The Ascent – Der Aufstieg von Ronald Mafli

Erschienen als Taschenbuch
im Luzifer Verlag
insgesamt 364 Seiten
Preis: 13,95 €
ISBN: 978-3-95835-193-6
Kategorie: Thriller

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Tim Overleigh ist eigentlich ein ganz angesehener Bildhauer.  Doch nach dem Tod seiner Frau verfällt er immer mehr dem Alkoholismus und lässt sich inmitten seiner Selbstvorwürfe gehen. Doch dann erscheint ein Trumbauer, alter Freund, und lädt ihn zu einem geheimnisvollen Trip in die Berge von Nepal ein. Overleigh schließt sich der Gruppe von Bergsteigern an. Doch bald schon stellt sich heraus, dass jeder Teilnehmer anscheinend aus einem ganz bestimmten Grund für diesen Extremtrip ausgewählt worden ist. Und je weiter sich die Gruppe in teils unerforschte Regionen des Himalaja vorarbeitet, desto mehr drängen die Schatten der Vergangenheit an die Oberfläche. Overleigh muss sich nicht nur den Gefahren der Bergwelt, sondern auch seinen inneren Ängsten und Dämonen stellen …

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„The Ascent“ ist das erste Buch, das ich von Ronald Malfi gelesen habe. Und, was soll ich sagen? Schon nach den ersten Seiten hat mich sein bildhafter und flüssiger Schreibstil dermaßen begeistert, dass ich bereits beschloss, mir die anderen Bücher von ihm zu besorgen. Malfi schreibt sehr eindringlich und glaubhaft. Seinen Protagonisten mochte ich auf Anhieb und ich fühlte sehr intensiv mit ihm, während er sich Gedanken um seine verstorbene Frau machte. Malfi lässt sich erfreulicherweise Zeit mit seinen Charakteren, so dass man sie am Anfang des Romans sehr gut kennen lernt und sich folglich während der restlichen Seiten dann absolut mit ihnen identifizieren kann. Ebenso hat mir gefallen, dass der Autor nicht nur typische Thrillerelemente in seinem Roman verwendet, sondern auch Mystery- und echte Abenteuerpassagen einbaut. Tatsächlich fühlte ich mich des öfteren an die Indiana Jones-Filme erinnert.

Ronald Malfi schildert die Strapazen einer solch gewaltigen Bergtour absolut authentisch. Und auch seine Landschaftsbeschreibung, obwohl sie gar nicht so oft vorkommen, vermitteln ein unglaublich echtes Bild der Schauplätze. Man taucht förmlich in diese Bergsteiger-Geschichte ein, ist mit dabei und spürt die unglaublichen Anstrengungen und die mörderische Kälte. Fast möchte ich Malfis Schilderungen mit Dan Simmons Meisterwerk „Der Berg“ vergleichen, aber ganz so intensiv bekommt es Malfi dann doch nicht hin. Aber nichtsdestotrotz liegt mit „The Ascent“ ein unglaublich unterhaltsamer, spannender und vor allem sehr stimmungsvoller Thriller vor, der durch den hervorragenden Schreibstil einfach nur begeistert.  Und gerade der Teil des Buches, der sich mit dem Aufstieg und seinen Gefahren, den Gedankengängen des Protagonisten und den immer wiederkehrenden Halluzinationen aus seiner Vergangenheit befasst, ist sehr stark.

Auch wenn die Kulisse des Himalaya-Gebirges eigentlich „nur“ als Schauplatz dient und nicht die reine Handlung darstellt, so erfährt der Leser dennoch, welchen extremen Strapazen solche Bergsteiger ausgesetzt sind. Und wenn dann auch noch höhergeistige Dinge ins Spiel kommen, kann man die Gefühlswelt des Protagonisten umso mehr verstehen und nachvollziehen.
Einen klitzekleinen Wermutstropfen hat „The Ascent“ aber dann doch noch für mich, der aber nur meinen persönlichen Geschmack betrifft: Das Ende, wenngleich es ungemein spannend und auch logisch aufgebaut war, zerstörte irgendwie die ganze Atmosphäre, die sich vorher über den ganzen Plot gelegt hat. Das Finale wirkte mir irgendwie zu aufgesetzt und spektakulär. Es war, auch wenn das jetzt komisch klingt, einfach zu spannend. Da hätte dem Roman eine ruhigere Lösung, die nicht unbedingt den gängigen Mainstream-Erwartungen eines Thrillers gefolgt wären, gut getan. Aber da sind die Geschmäcker wohl auch unterschiedlich und als Autor kann man es leider allen nicht recht machen. Ich hätte mir auf jeden Fall gewünscht, dass die Geschichte genauso „ruhig“ ausgeklungen wäre, wie während des ganzen restlichen Buches. Eines ist auf jeden Fall klar: Ronald Malfi hat sich mit diesem Buch, das anscheinend nicht einmal sein bestes zu sein scheint, eindeutig in mein Leserherz geschrieben. Sein hochwertiger Schreibstil erinnerte mich oftmals an Greg F. Gifune, dessen Bücher ich ebenso liebe. Malfi kann absolut gut schreiben und unterhalten. Was will man von einem Schriftsteller mehr? 😉

