Aufbruch – Partials 1 von Dan Wells

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PArtials 1

Erschienen als gebundene Ausgabe
bei ivi (Piper)
insgesamt 512 Seiten
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-492-70277-5
Kategorie: Jugenbuch, Fantasy, Sci-Fi, Dystopie

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Die Partials, seinerzeit von den Menschen erschaffene künstliche Intelligenzen, sollten als perfekte Soldaten den Krieg gewinnen. Das taten sie, doch dann haben sich die Partials aufgelehnt und sich gegen ihre Schöpfer gestellt, denn sie wollten der erlittenen Unterdrückung entkommen.

Die Menschen starben in Massen durch einen Supervirus, nur einige wenige haben den Gau durch Immunität überstanden. Sie leben in einer kleinen Gemeinschaft auf Long Island. Doch die Menschheit ist in Gefahr, denn die etwa 40.000 Überlebenden können sich nicht fortpflanzen. Jedes neugeborene Baby stirbt innerhalb weniger Tage nach seiner Geburt. Der Senat erlässt ein Zukunftsgesetz, nachdem alle Mädchen ab 18 Jahren schwanger werden müssen. Man erhofft sich so, dass auf diese Art endlich ein Kind überlebt und/oder sie einen Impfstoff entwickeln können. Ein Heilmittel muss dringend gefunden werden, denn sonst ist der Untergang der Spezies Mensch absehbar.

Die Partials, Wesen die optisch von den Menschen nicht zu unterscheiden sind, leben nicht weit entfernt. Sie halten sich in Manhattan auf und mittlerweile sind 11 Jahre vergangen, in denen sie die Menschen nicht mehr angegriffen haben.

Kira Walker ist 17 Jahre alt und arbeitet als Praktikantin auf der Entbindungsstation und sie kann es nicht mehr ertragen, täglich die Neugeborenen sterben zu sehen. Sie ist hoch intelligent und zeigt große Kenntnis in der Virologie. Kira will ein Heilmittel finden und dazu nimmt sie jede Gefahr in Kauf. Als sie dem Senat den Vorschlag macht, nach Manhattan zu gehen, um sich einen Partial zu schnappen, stößt sie auf totale Ablehnung. Zu groß ist die Angst vor den übermenschlichen Gegnern. Doch Kira sieht die einzige Möglichkeit, die Menschheit zu retten, genau darin: einen Partial zu untersuchen. Somit begibt sie sich mit einigen Freunden auf den Weg nach Manhattan ….

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Dan Wells, bekanntgeworden durch die Serienkiller Romane um den sympathischen John Cleaver liefert mit „Aufbruch“ den ersten Teil einer Jugendbuch Trilogie.

Seine beiden letzten Werke kamen für mich als Fan an die der John Cleaver Reihe leider nicht mehr heran. Die Handlung zu „Du stirbst zuerst“ ist nicht wirklich in meinem Gedächtnis haften geblieben und „Sa(r)g niemals nie“ war mir persönlich zu sehr Slapstick und Klamauk.

Umso neugieriger war ich natürlich auf Partials 1, der als erster Roman in gebundener Ausgabe (mit Leseband!) bei ivi erscheint und nicht mehr als Rough Cut Paperback, wobei diese Ausgaben optisch sehr gut wirken.

Der Roman umfasst knappe 500 Seiten, die in diesen Fall auch tatsächlich vollgeschrieben sind. Dennoch fliegt es sich nur so durch die spannende, fesselnde und abwechslungsreiche Handlung.

Für mich ist Dan Wells mit diesem ersten Teil der Reihe wieder zurück zu seinen Anfängen gegangen und hat eine Geschichte geschrieben, die mich als Leserin gefangen hat. Die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen, die Protagonistin Kira ist eine gleichzeitig mutige, starke, sensible und sehr feinfühlige Figur. Aber auch die Nebenrollen sind gut ausgearbeitet und lebensecht.

Die Partials stellt der Autor keinesfalls als tötende Killermaschinen dar, was die Inhaltsangabe vielleicht vermuten lässt. Dies wertet die Handlung auf und macht sie interessant. Der Spannungsbogen ist straff gespannt, wobei der Leser auch immer wieder Ruhemomente geboten bekommt.

Was die Beschreibung und Erklärungen der medizinischen Begriffe angeht, die innerhalb der Forschungsarbeiten aufkommen, könnte es sein, dass die jugendlichen Leser etwas überfordert sind, wobei Dan Wells die Virentypen und -arten in einfachen Bezeichnungen darstellt.

Auch wenn dieser Roman der erste Teil einer Reihe ist, schließt die Handlung in sich ab, so gut es eben geht. Es gibt aber kein bösartiges, total offenes Ende, dass den Leser quält, der nun zwingend mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung warten muss.

Der Covereinband ist komplett in Rottönen gehalten, was wohl die postapokalyptische Atmosphäre unterstreichen soll. Er zeigt die Skyline von Manhattan und ein junges Mädchen, dass offenbar die Protagonistin darstellt. Ich finde die Gestaltung schlicht und ansprechend. Was mich positiv überrascht ist, dass das Cover fast identisch ist, mit dem amerikanischen Originalcover

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Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für den Auftakt der Partials Trilogie. Endlich wieder ein Roman von Dan Wells, dem ich die volle Punktzahl geben möchte. Eine spannende Geschichte, die gute Charaktere mit einer gelungen Handlung verbindet., geschrieben ein einem leicht lesbaren Schreibstil. Ich habe den Roman schwer zur Seite legen können, weil ich so gefesselt war, wie seinerzeit von den John Cleaver Romanen.

 

Ich danke dem PIPER Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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© Buchwelten 2013

Eine Antwort auf „Aufbruch – Partials 1 von Dan Wells

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