragen, im edlen Viertel Grunewald macht sie diese Arbeit in aller Herrgottsfrühe, noch vor der Schule. Ihre Eltern sind nicht arm, ihr Vater betreibt eine Autowerkstatt, die auch gut läuft, dennoch verfügt die Familie nicht (mehr) über soviel Geld, als dass sie den Traum ihrer Tochter finanziell mal eben so unterstützen kann. Früher war das einmal anders, da war Coralies Vater ein bekannter Mechaniker in der Formel 1, doch dann ist etwas geschehen, dass den Vater den Job gekostet hat. Daraufhin musste die Familie das Haus auf dem Land verkaufen und sie ist in die Großstadt gezogen.

Coralie trägt ihre Zeitungen im Grunewald aus, genau da, wo die gutbetuchten und reichen Bürger der Hauptstadt gerne hinter großen Mauern oder Hecken leben. Während ihrer morgendlichen Arbeit trifft sie auf einen Jungen in ihrem Alter, ein Typ der morgens um fünf mit dem Auto in einem Tempo aus der Einfahrt rast, dass er beinahe jeden umfährt, der nicht schnell genug zur Seite springen kann.

Von einer Nachbarin, einer netten, älteren Dame, die vor vielen Jahren ein bekannter Filmstar war, erfährt Coralie, dass es sich bei dem Wilden um David Rumer handelt. Er ist der Sohn eines ehemaligen Formel 1 Fahrers, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. David will unbedingt in die Fußstapfen seines Vaters treten.

Coralie entwickelt eine zarte Freundschaft zu dem gealterten Filmstar und so kommt es, dass Coralie durch ein Missverständnis ganz plötzlich in David Rumers Welt, und damit auch die Welt der High Society Berlins landet. Sie versucht immer wieder das Missverständnis aus der Welt zu räumen, doch alles geht so verdammt schnell und eigentlich ist dieser hochnäsige, reiche Typ ja auch ganz süß …

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Nachdem ich Schattengrund von Elisabeth Herrmann gelesen hatte, habe ich mich über die Überraschungspost des Verlages gefreut.

Die Autorin liefert hier eine Geschichte, die angenehm verzwickt, voller Humor aber auch dramatische Momente ist. Sicherlich geht es hier um eine erste Liebe, (natürlich) voller Hindernisse, aber auch die extremen Unterschiede zwischen der Ober- und Mittelschicht sind hier sehr gut aufgezeigt und ausgearbeitet. Die Handlung bietet eine gute Bandbreite von Freundschaft, Hass, Neid und Missgunst. Die Autorin beschreibt aber auch sehr gut, wie die beiden Protagonisten ihre Ziele verfolgen und zielstrebig an ihren Erfolgen arbeiten. Dass ihnen dabei ältere Menschen zur Seite stehen, verknüpft sehr herzlich die verschiedenen Generationen.

Der Roman liest sich leicht und locker, der Schreibstil ist angenehm lesbar, sicher auch umgangssprachlich, dennoch nicht flach oder anspruchslos.

Das Cover lässt in seinem knall rosa eher auf eine kitschige Teenie-Lovestory schließen, dass ist sie aber nicht. Dazu beinhaltet die Handlung dann doch zuviel tief- und hintergründiges.

Tanzen/Musik/fließende Bewegung trifft auf Motorenlärm/Geschwindigkeit/Öl- und Benzingeruch. Diese Gegensätze ergänzen sich in diesem Roman erstaunlich gut.

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Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für ein flottes, angenehmes Jugendbuch, dass keine triefende Teenie Liebesgeschichte ist, sondern mehr zu bieten hat. Dennoch kommt es für mich nicht an die etwas dunklere, düstere und mystischere Stimmung von „Schattengrund“ heran. 

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Ich danke CBT für die Bereistellung des Rezensionsexemplars.

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© Buchwelten 2013

Der Libellenfänger von Katja Brandis

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Libellenfänger
Erschienen als Klappenbroschur
im IVI Verlag
368 Seiten
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-492-70276-8
Katergorie: Jugendthriller

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Auf den ersten Blick ist die 17-järige Ricky (Ricarda) Mayer ein normaler Teenie, wie ihre übrigen Mitschüler am Arnold Gymnasium auch. Sie ist eine der Moderatorinnen beim Schülerfernsehen nec.tv (das übrigens so professionell ist, dass das Regionalfernsehen die Studioräume ebenso nutzt), sie betreibt als Hobby Taekwondo und die geht am Wochenende mit ihren Freunden und Mitschülern in die Disco. Warum Ricky allerdings bei ihren Großeltern lebt und nicht bei ihrer Mutter, die immerhin in der gleichen Stadt lebt, dass weiß nicht einmal Rickys beste Freundin Kriss.

Ricky hat ihre ersten Lebensjahre im Gefängnis verbracht, in der Mutter-Kind-Abteilung der JVA Aichach, wo ihre Mutter eine Haftstrafe verbüßt hat. Und da Ricky in der Grundschule bereits als „Knastkind“ gehänselt wurde, trägt sie dieses Geheimnis mit sich herum. Ein dunkles Geheimnis kann man es nicht einmal unbedingt nennen, denn Ricky verbindet nunmal ihre Kindheitserinnerungen mit dem Gefängnis und sie hat dort neben einem sehr innigen Verhältnis zu ihrer Mutter auch ansonsten keine schreckliche Zeit verbracht. Ricky hatte Freunde in der JVA, denn es waren mehrere Mütter mit ihren Kindern dort inhaftiert.