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Fazit: Atmosphärischer Thriller auf hohem Niveau, der neben Thriller- auch Mystery- und Abenteuerelemente verbaut. Absolut empfehlenswert.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Buchwelten im Gespräch mit Michael Zandt

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Mit „HAPU – Teufel im Leib“ hat der Autor Michael Zandt seinen Debütroman veröffentlicht. Er ist im Candela Verlag als Taschenbuch erschienen und erzählt die Geschichte von HAPU, einer jungen Asartu-Frau. Asartu sind Nachfahren des Teufels, die unter uns Menschen leben.

Heute stelle ich Michael Zandt einige Fragen zu seiner Arbeit, seinen Ideen und seinen Plänen für die Zukunft.

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Meine erste Frage bezieht sich auf deinen Debütroman „HAPU-Teufel im Leib“. Wie ist die Idee dazu entstanden? Warum sind es gerade die Nachfahren des Teufels geworden, die Du unter uns Menschen weilen lässt?

Die Asartu sind, wenn man so mag, der „teuflische“ Gegenentwurf zum von Gott geschaffenen Menschen. Abgesehen von ihrem ernährungsphysiologischen Makel und ihrem Äußeren aber unterscheiden sie sich kaum von uns.

Mich hat die Frage interessiert, wie wir wohl mit Wesen umgehen würden, die zwar die Mehrzahl unserer Träume, Sehnsüchte und Ängste teilen, sich aber, trotz ihrer Bemühungen, nur sehr bedingt in eine Gesellschaft wie die unsere integrieren lassen.

Wie lange hast Du an dem Roman gearbeitet und wie schwer war der Weg einen Verlag zu suchen und dann zu finden?

Von der Idee bis zum fertigen Manuskript, hat es etwa ein Jahr gedauert. Schreiben ist bei mir eine Frage der Tagesform. Es gibt Zeiten, in denen ich recht viel, und Phasen in denen ich kaum eine Zeile zustande bringe.

Was die Verlagssuche angeht: Zuerst habe ich mein Glück bei einer auf unterhaltende Belletristik spezialisierten Literaturagentur versucht. Die beiden Damen dort haben mich nicht lange zappeln lassen und mir noch am selben Tag eine freundliche Standardabsage geschickt. Danach habe ich mich an einen Publikumsverlag gewandt. Der zuständige Lektor dort wollte mir zwar ein gewisses Talent nicht absprechen, bescheinigte mir aber gleichzeitig mit Hapu einen, dem potentiellen Leser, nur schwer vermittelbaren Charakter geschaffen zu haben.

Jedenfalls: Kleinere Verlage waren glücklicherweise für „Hapu“ zu interessieren. Nach einigen Irrungen und Wirrungen (ein Verlag ging in die Insolvenz, ein anderer stellte über Nacht alle Projekte ein) fand Hapu ihren Platz schließlich im Candela-Verlag.

Waren für HAPU viele Recherchen nötig? Wenn ja, wie sah diese Arbeit aus?

Wenn ich schreibe, laufen Wikipedia und Google im Hintergrund. Wann starb der Freiherr von Stein? Wie ist die politische Situation in Somalia? Wo ist in Köln der Straßenstrich? Alles Fragen, die mir das Netz heute viel schneller und zielführender beantworten kann als ein Lexikon.

