Am Ende die Nacht von Michael Herzig

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Herzig
Erschienen als gebundene Ausgabe
im Grafit Verlag
insgesamt 207 Seiten
Preis:  20,00 €
ISBN: 978-3-89425-674-6
Kategorie: Gesellschaftkrimi

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Kurzgeschichten? Ja .. oder nein? Ein Roman? Ja … oder nein?
„Am Ende die Nacht“ verbindet Kurzgeschichten zu einem Roman. Eine Reise durch eine Nacht, bei der der Leser die unterschiedlichsten Menschen kennenlernt und sie begleitet. Alles fügt sich zusammen, die Geschichten verweben sich zu einem Ganzen ….

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Ich mag überhaupt keine Kurzgeschichten. Ich lese viel lieber längere Geschichten, in denen ich mich fallen lassen und verlieren kann. In denen ich die Protagonisten richtig kennenlerne und nicht wieder „verlassen“ muss, wenn ich ihnen gerade nahegekommen bin.

Michael Herzig liefert hier jedoch keine typische Kurzgeschichtensammlung, sondern verbindet seine Geschichten zu einer kompletten Handlung. Das war auch der Grund, warum ich diesen Roman ausgewählt habe. Zum einen habe ich die bisherigen Bücher des Autors gemocht und zum anderen kenne ich diese Art der Erzählung, jedoch ein wenig anders. Bei dem anderen Buch lieferten verschiedene Autoren jeweils eine Geschichte, die zusammen eine Rahmenhandlung um die unterschiedlichsten Mietparteien eines Mehrfamilienhauses ergab.

Ich muss zugeben, zu Anfang hatte ich meine leichten Probleme, diese vielen Personen und Charaktere auseinanderzuhalten, mit denen ich in relativ kurzer Zeit bekannt gemacht wurde. Doch ich habe das einfach mal so hingenommen und weiter gelesen. Und nach und nach traf ich dann Person A drei Geschichten weiter auf einmal wieder in einer völlig anderen Situation mit Person F und erkannte diese dann auch sofort. Dann habe ich auch den Zusammenhängen folgen, bzw. mich auf die weitere(n) Geschichte(n) einlassen können.

Der Autor liefert hier eine bunte Vielfalt an Menschen und Charakteren. Gut situierte Bürger in höheren Positionen, kleine Drogendealer, Journalistinnen, total nerdige Söhne, reiche Modedesignerinnen und viele mehr. Alle hängen sie irgendwie zusammen und viele bieten einen völlig gegensätzlichen Charakter und Geist, als man von ihnen zu erwarten vermag.

Mein Fazit: Eine Reise durch die Nacht begleitet von den unterschiedlichsten Menschen. Mal böse, mal brutal, mal lustig oder total abgedreht. Langeweile kommt keine auf, Verwirrung evtl. ab und zu schon. Doch da gilt: Weiterlesen, denn es klärt sich schon … so wie die Nacht am Ende eben zum Morgen wird!

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© Buchwelten 2016

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