Aus dieser Zeit kennt Ricky auch die Russin Valentina, sie ist im Alter ihrer Mutter und ihr Sohn im gleichen wie Ricky selbst. Und auch wenn ihre Mutter nach der Entlassung den Kontakt zu Valentina hat abbrechen lassen, Ricky trifft sie nach wie vor oft und gerne und sie kann diese mütterliche Freundin mit Akzent zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen. Valentina ist immer für sie da und das tut Ricky gut, zumal sie mit ihr über Dinge sprechen kann, die ihre Mutter nicht gewillt ist zu bereden.

An einem normalen Freitag, nach einigen Arbeitsstunden bei nec.tv in der Schule, macht Ricky sich gemeinsam mit einigen Freunden auf den Weg in die Disco. Es wird gelacht und ausgiebig getanzt. Antonia, eine scheue und in sich gekehrte Klassenkameradin, die jedoch auch bei nec.tv moderiert und vor der Kamera ein viel offeneres Wesen zeigt, ist auch dort. Allerdings ist sie in Begleitung eines älteren Jungen, der offensichtlich schon zu studieren scheint. Die Clique munkelt, mehr aber auch nicht. Lediglich Ricky hat Antonia ein wenig intensiver im Blick, denn nachmittags hat sie das Mädchen in der Bibliothek vorgefunden. Antonia blutete an der Hand und flüsterte wirres Zeug vor sich her. Jetzt in der Disco scheint sie wieder gut drauf zu sein, auch sie tanzt ausgelassen neben Antonia auf der Tanzfläche.

Doch plötzlich verkrampft Antonia sich, bricht zusammen und liegt reglos zwischen all den Tanzenden. Der Großteil der Leute steht starr und glotzend da und tut nichts. Aber Ricky reagiert sofort. Sie rüttelt das leblose Mädchen und ruft um Hilfe. Ihr Klassenkamerad Marek, der schräge, durchgeknallte Kameramann mit den blauen Haaren, ist der einzige der reagiert. Gemeinsam tragen die beiden Antonia von der Tanzfläche und beginnen mit der Reanimierung. Herzmassage, Mund-zu-Nase-Beatmung. Sie geben ihr bestes, immer und immer wieder. Endlich kommen Rettungskräfte hinzu und bringen Antonia weg.

Der Schock steckt natürlich allen tief in den Knochen, sie werden noch vor der Disco von den inzwischen eingetroffenen Polizeibeamten verhört. Antonia schafft es nicht. Sie ist tot. Einfach umgefallen und von Anfang an glaubt Ricky nicht an eine natürliche Todesursache. Irgendwas ist da faul, warum war Antonia nachmittags in der Bibliothek so seltsam. Ricky fallen die Libellenflügel ein, die sie seit einigen Tagen immer wieder in der Schule findet, ob es was mit dem Unglück zu tun hat?

Als Ricky dann an der vor der Schule errichteten Gedenkstätte voller Blumen und Kerzen am Bilderrahmen mit Antonias Foto einen Libellenflügel eingeklemmt sieht ist sie sicher, dass Antonia ermordet wurde. Doch warum und durch wen bleibt herauszufinden. Und damit beginnt sie umgehend.
Sie bittet ihre Freundin Valentina um Hilfe und beginnt zu „ermitteln“. Und noch jemand steht ihr zur Seite: Marek, der schräge, durchgeknallte Kameramann mit den knallblauen Haaren. Er war es der Ricky in der Nacht bei den Wiederbelebungsmaßnahmen geholfen hat und auch er will den Hintergründen zu diesem mysteriösen Todesfall auf die Spur kommen ….

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Der Roman von Katja Brandis war Überraschungspost vom IVI-Verlag und ich war in der Tat überrascht, positiv! Das Buch machte optisch schon gleich nach dem Auspacken was her: Knallgelb und dann die Libellenflügel mit den feinen Zeichnungen, dass war schon ein Blickfänger. Wenn man die Klappenbroschur dann aufmacht, gibt es noch einmal das Muster der Flügel auf Knallpink. Der Text sprach mich auch an und machte mich neugierig, was mich erwartete wusste ich natürlich nicht. Die Autorin Katja Brandis sagte mir bislang nichts, wobei sie bereits einiges geschrieben und veröffentlicht hat.

Nun, somit bin ich unvoreingenommen an die Story herangegangen und ich muss sagen, den Roman habe ich „gefressen“. Dummerweise musste ich gestern Mittag 11 Seiten vor dem Schluss aufhören, weil ich ins Büro musste. Ich konnte das Buch wirklich schwer aus der Hand legen, weil ich so gefesselt war.

Ich war von Beginn an in der Handlung gefangen und die Protagonistin Ricky, die aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheit erzählt ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Sie ist eine sehr gefühlvolle, ehrgeizige Person, die ihre Ziele verfolgt und nicht aufgibt, immer wieder nachhakt, auch wenn es unangenehm wird.

Der Schreibstil ist nicht einmal sonderlich gehoben oder anspruchsvoll ausformuliert, was vielleicht daran liegt, dass eben eine 17-jährige aus ihrer Sicht erzählt. Aber die Handlung war sehr fesselnd und ich war einfach mit drin. Die Geschichte ist sehr lebendig geschrieben und absolut gefühlvoll. Ricky macht sich eine Menge Gedanken und dieser Charakter ist ein sehr liebenswerter. Aber auch die weiteren wichtigen Personen, die des Marek oder Rickys Mutter, die sich im Laufe der Handlung auch ein wenig öffnet, sind gut und lebensecht.

In diesem Roman steckt eine ganze Menge, weitaus mehr als ein bisschen Teenie Ermittlungen. Es geht z.B. ganz intensiv um das Schulfernsehen nec.tv, was total professionell ist und ich eine extrem coole Sache für ein Gymnasium finde. Mich hat es ein bisschen an I-Carly erinnert, nur nicht so albern. Dann geht es um Esoterik, Wahrsagen und Musik. Diese Dinge hat die Autorin gut und ausgiebig recherchiert, dass hat sie im Nachwort schön beschrieben.