Ich habe im Wesentlichen also über das Internet recherchiert. Daneben habe ich „Sinuhe der Ägypter“ von Mika Waltari gelesen um ein wenig Atmosphäre zu „atmen“.

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Liest du privat selber viel? Wenn ja, welche Autoren und Genres bevorzugst du hierbei?

Am meisten beeindruckt mich derzeit die russische Phantastik. Vladimir Sorokin zum Beispiel. Den Österreicher Thomas Glavinic und den Amerikaner Stuart O’Nan schätze ich ebenfalls sehr. Weiter finden sich derzeit Franz Kafka, Markus Orths, Cormack McCarthy und Samuel Pepys auf meinem Büchertisch. Von den klassischen „Phantasten“ schätze ich besonders die Werke von E.A. Poe und Leo Perutz.

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Wie wichtig ist Dir die Musik. Findest Du auch darin Inspiration oder Anregungen für Deine Schreiberei? Begleitet sie Dich vielleicht sogar während Deiner Arbeit?

Ich liebe Musik, kann sie aber, wann immer ich mich konzentrieren möchte, leider nicht gebrauchen. Ich kann meine Aufmerksamkeit nur schwer teilen. Ich gehöre zu der Sorte Männer, die schon dann das Radio ausmachen muss, wenn sie nur rückwärts einparken möchte.

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Auf der Verlagsseite gibt es leider keine Vita über Dich. Ich konnte herausfinden, dass du verheiratet und Vater zweier Kinder bist. Wie steht deine Familie zu deinem Schreiben? Lässt sich das vereinbaren und sind sie evtl. sogar begeisterte Testleser?

Phantastik ist zwar nicht unbedingt das Genre indem meine Frau sich zuhause fühlt, doch ist sie mir trotzdem eine unverzichtbare Testleserin. Sie weist mich auf logische Fehler hin und verbessert meine Zeichensetzung regelmäßig soweit, dass ich mich meiner mangelnden Orthographietalente wegen dem Lektor, bzw. der Lektorin gegenüber nicht zu schämen brauche.

Ich denke mir, dass Du noch einem Vollzeitjob nachgehst. Was ist Dein Beruf und wann findest Du die Zeit zum schreiben?

Ich schlafe selten länger als fünf oder sechs Stunden und nutze zum Schreiben daher gerne die morgendliche Stille. Ja, ich habe einen Vollzeitjob. Ich bin diplomierter Verwaltungswirt und unter anderem für die Verteilung von Kindergartenplätzen zuständig.

Wie wichtig ist für dich als Autor das Internet? Nutzt Du es intensiv oder ist es eher ein notwendiges Übel?

Das Netz ist die einfachste und günstigste Möglichkeit sich rasch und umfassend zu informieren. Daher finde ich es auch wichtig Bewegungen wie „Stop Acta“ zu unterstützen. Das Netz hilft nicht nur mir als Autor, sondern der Verbreitung von Wissen überhaupt. Deshalb sollte es unreglementiert und frei sein.

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Nun meine Standardfrage an meine Gesprächspartner: gibt es ein Ritual und/oder ein Maskottchen, dass dich beim Schreiben begleitet?

Zwar bin ich für kindlich-pathetische Anwandlungen mitunter durchaus empfänglich, aber wenn ich je ein Maskottchen besäßen hätte, wäre es vermutlich inzwischen in dem auf meinem Schreibtisch herrschenden Durcheinander aus Büchern, Aktenordnern und Briefen verloren gegangen.

Ich weiß, dass Du derzeit an der Fortsetzung zu HAPU, der Asartu, arbeitest. Wann können wir mit dem zweiten Teil rechnen? Und wird es eventuell auch mal ein Buch von Dir zu lesen geben, dass in einem anderen Genre angesiedelt ist? Einen Krimi oder eine Liebesgeschichte zum Beispiel?

Die Fortsetzung von „Hapu“ wird den Namen „Das schwarze Kollektiv“ tragen und im neuen „Art Skript Phantastik“-Verlag erscheinen. Vorab: Ich bewundere den Mut der jungen Dame, das Wagnis „Verlagsgründung“ einzugehen, und sich dann auch noch auf meine bescheidenen Talente stützen zu wollen. Ob das gut gehen wird, weiß ich nicht, aber ich werde in jedem Fall versuchen, die Erwartungen der frisch gebackenen Verlagschefin nicht zu enttäuschen.