Wenn Autoren mit Musik und Liedtexten arbeiten, gefällt mir das sehr. Mein Lebensgefährte tut dies in seinen Romanen auch gerne und oft. Katja Brandis hat hier das wunderschöne Lied „Set fire to the rain“ von Adele verbaut, was mir dann immer ans Herz ging, weil ich den Song im Ohr hatte und die Szenen dazu recht traurig waren.

Mir persönlich hat ausserdem die Szene sehr gut gefallen, als Marek sich die Stöpsel in die Ohren steckte und den Song „Temple of Love“ von Sisters of Mercy aufdrehte. Hier haben wir als Leser den Text dann auch geliefert bekommen, zumindest in Auszügen, den ich aber kannte, weil ich Fan besagter Band bin. Frau Brandis ist in etwa in meinem Alter, vielleicht mag sie auch Sisters gerne hören.

Zum Ende werde ich natürlich überhaupt nichts verraten. Ich fand es jedoch stimmig und es hat die Handlung gut abgeschlossen. 

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Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für diesen Jugendroman, der, wenn er denn ein Thriller sein soll, ein sehr gefühlvoller seiner Art ist. Eine fesselnde Geschichte um Jugendliche, die trotz modernster Interessen sehr wohl ruhig sein können und in ihr Innerstes hören und Dinge nicht auf sich beruhen lassen wollen, sondern diesen auf den Grund gehen. 366 Seiten sind nicht unbedingt wenig, doch irgendwie sehr schnell durchgelesen.

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Ich danke dem IVI-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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© Buchwelten 2012

Die leere Wiege von Ruth Dugdall (4,5/5 )

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Erschienen als
Taschenbuch
bei PIPER
368 Seiten
Preis: 9,99  €
ISBN 978-3492272827
Kategorie: Belletristik

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Rose Wilks, eine eher unscheinbare Frau wird nach einem heftigen Sturz ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Baby überlebt als Frühgeburt, und wird in einem Brutkasten auf der Intensivstation am Leben erhalten und langsam aufgepäppelt.

Als die Beatmungsmaschine des Babys dann nach einigen Tagen abgeschaltet ist und Rose beginnt, den kleinen Joel zu stillen, geschieht das Schreckliche: Der Junge stirbt und die Ärzte können nichts mehr für Joel tun. Jegliche Wiederbelebungsversuche bleiben erfolglos.

Für Rose bricht eine Welt zusammen und sie verfällt in eine tiefe Depression. Auch ihr Lebenspartner Jason schafft es nicht, sie dort raus zu holen.

Erst als Rose zufällig Emma Hatcher (eine schöne Frau, die Rose im Krankenhaus kennengelernt hat, weil sie ihren Sohn zur gleichen Zeit entbunden hat) wieder trifft, beginnt Rose wieder einen Sinn in ihrem Leben zu entdecken.

Emma ist überfordert mit dem kleine Luke und so kommt es, dass Rose immer öfter bei Emma zu Besuch ist und sie unterstützt. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine enge Freundschaft und Rose wird zu Lukes regelmäßiger Babysitterin. Sie liebt den kleinen Luke wie einen eigenen Sohn, abgöttisch, fast schon krankhaft.

Als im Haus der Hatchers ein Feuer ausbricht, kommt der kleine Luke ums Leben. Emma kann aus dem Haus gerettet werden, der Ehemann war zu dem Zeitpunkt gar nicht zu Hause. Das Feuer wurde durch eine brennende Zigarette ausgelöst. Dieselbe Marke, die Rose auch raucht: Silk Cut.

Durch ihre extreme Bindung zu dem kleinen Luke fällt der Verdacht sofort auf Rose. Diese bestreitet immer wieder, etwas mit dem Brand zu tun zu haben, liebte sie den kleinen Luke doch wie ihren eigenen Sohn. Doch keiner glaubt Rose und sie geht ins Gefängnis ….

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Der Roman beginnt mit der Nacht des Feuers und schwenkt dann aber in die Gegenwart.

Die Autorin erzählt den Roman in mehreren Handlungssträngen. Da ist einmal Rose und ihre Zeit im Gefängnis. Dann kommt die neue Bewährungshelferin Cate hinzu, selber Mutter und noch ein Greenhorn in der Knastszene. Sie ist damit beauftragt, ein Gutachten über Rose Wilks zu verfassen.

Dann gibt es noch den Erzählstrang, in dem Rose in ihr „schwarzes Buch“ schreibt. Sie beginnt hier mit ihrer Kindheit und erzählt ihr Leben bis in die heutige Zeit, nach dem Feuer.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen und die verschiedenen Handlungsstränge haben die Lektüre auch sehr kurzweilig werden lassen.

Die Figur der Rose Wilks hat die Autorin sehr gut beschrieben und auch intensiv ausgearbeitet. Die Einflüsse ihrer Kindheit und Verbundenheit zu geliebten Menschen war gut erzählt.

Der Roman ist kein Thriller á la „Die Hand an der Wiege“. Eher ein spannender Gefängnisroman, der neben den groben Knastmomenten aber auch sehr viel mit Gefühl zu tun hat und dies auch toll rüberbringt. Psychologisches gibt es genauso, wie kleine erotische Momente und auch die Toten aus der Geisterwelt spielen keine unwichtige Rolle.

Das Ende war für mich einerseits recht früh absehbar, aber andererseits gab es eine „Auflösung“, die ein gut gelungener Überraschungsmoment war. Damit hatte ich dann doch nicht gerechnet.

Der Roman wird vom Verlag als Taschenbuch präsentiert, mit einem Cover, dass mich eben genau an o.g. Film erinnert hat.

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Mein Fazit: 4,5 von 5 Sternen für das Debüt der Autorin, die einen sehr spannenden, dunklen aber auch anrührenden Roman geschaffen hat, der kurzweiliges Lesevergnügen bietet. Geschrieben in unterschiedlichen Schreibstilen und gut ausformuliert. Der halbe Punkt Abzug beruht lediglich auf die relativ schnelle Vorhersehbarkeit. Das können andere Leser allerdings vollkommen anders sehen als ich.

Ich danke Amazon-Vine und dem PIPER Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

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© Buchwelten 2012

Darling Jim von Christian Mørk (5/5)

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Erschienen als
Taschenbuch
im Piper Verlag
unter dem Namen „Teufelslist“
352 Seiten
Preis: 9,95 €
ISBN:  9783492258838
Kategorie: (Psycho)Thriller

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Ein tragischer Mordfall erschüttert das kleine irische Dorf Malahide (nahe Dublin). In einem unscheinbaren Haus werden die Leichen der Anfang 40-jährigen Moira Walsh und ihrer Nichten gefunden. Was sich dort ereignet hat, kann nur grob in Erfahrung gebracht werden. Moira Walsh wurde mit einer Schaufel erschlagen, schaffte es aber noch bis ins Erdgeschoß, wo sie dann aber ihren Verletzungen erlag. Die ältere Nichte befindet sich im Obergeschoß, woran sie starb, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Dann findet sich die zweite Nichte, eine jüngere in einem Raum, der eigentlich nur eine Nische zwischen Wand und Dämmung ist. Sie ist bis auf das Skelett abgemagert. Im Keller finden sich Spuren einer dritten Person. 

Auch sie muss dort festgehalten worden sein, doch von ihr fehlt jede Spur. Ihr scheint die Flucht gelungen zu sein. Bei der Durchsuchung des Hauses findet die Polizei in einer Kommode die Ausweise der Mädchen. Es handelt sich um drei Nichten von Moira Walsh. Fiona, die ältere und die jüngeren Zwillinge Róisín und Aoife.

Die drei Schwestern wurden im Ort nie gesehen und auch Moira Walsh machte nicht den Eindruck etwas zu verheimlichen, gar ihre Nichten einzusperren und zu quälen.

Der Postbote des kleinen Ortes, Desmond, macht sich schwere Vorwürfe. Denn er war nicht nur bei Postanlieferungen ab und an in Moiras Haus auf ein Tässchen Kaffee geladen, er hatte in den letzten Wochen auch gemeint Rufe und Klopfen aus dem Haus zu hören, doch er hat nicht einen Versuch unternommen, der Ursache auf den Grund nachzugehen.

Die Toten werden auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt und Desmond, der Postbote verfällt nach der Beisetzung in Depressionen und verlässt den Ort.

Die Polizei führt nicht wirklich Ermittlungen durch, das Haus wird desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht.

Niall, der Nachfolger des Postboten Desmond ist ein junger Mann, der eine Leidenschaft hat: Er zeichnet und er möchte unbedingt Design Artist werden. Der Job als Postbote dient nur dem Geldverdienen und nach Feierabend hockt er noch lange im Postamt und zeichnet, bzw. er versucht es: Die vielen Versuche einen Wolf zu zeichnen misslingen ihm immer wieder. Vor lauter Frust wirft er ein zerknülltes Papier in Richtung Mülltonne, trifft aber nicht richtig und löst somit eine kleine Lawine an Papierbällen aus, die in der Gitterbox für unzustellbare Post landet. Er klettert hinein und will eigentlich nur den Schaden beseitigen, als er auf ein seltsames Paket stößt, dass seine Neugier weckt. Es ist nicht frankiert, darum liegt es wohl in der Gitterbox.

 Aber auf dem Paket ist ein Empfänger markiert:

Irgendjemand im Postamt in Malahide.

Bei genauerem Hinsehen findet Niall noch einen weiteren Vermerk auf dem Paket und kann nicht widerstehen. Er öffnet es und entdeckt ein altes Notizbuch. Es scheint ein Tagebuch zu sein, geschrieben von Fiona Walsh, der älteren der toten Nichten ….

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So beginnt der Autor seine Erzählung dieses genialen Thrillers. Dann „erzählt“ das Tagebuch in einer Rückblende die Geschichte von Fiona. Was sie alles niedergeschrieben hat, beinhaltet die letzten ca. 3 Jahre ihres Lebens und ich werde nicht mal annähernd verraten worum es geht 😉

Das es jedoch um einen jungen, gut aussehenden Geschichtenerzähler ( irisch: seanchaí ) geht, der den Frauen reihenweise den Kopf verdreht hat und sie durch seine Erzählungen mehr als nur in seinen Bann gezogen hat, ist bereits dem Klappentext zu entnehmen.

Der Autor schreibt in sehr guten Schreibstilen, die sich innerhalb des Romans immer wieder unterscheiden.

Wird z.B. das Tagebuch von Fiona wiedergegeben , schreibt und formuliert er natürlich ihrem Charakter entsprechend.  Die Passagen in der er die Geschichten von Jim Quick zu Papier gebracht hat, sind völlig anders. Er schreibt hier als Märchen oder Sagenerzähler.

Mich hat der Autor mit diesem Roman absolut in seinen Bann gezogen und ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und vor allem: was geschah?

Ich habe als Leserin viele Höhen und Tiefen erlebt, schöne, hochfliegende Gefühle sowie Angst, Wut, Neid, Eifersucht und Leidenschaft. Die Mischung dieses Thrillers ist perfekt gelungen und fällt für mich absolut aus dem Rahmen.