Ob ich das Genre der Phantastik je verlassen werde? Wozu? Um einen Krimi zu schreiben? Da gibt es fraglos Bessere. Leute die einfach wissen, wie so ein Ding gestrickt sein muss um die Leute herzrasend bei der Stange zu halten. Davon einmal abgesehen, wüsste ich nichts zum Thema zu sagen, was nicht auch Columbo schon gesagt hätte.

Gut erzählte Liebesgeschichten dagegen mag ich. Aber dafür muss ich nicht das Genre wechseln.

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Ich danke Michael Zandt für das Gespräch und wünsche ihm alles Gute für seine weitere schriftstellerische Zukunft.

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Michael Zandt gibt es auch bei Facebook

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© Buchwelten im Februar 2012

HAPU Teufel im Leib von Michael Zandt (4/5)

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Erschienen als
Taschenbuch  im
Candela Verlag
273 Seiten
Preis: 11,80 €
ISBN: 978-3-942635-19-6

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Hapu ist eine grazile, attraktive junge Frau von Anfang zwanzig. Eigentlich anderen Frauen in ihrem Alter nicht unähnlich. Sie hat einen Job, der ihr Spaß macht und mit dem sie sich identifiziert, liebt es Motorrad zu fahren, ist Fan der Stuttgarter Kickers und lebt mit ihrer besten Freundin Hati zusammen in einer Wohnung. Sie quatschen, hören Musik, lesen gemeinsam, trinken mal gerne einen über den Durst. Aber Hapu ist kein Mensch, sie ist eine Asartu.

Die Asartu sind Nachfahren Luzifers, geschaffen nach seinem Ebenbild. Sie leben unter uns Menschen und unterscheiden sich eigentlich nicht sonderlich von uns. Von der verlängerten Wirbelsäule (Asartu haben einen Schwanz, den sie allerdings nicht offensichtlich zur Schau stellen), den Fangzähnen im sonst schneeweißen Gebiss einmal abgesehen. Und ab und an benötigen die Asartu Menschenfleisch um ihren Enzymhaushalt im Gleichgewicht zu halten.

Dies bekommen sie im Krankenhaus zugewiesen, von Menschen die sich als Spender bereit erklären und den Asartu kurz vor ihrem Tode unter Narkose als Mahlzeit dargeboten werden.

Doch in unserer Welt leben nicht nur Menschen und Asartu, auch Dämonen sind unter uns und wir können sie nicht erkennen, sie sehen aus wie du und ich, doch ab und an zeigen sie ihr Wahres Ich und das nicht ohne Grund.

Als Hapu gegen diese Dämonen kämpft (der Gewalt war sie nie abgeneigt und sie versteht es ihre körperlichen Kräfte zum Einsatz zu bringen) spürt Hapu das dort mehr in ihr ist, ein zweites Wesen lebt in ihrem Körper. Diese Seele beschert Hapu nicht nur zusätzliche Kräfte, die magisch wirken. Hapu erfährt, dass sie eine Sepuku ist. Sie ist eine der 12 Töchter der Angrubar. Mit dieser Göttin hat Luzifer diese 12 weiblichen Nachfahren gezeugt. 


Doch was soll Hapu mit dieser Erkenntnis nun anfangen und wer lehrt sie ihre Kräfte zu nutzen und vor allem, was ist ihre Aufgabe?

Sie wird es erfahren und einen Weg einschlagen, der ihr bisheriges Leben völlig aus der Bahn wirft …

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Zunächst einmal wusste ich nicht wirklich was mit erwartet. Der Autor selber hat mich kontaktiert und mir eine erste Leseprobe zukommen lassen. Mit der konnte ihr ehrlich gesagt nicht viel anfangen (wie ich heute las, war es eine Stelle kurz vor dem Ende, die ich nur im Zusammenhang der Handlung verstehen konnte).

Dann bekam ich eine weitere Leseprobe und die sprach mit dann mehr an. Ich konnte kurz die Protagonistin Hapu kennenlernen und ich wurde neugierig.

Der Roman beginnt auf einem Schiff und schwenkt dann aber um und erzählt Hapus Geschichte in einer Rückblende.

Der Schreibstil war nicht außergewöhnlich gehoben und nicht sonderlich anspruchsvoll, dennoch aber sehr angenehm zu lesen und flüssig ausformuliert.