Dabei fühlte ich mich Im ersten Moment bei „drei Schwestern“ und einem Geschichtenerzähler direkt an die „Hexen von Eastwick“ erinnert, doch dem ist nicht so. Dieser Roman ist kein Abklatsch des (immerhin genialen) Films, sondern eine eigenständige Idee, die spannend umgesetzt wurde und nicht mal an den Haaren herbeigezogen wird.

Bis zum Schluss hatte ich ein Problem mit dem Namen Aoife. Der Autor hat der Handlung entsprechend irische Namen ausgewählt und die Übrigen konnte ich auch aussprechen, doch mit diesem konnte ich nichts anfangen.

Nun, ich hätte vielleicht zu Anfang im Internet nachschauen sollen, denn nun weiss ich, dass ich die Figur mit „A-eufe“ total falsch „gesprochen“ habe. Wie die schönen irischen Namen tatsächlich klingen können Interessierte Leser sich hier sogar anhören 😉

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Aoife – gesprochen: EE-fa

Roisin – gesprochen: ro + sheen 

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Ich habe das Buch als gebundene Ausgabe mit Leseband gebraucht gekauft. Es ist aber als Taschenbuch erhältlich. Das Cover zeigt grüne Hügel mit einer Felsformation, was mich ein bisschen an Schottland erinnert. Mich hat es angesprochen, denn es wirkt nicht reißerisch und lässt nicht annähernd vermuten, was sich dahinter verbirgt.

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Mein Fazit: 5 von 5 Punkten für diesen Thriller, den ein Däne, wohnhaft in den USA in Irland spielen lässt. Für mich ist die Handlung außergewöhnlich fesselnd, u.a. weil der Autor die Erzählstile und Blickwinkel innerhalb des Romans wechselt. Es gibt eine unheimliche Vielfalt an Gefühlen in diesem Buch (u.a. bedingungslose Liebe unter Geschwistern) und was die Brutalität angeht habe ich schon krassere forensischere Thriller gelesen. Christian Mørk versteht es den Leser auf andere, seine Weise in seinen (oder Jims ?) Bann zu ziehen.

ACHTUNG: Der Verlag hat „Darling Jim“ in einer neuen Ausgabe unter dem Titel „Teufelslist“ veröffentlicht.

© Buchwelten 2012


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Die Schmetterlingsinsel von Corina Boman (5/5)

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Erschienen als
Taschenbuch
im ullstein Verlag
560 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN:  9783548284385

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Die Rechtsanwältin Diana Wagenbach ist gerade erst in ihrem verwüsteten Wohnzimmer erwacht, als sie ein Anruf aus England erreicht. Am anderen Ende der Leitung ist Mr. Green, der Butler ihrer Großtante Emmely, die in England auf dem alten Familiensitz, dem „Tremany-House“ lebt. Der Butler erzählt Diana, dass ihre Großtante einen Schlaganfall erlitten hat und ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Da Diana eine sehr enge Beziehung zu ihrer Großtante in England hat, überlegt sie nicht lange und entscheidet dann, sich mit dem nächsten erreichbaren Flugzeug nach England zu begeben. Als Kind hat Diana alle ihre Ferien im „Tremany House“ verbracht und die Großtante Emmely war für Diana immer ein Ersatz der Großmutter. Dianas Großmutter verstarb bei der Geburt ihrer Tochter (Dianas Mutter) und Emmely hat sich ihr angenommen, denn sie selbst konnte nach einer Fehlgeburt keine eigenen Kinder mehr bekommen.

Dass Diana das Wohnzimmer in einem Wutausbruch verwüstet hat, weil sie ihren Ehemann beim Fremdgehen erwischt hat, interessiert sie in diesem Moment recht wenig. Soll er sich um das Aufräumen kümmern. Sie klärt in der Kanzlei mit ihrer Partnerin die Abwesenheit ab und begibt sich dann recht zügig, ohne eine Information an Ihren Mann, zum Flughafen.

In England angekommen nimmt der herzensgute Butler Mr. Green Diana in Empfang und sie fahren zunächst einmal ins „Tremany-House“. Dort fühlt sie sich sofort wieder heimelig, auch wenn der Grund der Anreise nach langer Zeit ein trauriger ist.

Als Diana ihre Großtante Emmely im Krankenhaus besucht, macht diese Andeutungen über ein altes, dunkles und bislang perfekt gehütetes Familiengeheimnis. Dianas Neugier ist natürlich schnell geweckt, doch als Tante Emmely stirbt, hat Diana viel zu wenig Hinweise um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch genau diese Hinweise hat Mr. Green von Emmely erhalten, die er ihr nun, nach Anweisung seiner alten Herrin, in klein dosierten Dosen nach und nach zuspielen soll.

Diese Hinweise führen Diana weg aus England, bis nach Sri Lanka, wo Ihre Vorfahren während der Kolonialzeit viele Jahre gelebt haben. Für Diana beginnt eine Reise in die Vergangenheit und langsam aber sicher entwirrt sie das Rätsel um ihre Urahnen …

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Dieser Roman hat mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt und hat mir so gut gefallen, dass ich mir noch viel mehr Seiten gewünscht hätte. Denn die Figuren der Geschichte waren mir während des Lesens so ans Herz gewachsen, dass ich sie nicht verlassen mochte.

Corina Boman hat hier eine wunderbar verschlungene Familiengeschichte gestrickt und es geschafft mich als Leserin an der Auflösung des Rätsels teilhaben zu lassen. Sie erzählt in einem sehr schön formulierten und absolut bildhaften Schreibstil, der mich durch ein Zeitfenster den Blick in die Vergangenheit ermöglichte. Sei es das „Tremany- House“ zu seinen Hoch-Zeiten und dann während des Krieges oder die wunderbaren Eindrücke auf der Insel Sri Lanka. Hier beschreibt die Autorin die Tier- und Pflanzenwelt sehr lebensecht und farbenfroh, dass ich die einheimischen Papageien über die Protagonistinnen im Jahre 1887 habe flattern sehen.

Die Handlung war  anspruchsvoll, denn um die vielen Verknüpfungen wirklich zu verstehen, musste man schon aufmerksam lesen. Wie oft saß ich auf dem Sofa und habe mir laut Namen vorgesprochen: Grace, Helena, Beatrix … Ur, Ur, noch ein Ur? Oft meinte ich die Autorin habe ein Ur vergessen, doch dann habe ich durchgerechnet und es stimmte 🙂

Dieser Roman gibt einen wunderbaren Einblick in die Vergangenheit und fremde Länder. Die Engländer hatten Kolonien auf der Insel und haben auf Sri Lanka Teeplantagen geführt, der Ceylon Tee wurde „entdeckt“ und zum Weltprodukt. Diese geschichtlich sehr interessanten Informationen vermittelt der Roman genauso wie z. B. eine alte tamilische Kampfkunst, das Geheimnis um die Palmblattbibliotheken und natürlich der Kampf der damaligen Frauen sich und ihren Willen durchzusetzen.

Natürlich spielt auch die Liebe eine Rolle im Roman „Die Schmetterlingsinsel“ (Die Insel Sri Lanka hat auf dem Globus die Form eines Schmetterlingsflügels, daher der Name) aber die Geschichte wird an keiner Stelle schmalzig oder kitschig, wie ich es bei anderen Autoren erlebt habe.
Was mir hier auch sehr gut gefallen hat war, dass die Autorin auf die Trennung der Protagonistin Diana kaum eingegangen ist. Diese und ihre Folgen spielten immer nur am Rande eine Rolle, aufgehalten hat sie sich damit aber nicht wirklich. Corina Boman hat sich bei ihrer Erzählung auf das wichtigere beschränkt: Den Blick in die Vergangenheit und die Auflösung des dunklen Geheimnisses der Vorfahren (einer) ihrer Protagonistin(en).

Das Buch präsentiert der Verlag als Taschenbuch, dass ein alte Steintreppe, einen Blütenzweig und Schmetterlinge zeigt. Was besonders schön gemacht ist: Auf dem Buchschnitt sind Schmetterlinge und Blütenzweige abgedurckt, was das Buch zu einem besonderen Hingucker machen.

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Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für diese Familiengeschichte voller verschlungener Wege und Rätsel, die dem Leser ein Fenster in die Vergangenheit öffnet und ausserdem noch in eine bunte, fremde Welt entführt sowie einiges an geschichtlichen Infos zu bieten hat. Die   Auflösung des Familiengeheimnisses macht mit den geschaffenen Charakteren Spaß und der Liebeseinfluß des Romans ist angenehm und nicht kitschig. Eine wunderbare Abwechslung für die, die gerne einmal etwas anderes als Krimi, Thriller oder Fantasy lesen mögen.

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Ich danke Amazon und ullstein für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Hier noch der Link zu einem kleinen Buchtrailer: —-> klick

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© Buchwelten 2012

Das geheime Prinzip der Liebe von Hélène Grémillon (4/5)

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Erschienen als
gebundene Ausgabe
bei Hoffmann und Campe
256 Seiten
Preis: 19,99 €
ISBN:  978-3-455-40096-0

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Der Roman erzählt die Geschichte von Camille, einer Verlegerin in Paris im Jahre 1975. Gerade ist ihre Mutter bei einem Autounfall gestorben, was sie sehr traurig macht, denn sie hatte ein sehr inniges Verhältnis zu ihr. Außerdem ist Camille schwanger und diese Zeit hätte sie natürlich gerne mit ihrer geliebten Maman geteilt.

Zwischen den vielen Kondolenzschreiben, die Camille erhält – und grösstenteils nicht einmal durchliest – findet sich ein Brief, der sich von den anderen direkt abhebt. Es ist ein langer Brief, ohne Anrede und unterzeichnet von einem gewissen Louis, einem Mann den Camille überhaupt nicht kennt.

Er erzählt ihr seine Lebensgeschichte, beginnend in frühester Kindheit, wie er im kleinen Ort N. das Mädchen Annie kennenlernt, die ihn in seinem Herzen sein gesamtes weiteres Leben begleiten soll. Camille ist gleichzeitig gefesselt, verwirrt und sehr neugierig was es mit dem Schreiben auf sich hat. Hat dies einer ihrer Autoren geschrieben um sich einen Scherz zu erlauben? Oder ist es die Anfrage für einen neuen Roman von jemandem, der sich nur durch eine ausgefallene Art und Weise, sein Manuskript einzureichen, Erfolg verspricht?

Im Abstand von eingen Wochen kommen immer neue Briefe von Louis und erzählen seine Lebens- und Liebesgeschichte zu Annie weiter. Schreibt wie Annie sich entschieden hat, für ihre Gönnerin Madame M. ein Kind für sie auszutragen, da sie selber unfruchtbar ist. Soviel hat Madame M. für Annie getan, ihre Malerei unterstützt und Annie selber will sowieso nie eigene Kinder. Er erzählt, wie Annie mit ihr nach Paris geht, seine grosse Liebe im Laufe der folgenden Kriegsjahre aus den Augen verliert und plötzlich wiederfindet.

Camille ertappt sich dabei, dass sie mittlerweile auf die Briefe des geheimnisvollen Louis wartet, weil sie wissen muss wie die Geschichte um Annie und ihn weitergeht. Ausserdem beschleicht sie eine Ahnung, dass sie selbst vielleicht ein Teil dieser vielen beschriebenen Seiten ist ….