Hapu selber ist ein sehr direkter, frecher, dreister Charakter, der sehr umgangssprachlich und auch oft schroff spricht. Dennoch war sie mir sehr sympathisch. Mir ist dieses grazile Wesen doch recht schnell ans Herz gewachsen, zeigt sie oft auch sehr weiche und warmherzige Seiten.

Die Geschichte siedle ich im Fantasy Bereich an, wobei es nicht wirklich in dieses Genre passt. Es waren oft sehr blutige, heftige und krasse Szenen dabei, die nicht für allzu schwache Lesernerven geeignet sein mögen. Für mich passten sie aber gut in die Handlung.

Oft musste ich auch schmunzeln, wenn z.B. ein uralter Priester, der sich selber verstümmelt hat um seine Entbehrungen zu unterstreichen erklärt, dass sein Sinn des weiterlebens darin besteht, die letzten zwei Pokémon noch fangen zu wollen und aus seiner Kutte einen Nintendo DS befördert 😉

Ab und zu haben mich die vielen, sehr komplizierten Namen etwas verwirrt aber das habe ich dann einfach zu hingenommen und dem Verständnis der Handlung hat es keinen Abbruch getan. Auch wer nun gerade der Ur-Urahn von welcher Gottheit o.ä. war, empfand ich manches mal als etwas undurchsichtig. Hier fühlte ich manchmal etwas überfrachtet.

Mir hat die Geschichte dennoch sehr gefallen, ich war positiv überrascht und die Idee die Nachfahren des Teufels offensichtlich unter uns Menschen hier in der Jetztzeit leben zu lassen war schon eine gute, die der Autor auch interessant und spannend umgesetzt hat.

Es gab neben brutalen Kampfszenen auch sehr schöne ruhige und auch mal erotische Passagen. Die Mischung hat Michael Zandt hier gut hinbekommen.

Zuletzt noch einige Worte zum Buch an sich. Es ist als Taschenbuch veröffentlicht und das schlichte Cover gefällt mir gut. Es ist in einem warmen (blut)roten Ton gehalten und weist nicht viel Schnickschnack auf. Der Klappentext ist kurz, knapp und zentriert geschrieben. Er reicht völlig aus um neugierig zu machen und sieht ordentlich aus.

Leider sind der Buchdeckel und Rücken aus einer sehr weichen, wabbeligen Pappe, dass gefällt mir nicht sehr gut. Weiße Seiten mag ich persönlich auch nicht. Dann empfand ich es als störend und überflüssig, dass auf jeder Seite am unteren Rand: „Michael Zandt – Hapu Teufel im Leib“ eingedruckt ist.

Ich weiß doch auch so, welches Buch ich gerade lese … Die Kapitel waren innerhalb derer durch Sternchen unterteilt, was das Lesen angenehm gestaltet aber die Sterne hätten etwas kleiner ausgereicht und sicherlich dezenter gewirkt.


Das erste Kapitel beginnt auf einer linken Seite, dass hat für mich leider immer den Eindruck von „Seiten sparen“. Die Illustrationen gefallen mir relativ gut, sind aber eigentlich überflüssig. Da hätte man besser die Seitenaufteilung etwas großzügiger gestalten können.

Fehler habe ich nur einen kleinen gefunden (S. 219 – 1. Absatz). Dafür fehlt sehr oft das Leerzeichen hinter einem Punkt. Also wenn der nächste Satz beginnt. Und ein letztes habe ich noch bemerkt: zum Ende hin ist es öfter vorgekommen, dass die Schriftgröße innerhalb der Seite um eine Größe kleiner wurde. War z.B. die Schrift in 12, ging es dann auf einmal in 11 weiter.

Dies sind alles keine dramatischen und schlimmen Dinge, ich finde aber solche Hinweise (vor allem auch an die Verlage) nicht unwichtig. Denn ich denke, es gibt einige Leser, die ebenso auf diese Dinge achten.

Hierin begründet sich auch mein Punktabzug.

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Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für ein Debüt, dass absolut keine klassische Fantasy ist. Ein „anderer“ Roman, oft „laut“ aber auch mal leise und durchaus lesenswert.

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Ich danke dem Candela Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und wünsche Michael Zandt alles Gute für seine schriftstellerische Zukunft :-).

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© Buchwelten 08.01.2012