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Ich lese ja generell Romane quer durch alle Genres und daher auch immer mal wieder gerne eine schöne Liebesgeschichte, wenn sie denn nicht trieft vor lauter gespielter Emotionen … 

Bei diesem Roman hat mich zuallererst das Cover angesprochen, daher kann ich dann gleich mit dem Erscheinungsbild des Buches anfangen. Das Cover ist schwarz-weiss und nur durch den dunkelroten Regenschirm farbig aufgelockert. Das Kopfsteinpflaster, die Schuhe der alten Zeit und die nicht erkennbaren Personen unter dem Schirm: das hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen und mich die Inhaltsangabe lesen lassen.
Die hat mich dann letztendlich überzeugt und meine Neugier war komplett geweckt, sodass ich das Buch bestellt habe.

Die Autorin hat eine ruhige, schöne Stimmung geschaffen, auch wenn die Umstände der Handlung oft auch sehr dramatisch waren. Der Schreibstil ist sehr angenehm und hat mich überzeugt. Sie hat die Gefühle ihrer Protagonisten erstaunlich gut in Worte fassen können. Hier meine ich nicht nur die Liebe, die natürlich auch eine grosse Rolle spielt, auch schlechte Gefühle und Eigenschaften wie Hass, Rachsucht, Wahnvorstellungen und extreme Verlustängste hat sie in ihrer Figur Madame M. fantastisch ausgearbeitet. Die Hintergründe für deren teilweise hinterlistiges, bösartiges Handeln und Lügen waren so verständlich und überzeugend, dass der Leser all dies sehr gut nachvollziehen konnte.

Die Handlung beginnt im Jahre 1975 nach dem Tod von Camilles Mutter. Die Passagen der Briefe von Louis bilden eigene Kapitel, die uns zurück in die Vergangenheit bringen. Hier spielt sich viel in dem kleinen malerischen Ort N. ab und da diese Kapitel sich wie Louis‘ eigene Berichte lesen, hatte ich das Gefühl in einem Tagebuch zu stöbern und fühlte mich in die damalige Zeit zurückversetzt.

Im letzten Drittel des Romans wird die Geschichte noch einmal erzählt, aber aus der Sicht einer anderen Person. Eigentlich ein einfaches Prinzip: Jede Geschichte hat zwei Seiten und das war absolut interessant umgesetzt.

Natürlich war das Ende oder die Lösung von Anfang an absehbar, doch die Autorin hat zum Schluß noch eine kleines Highligt eingebaut, das ihr gelungen war. Ich hatte es vermutet und es gefiel mir gut.

Was noch erwähnenswert ist: Die Haupthandlung der Jetztzeit um Camille ist komplett kursiv und die Passagen von Louis‘ Briefen und Berichten dann in normaler Schrift gedruckt. Anfangs fand es etwas gewöhnungsbedürftig, sind doch sonst eher die Rückblenden dann schriftbildlich vom restlichen Text abgehoben, doch nachher ging es gut.

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Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für eine ruhige Liebesgeschichte, die sich nicht auf eine Handlungszeit bezieht und Einblicke in das Gute und Böse der Menschen gibt. Eine angenehme Leseatmosphäre und eine Handlung in die man sich fallenlassen kann. Mir hat das Buch gefallen und ich werde gewiß weiteres von der Autorin lesen, wenn mir nach ruhiger Stimmung ist.

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Ich danke Amazon und Hoffmann und Campe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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© Buchwelten 2012

Die Rose von Angelâme von Carmen Mayer (4/5)

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Erschienen als
Taschenbuch im Verlag
edition oberkassel
600 Seiten
Preis: € 16,99 €
ISBN:  978-3-943121-02-5

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Simon Rössler ist Mitarbeiter einer großen Versicherungsagentur und in seinen Arbeitsbereich fällt es, Fälle zu durchleuchten, die die Auszahlung großer Versicherungssummen betrifft. Bevor die Versicherung die Ihren Versicherungsnehmern zustehenden Summen an diese weiterleitet, ist Simon damit beauftragt, die zur Auszahlung führenden Gegebenheiten zu untersuchen und ggfs. zu hinterfragen.


Nun hat er einen seltsamen Fall auf dem Tisch. Er soll eine große Versicherungssumme an ein Kind auszahlen, dass plötzlich Waise geworden ist. Der Betrag bezieht sich auf eine Police, die für ein Bild – ein Gemälde – abgeschlossen wurde. Der Besitzer kam durch einen Autounfall ums Leben und nun starb seine Frau, Sarah Martin, ebenso. Sie wurde bei einem Adventsbasar vor dem Kindergarten ihrer Tochter durch einen vermutlich Verrückten erschossen.

Nun soll das Kind, noch ein Baby, den Betrag aus der Police erhalten. Simon ist neugierig. Was soll das für ein Gemälde sein, für das so eine hohe Versicherungssumme angesetzt wurde? Er sucht die Frau auf, bei der sich das Bild befindet und bei der auch die Tochter des verunglückten Ehepaars lebt. Ihr Name ist Christina Weiß.

Gemeinsam mit ihr, sie ist die Freundin der verstorbenen Sarah Martin und gleichzeitig Vormund der kleinen Waise Marie, versucht er das Rätsel des besagten Bildes zu lösen. Das Porträt der Rose von Angelâme, gemalt im Jahre 1305.

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Diese kurze Inhaltsangabe ist eigentlich sogar nur die Hälfte des Klappentextes, der auf dem Buch abgedruckt ist.

Der Roman ist in vier Teile aufgeteilt, macht jeweils Sprünge in vollkommen andere Zeiten und den Teil der Handlung, den ich oben erzählt habe, bezieht sich auf den ersten Teil und somit den Anfang des Romans.

Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, denn erstens reicht es meiner Meinung nach völlig, um den Leser neugierig zu machen und zweitens ist der Roman so komplex, dass ich einfach nicht mehr verraten will.

Wie bereits erwähnt ist der Roman in vier Teile aufgebaut:

Der erste Teil erzählt die Romanhandlung im Jahre 2000. Der zweite Teil erzählt die Geschichte Anfang des 14. Jahrhunderts, der Dritte macht einen Zeitsprung in das 19. Jahrhundert und zum Abschluss wechselt der Roman wieder in die „Jetztzeit“.

Gerade diesen Aufbau fand ich sehr gut. Es gibt viele Romane, die innerhalb der Handlung die Zeit wechseln. Dort ist es aber oft so, dass die Zeitwechsel Kapitelweise stattfinden.

Carmen Mayer hat jeweils sehr lange Passagen des Romans in der entsprechenden Periode handeln lassen. Das hatte für mich als Leserin den Vorteil, dass ich mich nicht immer wieder umstellen musste, sondern über viele Seiten komplett in der Handlung und Erzählung der jeweiligen Zeit versunken war.

Das Thema ist sehr komplex und die Handlung beinhaltet viel an Geheimnisvollem. Es geht um Hexenverbrennung, die ist aber nicht das Hauptthema. Es geht um eine Familie, die ein Geheimnis über Hunderte von Jahren und viele Generationen für eine große Gemeinschaft wahrt, es geht um Kirche, Hass, Verrat, Mut, Liebe und eigentlich doch um etwas ganz anderes ….

Wie gesagt, der Roman ist sehr geschickt und absolut spannend und fesselnd aufgebaut.

Da ich den Roman per Überraschungspost vom Verlag edition oberkassel erhalten habe, wusste ich selber nicht was mich erwartet und war mehr als positiv überrascht.

Hier ist wieder einmal ein Buch erschienen, dass leider wahrscheinlich in keinem Buchladen ausliegen wird und somit nicht die Leser erreicht, die gerne durch Buchhandlungen stöbern und sich einfach inspirieren lassen, welches Buch sie kaufen möchten. Ich hoffe, dass Werk findet dennoch seine Leser, verdient hat es das allemal.

Carmen Mayer schreibt in einem Schreibstil, der gut und angenehm lesbar ist und sich perfekt an die jeweilige Zeit anpasst, in der die Handlung sich gerade abspielt. Sie hat es geschafft den Teil des 2000er Zeitalters so zu schreiben, wie wir heutzutage sprechen, auch mal locker und frech, aber nicht flach umgangssprachlich.

In den Teilen des 14. und auch 19. Jahrhunderts hat sie sich dann auf die damalige Sprache eingelassen und die auch gut zu Papier gebracht. Ich fühlte mich im „Damals“ und es las sich angenehm und flüssig, wie die Menschen seinerzeit wohl geredet haben.

Den Spannungs- und vor allem Rätselbogen hat sie erfolgreich gespannt und die wirkliche Auflösung geschickt bis zum Ende hinausgeschoben. Das Rätsel um das Porträt ist sehr groß und das zu entschlüsseln, hat in der Tat nicht nur Jahrhunderte gedauert, sondern auch über diese hinweg immer wieder Personen scheitern lassen.

Ihre Protagonisten hat die Autorin gut ausgearbeitet. Simon und Christina im 21. Jahrhundert waren mir sehr sympathisch, mit ihrer ehrlichen und verbissenen Art.

Rose von Angelâme und ihr Ehemann im 14. Jahrhundert waren auch absolut real dargestellt und sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen.

Auch die Comtesse von Angelâme, Roses Nachfahrin im 19. Jahrhundert war ein sehr nettes, vorwitziges Persönchen, die es den Menschen in ihrer Umgebung nicht gerade leicht gemacht hat.

Aber nicht nur die „Guten“ hat Carmen Mayer gut dargestellt, auch den negativen oder bösen Charakteren hat die Autorin ein Leben eingehaucht, dass glaubwürdig und lebensecht wirkte.

Der eine Punkt den ich in Abzug gebracht habe, bezieht sich für mich in keiner Weise auf die Handlung oder den Schreibstil des Romans, darauf möchte ich ausdrücklich hinweisen.

Hier die Gründe für meinen Punktabzug:

Das Cover ist für mich sehr einfach gestaltet und spricht mich nicht wirklich an. Das Auge, das in das rote Kreuz eingebaut wurde, wirkt für mich leider etwas unprofessionell. Die Schrift des Titels ist eigentlich ganz nett, doch das „â“ ist in einer anderen Schriftart gedruckt, was nicht dramatisch ist, aber auffällt.


Die Buchseiten sind weiß, was für mich immer einen Sachbuchcharakter hat. Für mich gehören Seiten eines Romans nicht weiß, sondern in creme. Vielleicht ist das auch eine Eigenart meinerseits, hinweisen möchte ich dennoch darauf. Außerdem ist das Buch für ein Taschenbuch sehr schwer. Es hat ca. 530 sehr eng beschriebene Seiten und es war für mich einfach in langen Lesephasen zu schwer in der Hand.

Der Klappentext ist inhaltlich gut und macht auch neugierig. Außerdem ist er zentriert gedruckt und wirkt somit aufgeräumt.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für einen absolut spannenden Roman, geschrieben in einem guten Schreibstil, der jeweiligen Zeit sehr gut angepasst. Spannung und Rätsel sind garantiert und ich kann ein absolutes Lesevergnügen versprechen, wenn ihr euch gerne in der Vergangenheit aufhaltet …

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Ich danke dem Verlag edition oberkassel für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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© Buchwelten 2012

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